Ökologie der Mundhöhle

June 9, 2024
0
0
Зміст

Thema 04

Ökologie der Mundhöhle

 

Die Mundhöhle. Zahnanatomie.

Die Mundhöhle (lat. Cavum oris) ist der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Embryonal entsteht der größte Teil der Mundhöhle aus der Mundbucht. Bei Tieren wird der Raum meist als Maulhöhle, bei Vögeln als Schnabelhöhle bezeichnet.

Sagittalschnitt durch den Mund

Mundhöhle eines Erwachsenen

Anatomie

Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen (Arcus palatoglossus) und dem hinteren Gaumenbogen (Arcus palatopharyngeus) liegt die Gaumenmandel (Tonsilla palatina), die zusammen mit den Rachenmandeln (Tonsillae pharyngeae) und der Zungenmandel (Tonsilla lingualis) eine ringförmig angeordneten Gruppe, den so genannten Waldeyerschen Rachenring, benannt nach dem Anatomen Heinrich Wilhelm Waldeyer, bilden. Die vordere Öffnung der Mundhöhle ist die Mundspalte (Rima oris), die hintere die Schlund- oder Rachenenge (Isthmus faucium). Die gesamte Mundhöhle ist mit einer Schleimhaut – der Mundschleimhaut – ausgekleidet, die ein mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel trägt.

Der Raum zwischen den Lippen/Wangen und den Zahnreihen bzw. beim Zahnlosen den in die Mundhöhle ragenden Fortsätzen der Kieferknochen (Alveolarfortsätze) wird als Mundvorhof (lat. Vestibulum oris) bezeichnet. In den Mundvorhof münden die Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse (Parotis) und der Lippen- und Wangendrüsen.

Der Raum innerhalb der Zahnreihen wird als eigentliche Mundhöhle (lat. Cavum oris proprium) bezeichnet. Sie wird weitgehend von der Zunge ausgefüllt. Außerdem münden hier die Ausführungsgänge der Unterzungenspeicheldrüsen und der Unterkieferspeicheldrüse.

Mundflora

Die Mundhöhle steht über die Mundspalte mit der Außenwelt in Verbindung und ist deshalb nicht steril. Da sie durch ihre gleichbleibende Temperatur, ihre hohe Feuchtigkeit und das Vorhandensein vieler Nischen hervorragende Lebensbedingungen für Mikroorganismen bietet, wird sie von einer Vielzahl von Bakterien, Hefen und manchmal sogar Protozoen besiedelt, die miteinander in einem ökologischen Gleichgewicht stehen. Dieses Gleichgewicht ist wichtig für die Mundgesundheit. Wird es durch äußere Einflüsse (z. B. mangelnde Mundhygiene, Antibiotika) gestört, sind häufig Krankheiten die Folge. So kann es zum Beispiel durch die Einnahme oraler Antibiotika zu einer Superinfektion mit Hefepilzen (v. a. Candida albicans) kommen. Viele der entzündlichen Krankheiten in der Mundhöhle (v. a. Karies, Gingivitiden und Parodontitiden) entsteheicht durch neu von außen zugeführte Erreger, sondern durch eine Verschiebung des Gleichgewichts hin zu einem Übergewicht bestimmter immer in der Mundhöhle vorhandener Bakterienarten („opportunistische Infektion“).

Über 300 verschiedene Bakterienarten sind in der Mundhöhle nachgewiesen, unter Berücksichtigung der Archaeen (Archaea) leben dort etwa 600 verschiedene Arten von Prokaryoten [1]. Die Erstkontamination mit Keimen findet schon während der Geburt im Geburtskanal statt. Nach dem Durchbruch der ersten Zähne werden meist auch die säurebildenden Streptokokken (Streptococcus mutans) beobachtet, die für die Karies mitverantwortlich sind.

Funktion

Die Mundhöhle dient verschiedenen Zwecken. Als Beginn des Verdauungstraktes (Kopfdarm) dient sie der Nahrungsaufnahme, -zerkleinerung und –verdauung (→ Maulverdauung). Außerdem dient die Mundhöhle der Lautbildung und damit der Sprache. Die sie begrenzenden Wangen mit ihrer Muskulatur spielen eine wichtige Rolle bei der Mimik und damit der Kommunikation.

Krankheiten

Zu den häufigsten Erkrankungen in der Mundhöhle gehören die Zahnkaries und Entzündungen des Zahnfleischs (Gingivitis), des Zahnhalteapparats (Parodontitis, Parodontose) und der Schleimhaut (Stomatitis). Seltener kommen auch Tumore (meist Plattenepithelkarzinome), Zysten, Leukoplakien und Pilzinfektionen (v. a. durch Candida albicans, Kandidose) in der Mundhöhle vor. Zu den häufigsten angeborenen Krankheiten in der Mundhöhle (Fehlbildungen) gehören die Zahnfehlstellungen und die Spalten (Lippen-Kiefer-Gaumenspalten).

Aber auch viele Allgemeinerkrankungen manifestieren sich, häufig sogar zuerst, in der Mundhöhle (z. B. AIDS oder Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn, Pemphigus vulgaris oder Lupus erythematodes). Bei den Erstmanifestationen kommt der Mundhöhle große Bedeutung in der Früherkennung dieser Krankheiten, zum Beispiel beim Zahnarztbesuch, zu.

Aufbau der Zähne

Das menschliche Gebiss besteht im ausgewachsenen Zustand aus 32 Zähnen: Im Ober- wie im Unterkiefer befinden sich jeweils vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und zehn Backenzähne. Manche Menschen haben von Natur aus keine Weisheitszähne, ihr Gebiss besitzt nur 28 Zähne.

Das kindliche Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen: In jedem Kiefer sitzen vier Schneide-, zwei Eck- und zwei Milchbackenzähne. Während der sogenannten Wechselgebissperiode zwischen dem sechsten und dem zwölften Lebensjahr werden die Milchzähne schrittweise durch die bleibenden Zähne ersetzt.

Schneide- und Eckzähne haben jeweils eine Wurzel, die Backenzähne in der Regel zwischen einer und drei. Die Anzahl der Wurzeln ist individuell sehr unterschiedlich. Allgemein gilt: Je weiter hinten der Zahn im Kiefer sitzt, desto mehr Wurzeln hat er.

Die menschlichen Schneide-, Eck- und Backenzähne sehen zwar unterschiedlich aus, sind aber grundsätzlich gleich aufgebaut.

  • Den obersten Teil, der aus dem Zahnfleisch in die Mundhöhle hineinragt, bezeichnet man als Zahnkrone.

  • Darunter folgt der Zahnhals, der dünne Übergang von der Zahnkrone zur Zahnwurzel. Normalerweise ist der Zahnhals kaum zu sehen, weil er größtenteils von Zahnfleisch umgeben ist.

  • Die unteren zwei Drittel des Zahnes bezeichnet man als Zahnwurzel. Sie sorgt für die Verankerung im Knochen.

 

I. Zahnkrone
II. Zahnhals
III. Zahnwurzel

a. Zahnfurche
b. Zahnschmelz
c. Zahnbein
d. Zahnfleisch
e. Zahnmark (Pulpa)
f. Zahnzement
g. Zahnhalteapparat
h. Nerven- und Blutgefäße
i. Wurzelkanal
j. Zahnfach


Zahnschmelz

Im Bereich der Krone überzieht eine Lage Zahnschmelz den Zahn. Es handelt sich hierbei um das widerstandsfähigste Gewebe im Körper, noch vor dem Unterkiefer – dem härtesten aller Knochen. Der Schmelz besteht zu 98 Prozent aus den Mineralsalzen von Kalzium, Phosphat und Fluor. Die Fluorverbindungen sind für die außerordentliche Härte dieses Gewebes verantwortlich. Gesunder Zahnschmelz ist beinahe jeder mechanischen Belastung gewachsen, nicht aber allen chemischen und biologischen Substanzen: Säuren und Bakterien können auch den stabilsten Zahnschmelz anätzen und aufweichen.


Zahnbein (Dentin)

Unter dieser harten Deckschicht liegt das weichere Zahnbein (Dentin), das den Hauptteil des Zahnes ausmacht. Zahnschmelz und Dentin gehören zu den Zahnhartsubstanzen. Das Zahnbein wird von feinen Kanälchen durchzogen, die Nervengewebe enthalten und Informationen und Reize ins Zahninnere übermitteln. Im Bereich des Zahnhalses ist der Schmelz sehr dünn, das Dentin liegt oftmals frei und ist somit ungeschützt. Im Fall von freiliegenden Zahnhälsen leiten die Dentinkanälchen das unangenehme Gefühl, das beim Zähneputzen oder durch Temperaturreize entsteht, zu den Nervenfasern weiter.

Im Gegensatz zum Zahnschmelz wird das Dentin eines lebenden Zahnes unentwegt nachgebildet. Das ist auch der Grund, warum Überempfindlichkeiteach einiger Zeit wieder nachlassen können.


Zahnmark (Pulpa)

Im Inneren des Zahns findet sich das weiche Zahnmark. Die sogenannte Pulpa enthält das Nervengewebe, ist gut durchblutet und nährt den Zahn von innen heraus. Über ein kleines Loch an der Wurzelspitze ist sie mit dem Kieferknochen verbunden. Nervenfasern und Blutgefäße ziehen über den Wurzelspitzenkanal aus dem Knochen in das Zahnmark.

Zahnhalteapparat

Nicht nur die Wurzeln verankern die Zähne im Kieferknochen. Am Übergang von der Zahnkrone zum Zahnhals schmiegt sich das Zahnfleisch eng an den Zahn und hält ihn mit dünnen Fasern elastisch fest. Der Kiefer besitzt tiefe knöcherne Einbuchtungen (Alveolen), in die die Zahnwurzeln eingepasst sind.

Der Spalt zwischen Zahn und Kieferknochen ist mikroskopisch schmal. Vom Zahnhals bis zur Wurzelspitze durchziehen ihn Haltefasern, die für eine federnde Aufhängung des Zahns im knöchernen Zahnhaltefach sorgen. Die Fasern, die den kleinen Spalt durchqueren, setzen an der Zahnwurzel am sogenannten Zement an, der die Wurzeloberfläche bedeckt.

Alle Schichten zusammen bilden den Zahnhalteapparat (Parodontium). Entzündet sich diese Haltemanschette – kommt es also zu einer Parodontitis -, kann sich der Zahn lockern und letztlich sogar ausfallen.


Knochen brauchen Druck

Knochen sind lebendes Gewebe. Sie sind gut durchblutet, einem ständigen Umbau unterworfen und können sich somit neuen Situationen anpassen. Der Druck beim Kauen überträgt sich auf den Knochen und regt diesen an, verstärkt Mineralien einzubauen – mit der Konsequenz, dass der Knochen fester und widerstandsfähiger wird. Fehlt dieser Druck – etwa aufgrund einer Zahnlücke oder einer nicht getragenen Prothese – bildet sich der Knochen zurück.

Die mögliche Folge kann beispielsweise sein, dass sich ein Implantat nicht mehr verankern lässt oder eine Prothese nicht hält. Auch der natürliche Alterungsvorgang führt zu einem Umbau der Kieferknochen. Dies ist auch der Grund, warum ein Zahnersatz regelmäßig an den Kieferknochen angepasst werden sollte, etwa durch Unterfütterung einer Prothese.

Die Mundhöhle wird begrenzt durch den Gaumen, den Mundboden, die Wangen und die Lippen sowie durch das Zäpfchen (Uvula) und die seitlich vom Zäpfchen verlaufenden Gaumenbögen.

Das Innere der Mundhöhle wird durch die Zahnreihen des Ober- bzw. des Unterkiefers eingeteilt: Als eigentliche Mundhöhle (Cavum oris) bezeichnet man den vorne und seitlich von den Zähnen umschlossenen Raum, der zum größten Teil von der Zunge eingenommen wird. Den Raum zwischen den Zahnreihen und den Lippen bzw. den Wangeennt man Mundvorhof (Vestibulum oris). Entsprechend den lateinischen Begriffen lauten die Richtungsbezeichnungen „zur Mundhöhle“ oral und „zum Mundvorhof“ vestibulär.

Die gesamte Mundhöhle wird von Mundschleimhaut (Mucosa) ausgekleidet und durch den von den Speicheldrüsen produzierten Speichel feucht gehalten. Die Mundschleimhaut enthält Sinnesrezeptoren für das Temperatur- und Tastempfinden. In der Schleimhaut der Zungenoberfläche befinden sich außerdem die Rezeptoren für den Geschmackssinn.

Der Übergang von der beweglichen Schleimhaut der Lippen bzw. Wangen in die bewegliche Schleimhaut des Alveolarfortsatzes wird auch als Umschlagfalte bezeichnet. Im Bereich der Wangen ziehen vereinzelte Schleimhautfalten zum Alveolarfortsatz, die als Wangenbändchen (Frenulum buccale) bezeichnet werden. Außerdem strahlt, jeweils von der Schleimhaut der Ober- und Unterlippe ausgehend, ein Lippenbändchen (Frenulum labii) in die Schleimhaut des  Alveolarfortsatzes ein.

Im Bereich der Zahnreihen geht die bewegliche Mundschleimhaut in das an den Kieferknochen befestigte Zahnfleisch (Gingiva) über.

Die Mundhöhle

Kopf, Mund, Mundhöhle beim Erwachsenen

Einblicke in die Mundhöhle beim Erwachsenen. Beim Menschen bilden der Mund und seine Teile die vordere Öffnung des menschlichen Verdauungstraktes, in ihm wird die Verdauung eingeleitet, dem Kauen und Einspeicheln.

___

Funktionelle
Anatomie
in Wort und Bild

Inhaltsverzeichnis

Glossar

Mund und Zähne

 

Anatomie, Mund, Zähne

Im Gegensatz zu manchen Schlangen, die mehr als ein Jahr lang ohne Nahrung auskommen können, muss der Mensch regelmäßiger für Essensnachschub sorgen. Das Eingangstor für Brötchen, Schnitzel, Karotten und Kekse ist der Mund. Mithilfe von Zähnen und Zunge wird die Nahrung grob zerkleinert und mit Speichel zu einem Brei vermischt, damit er leichter durch den Schlund hinunter in den Magen rutscht.

Die Zähne sind die Hauptwerkzeuge für das “Häckseln” der Nahrung, sprich die mechanische Verdauung. Bei Erwachsenen sind es normalerweise 32 Stück, die jeden Bissen klein kriegen – kein Wunder: Die Zähne sind härter als Knochen, der Zahnschmelz ist sogar die härteste Substanz überhaupt, die sich im Körper finden lässt.

Die muskulöse Zunge schiebt den Nahrungsbrei im Mund hin und her und registriert dabei, was wir gerade kauen: Mithilfe der vielen, winzigen Geschmacksknospen auf ihrer Oberfläche nimmt sie die Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter, salzig, “umami” (Glutamat-Geschmack) sowie fettig wahr. Die Rezeptoren für den Fettgeschmack haben Forscher erst vor kurzem entdeckt.

Der Speichel, der den Nahrungsbrei gleitfähig macht, kommt aus drei paarigen Speicheldrüsen, die rund um die Mundregion positioniert sind: Ohr-, Unterzungen- und Unterkieferspeicheldrüsen. Zusammen geben sie täglich etwa 1,5 Liter Sekret in die Mundhöhle ab, das meiste davon, wenn wir gerade essen. In der restlichen Zeit produzieren die Drüsen gerade genug Speichel, um Mund- und Rachenschleimhaut feucht zu halten und Zunge und Zähne zu spülen – eine eingebaute Waschanlage.

Der Speichel kann aber noch viel mehr. In ihm stecken Amylasen – Enzyme, die noch im Mund mit der chemischen Verdauung der Nährstoffe beginnen: Amylasen spalten die Kohlenhydrate aus Spaghetti, Brot & Co. in kleinere und leichter verdauliche Bausteine – wenn man ihnen genügend Zeit lässt, sogar bis zu den Basis-Bausteinen, nämlich Zuckerteilchen. Das kann mal selbst ausprobieren: Kaut man lange genug auf einem Stück Brot herum, schmeckt der Bissen irgendwann süßlich, und zwar ganz ohne Schokocreme, Honig oder Marmelade drauf.

Erkrankungen im Bereich Mund und Zähne

Zu den wichtigsten Erkrankungen im Bereich Mund und Zähne zählen:

Darüber hinaus gibt es viele Erkrankungen, die zu Symptomen im Mundbereich führen können. So können Geschmacksstörungen beispielsweise durch Lebererkrankungen oder Erkältungen ausgelöst werden, und Mundgeruch kann auf Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt hinweisen. Auch Zahnschmerzen müsseicht immer ihre Ursache in Karies oder anderen Zahnproblemen haben. Manchmal strahlen Ohrenschmerzen, Gürtelrose und Herzinfarkt bis in die Zahnregion aus und verursachen hier Beschwerden.

Symptome im Bereich Mund und Zähne

Behandlung von Tumoren des Gesichts und der Mundhöhle

Häufige und gefährliche Erkrankung

Bösartige Tumoren der Mundhöhle und des Rachenraumes gehören weltweit zu den zehn häufigsten Krebsarten. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungeimmt stetig zu. Die Zunahme bei Frauen ist höher als bei Männern. Pro Jahr erkranken in der Deutschschweiz pro 100 000 Einwohner etwa 16 Männer und 4 Frauen an Mundhöhlenkrebs.

 

Das Rauchen ist auch heute noch in Kombination mit Alkohol der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung bösartiger Tumoren von Mundhöhle und Rachen. Das Risiko zu Erkranken erhöht sich 35-fach bei Patienten, die zwei oder mehr Packungen Zigaretten pro Tag rauchen.

Ist eine Früherkennung möglich?

Früh- und Vorstadien bösartiger Tumoren des Mund- und Rachenraumes sind häufig erkennbar und gut zu behandeln. Die Mundhöhle kann auch leicht selbst mit blossem Auge untersucht werden. Eine gesunde Schleimhaut ist blass rosa, leicht feucht und ohne Beläge. Weisse und rote Beläge, die nicht mit der Zahnbürste zu entfernen sind und innerhalb kurzer Zeit nicht abheilen, können Krebsvorstufen darstellen und sollten unbedingt untersucht werden.

 

Falls Sie eine derartige Schleimhautveränderung feststellen, sollten Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt aufsuchen. Beim geringsten Verdacht auf einen bösartigen Tumor ist eine fachärztliche Abklärung erforderlich, die in unserer Schleimhautsprechstunde durchgeführt werden kann.

 

Welche Alarmzeichen müssen beachtet werden?

Neben weissen und roten Schleimhautveränderungen erforden die folgenden Alarmzeichen dringend eine weitere Abklärung:

 

  • Nicht oder schlecht heilende Wundeach Zahnentfernungen

  • Plötzlich schlechter Prothesenhalt oder nicht heilende Druckstellen

  • Knotige, harte Veränderungen im Mund oder am Hals auch ohne Schmerzen

  • Taubheit des Mundes oder der Lippen

  • Bewegungseinschränkung der Zunge
  • Verwaschene Sprache oder Heiserkeit
  • Plötzliche Einschränkung der Mundöffnung

 

Wie wird der Mundhöhlenkrebs behandelt – gibt es Fortschritte?

Die Behandlung bösartiger Tumkoren der Mundhöhle sollte immer an einer spezialisierten Klinik erfolgen. Neben der chirurgischen Entfernung des Tumors ist oft auch eine Strahlenbehandlung evtl. in Kombination mit einer Chemotherapie erforderlich. Die entscheidende Weiterentwicklung der Tumorbehandlung in der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie besteht in den modernen Rekonstruktionstechniken. Sie ernmöglichen eine Wiederherstellung sowohl der Ästhetik als auch der vielfältigen Funktionen von Essen, Sprechen und Schlucken und verbessern die Lebensqualität des Patienten deutlich.

Bei der Rekonstruktion helfen uns die mikrochirurgischen Operationsverfahren, die an unserer Klinik in Zusammenarbeit mit der Plastischen Chirurgie eingesetzt werden. Zur vollständigen Rehabilitation tragen auch zahnärztliche Implantate bei. Sie machen eine Versorgung mit funktionstüchtigem Zahnersatz nach einer Tumoroperation erst möglich.

Bei ausgedehntem Tumorbefall im Gesichtsbereich können verloren gegangene Gesichtsweichteile ästhetisch hochwertig durch Prothesen ersetzt werden. Neben der medizinischen Rehabilitation sind auf diese Weise uneingeschränkte soziale Kontakte für unsere Patienten sowie ein Wiedereintritt in das Berufsleben möglich.

Lebenslange Nachsorge

Nach erfolgreicher Behandlung eines Tumors der Mundhöhle oder des Gesichtes ist in der Regel eine lebenslange Nachsorge erforderlich. Nicht nur um ein Wiederkehren der Erkrankung frühzeitig zu erkennen, sondern auch, um den Patienten deotwendigen menschlichen Beistand für ein «Lebeach dem Krebs» zu leisten.

Mundhöhle

Die Zunge als Muskelkörper wölbt sich von unten in die Mundhöhle.

Der erste Abschnitt vom Verdauungstrakt des Menschen ist die Mundhöhle mit dem Mund-Speichel als Sekret.

Mund Mundhöhle Gaumen Rachen Zunge Zähne

Die Mundhöhle wird vielfach auch als Mundraum oder Mundhöhlenraum bezeichnet.

Mundraum, eine Mundhöhle

Die Mundhöhle hat eine vielfältige Funktion und ist der Anfang des Verdauungsapparats und ist der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen begrenzt ist und sich von der Nasenhöhle trennt.

Die Mundhöhle wird begrenzt an den Seiten durch die Zähne, nach oben durch den harten und weichen Gaumen und nach unten durch die Zunge und die Mundbodenmuskulatur. Die Mundhöhle besteht aus der eigentlichen Mundhöhle (Cavum oris).und dem Mundhöhlenvorhof, das den Raum zwischen den Wangen, Lippen und Zähnen bildet. Die vorderen zwei Drittel des Gaumens der mit Schleimhaut ausgekleidet ist, macht der harte Gaumen aus, denn er besteht aus miteinander verbundenen Knochen des Oberkiefers und des Gaumenbeins. Die Schleimhaut wird quer von mehreren Gaumenkämmen durchzogen, an denen die weiche Nahrung mit der Zunge zerdrückt wird und längs von der Gaumennaht. Im hinteren Drittel besteht der weiche Gaumen aus den beiden Gaumensegeln, zwischen denen das Gaumenzäpfchen sitzt.

Der Mundhöhlenraum ist seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt.

Mundhöhle, Mundhöhlenraum, Mundraum, Mund

Die Mundhöhle hat eine vielfältige Funktion und beginnt als .Cavitas oris vorne an der Mundspalte und geht ohne scharfe Grenze hinten in den Schlund über.

Mundhöhlen-Raum

Durch die Zähne wird die Mundhöhle in einem innerhalb der Zahnbögen gelegenen Hauptraum und einen, zwischen den Zähnen (Lippen und Wangen) und Vorraum getrennt.

Das Dach der Mundhöhle wird vom Gaumen im Mund gebildet und der vordere, knöcherne Anteil, (harte Gaumen) trennt die Mundhöhle von den Nasenhöhlen. Der hintere bewegliche Teil (weiche Gaumen) trennt sie vom Nasopharynx (Schlund), während unter dem weichen Gaumen der Übergang der Mundhöhle in den Schlund (Oropharynx) erfolgt. In den seitlichen Übergangsgebieten (Wänden) liegen die Gaumenmandeln (Mandel) und von oben hängt in der Mitte das Zäpfchen (Uvula) als hinterster Anteil des weichen Gaumens herab. In Lippen, Wangen, und Gaumen gibt es viele kleine Drüsen, die den Speichel (Sekret) in die Mundhöhle abgeben. Die Sekrete (Speichel) aller Speicheldrüsen bzw. Munddrüsen für die Speichelabsonderung, enthalten Enzyme, die den Verdauungsvorgang einleiten. Enzyme im Speichel der Mundhöhle sind Hilfsstoffe des Körpers, die die Verdauung von Stärke wie Brot, Nudeln und Kuchen einleiten. Unter Physiologische Selbstreinigung der Mundhöhle versteht man die antiseptische Wirkung des Speichels sowie die Funktion der Zunge zur Reinigung der Zähne. Während sich das Sekret der Ohrspeicheldrüsen gegenüber dem 2. oberen Mahlzahn entleert, entleert sich der Speichel der beiden anderen Drüsen hinter den unteren Schneidezähnen. Die ganze Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet. Die Mundschleimhaut enthält viele Drüsen, die einen feinen Schleim absondern. Im Bereich von Oberkiefer und Unterkiefer ist die Schleimhaut fest mit der Knochenhaut verwachsen und wird als Zahnfleisch bzw. Gingiva bezeichnet. Die Mundhöhle ist der Raum für die Zähle und dem Mundhöhlenvorhof, das den Raum zwischen den Wangen, Lippen und Zähnen bildet. Oben wird die Mundhöhle durch den harten und den weichen Gaumen begrenzt und unten durch die Unterseite der Zunge und die Mundbodenmuskulatur. An den Seiten der Mundhöhle befinden sich die Zähne des Oberkiefers und Unterkiefers im Mund. Die hintere Grenze bei der Mundhöhle bildet der Rachenraum.

Mundhöhlen-Karzinom

Unter dem Begriff Mundhöhlenkarzinom werden alle bösartigen Tumoren der Mundhöhle und der Zunge verstanden, das eine Krebsart ist.

Bösartige Neubildungen in der Mundhöhle bezeichnet man als Mundhöhlenkrebs, der Fachbegriff dafür ist Mundhöhlen-Karzinom. Mediziner sprechen vielfach von Plattenepithelkarzinom, denn wenn man das bösartige Gewebe der Mundschleimhaut der Mundhöhle unter dem Mikroskop betrachtet, handelt es sich vielfach um Plattenepithel-Zellen. Bei den meisten Mundhöhlenkarzinomen handelt es sich um den Plattenepithelkarzinomen, denn andere Tumorarten wie der Adenokarzinom der von den seromukösen Schleimhautdrüsen ausgeht sind sehr selten. Mundhöhlenkarzinome sind den Kopf-Hals-Tumoren anzusiedeln wo die häufigste Ursache dieser Tumore mechanische Irritationen sind wie durch scharfe Zahnkanten oder schlecht sitzende Prothesen, die an der Zunge oder Wangenschleimhaut scheuern. Mundhöhlen-Tumore können auch entstehen bei schlechtem Ernährungsstatus, schlechter Mundhygiene sowie chronische Einwirkung karzinogener Substanzen wie rauchen von Tabak in Verbindung mit Alkohol. Lebenslang sollten regelmässige Nachuntersuchungeach einem Mundhöhlenkarzinom (Mundkrebs) durchgeführt werden, um einen erneuten Tumor in der Mundhöhle und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Mundhöhlen-Krebs

Mundhöhlenkrebs ist wie Malignome als bösartige Tumore der Lippen, eine seltene Krebserkrankung und gehört er neben dem Rachenkrebs und Kehlkopfkrebs zu den häufigsten bösartigen Neubildungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich.

Die Mundhöhle und damit auch der Mundhöhlenkrebs wird begrenzt durch Gaumen, Mundboden, Wangen und Lippen sowie durch das Halszäpfchen „Uvula“ und die seitlich vom Zäpfchen verlaufenden Gaumenbögen. Mundhöhlenkrebs kann beim Betroffenen in frühen Stadien ohne Beschwerden ablaufen, denn ob und welche Symptome auftreten ist abhängig davon, wo sich der Krebs in der Mundhöhle, der meist als Mundhöhlen-Tumor bezeichnet wird befindet und wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat. Der Mundhöhlen-Krebs verursacht bei fortschreitendem Wachstum vielfach beim Essen und beim Schlucken leichte Schmerzen, wobei der Speichel auch blutig gefärbt sein kann. Vielfach fällt Mundhöhlen-Krebs durch Mundgeruch auf, was durch den Zerfall von Tumorteilen ausgelöst wird und als Mundfäule bezeichnet wird. Bei einem fortgeschrittenen Krebsleiden kann beim Mundhöhlen-Krebs eine rasche Gewichtsabnahme erfolgen, was ein plötzlicher Leistungsknick mit Abgeschlagenheit, Schwäche und Müdigkeit zur folge hat. Die Prognose von Mundhöhlenkrebs ist abhängig von der Art, der Lokalisation und dem Stadium, in dem sich der Tumor im Mundraum zum Zeitpunkt der Diagnose befindet. Von grosser Bedeutung beim Mundhöhlenkrebs sind die Grösse und Ausdehnung sowie ein möglicher Lymphknotenbefall und die Frage nach Metastasen in anderen Organen. Die Heilungschancen bei Mundhöhlenkrebs schwanken sehr stark, denn man spricht von bis zu 80 % Heilungschancen sofern der Tumor frühzeitig entdeckt wird, sinkt aber bis auf 0 bei fortgeschrittenen Mundhöhlenkarzinomen. Veränderungen in der Mundhöhle wie das nicht Abheilen von Entzündungen oder Geschwüre im Mundbereich sollte man darum beim Zahnarzt, Arzt oder Kieferchirurgen abklären lassen.

Mundkrebs

Unter Mundkrebs versteht man einen Tumor bzw. Mundhöhlenkrebs, der sich im Mundraum entwickelt und vielfach durch schlecht sitzende Zahnprothese hervorgerufen wird.

Als Mundkrebs bezeichnet man Krebs im Mundinnenraum, im hinteren Rachenraum, an den Rachenmandeln sowie Krebs an den Lippen, meist Unterlippe oder Krebs der sich an den Speicheldrüsen entwickelt. Mundhöhlenkrebs oder abgekürzt Mundkrebs ist bei Männern häufiger als bei Frauen und tritt im Normalfall erst nach dem 40. Lebensjahr auf, was mit dem Risikofaktor schlecht gemachter Zahnersatz, schlechter Mundhygiene und Rauchen in Verbindung mit gleichzeitig starkem Alkoholkonsum gebracht werden kann.

Zur Entstehung bösartiger Schleimhautveränderungen wie Mundkrebs in der Mundhöhle führen vielfach schlechtgemachter Zahnersatz wie schlecht sitzende Zahnprothesen.

Mundkrebs, Mundhöhlenkrebs, Karzinom, Mund

Das Mundhöhlenkarzinom bzw. Mundkrebs gehört bei den Männern zu den zehn häufigsten Krebsarten, was meist auf die Risikofaktoren wie schlecht sitzende Zahnprothese mit regelmässigem Tabakkonsum und gleichzeitigem Alkoholkonsum sowie unzureichende Mundhygiene und lokale Reizfaktoren durch schlecht sitzenden Zahnersatz zurückzuführen ist.

Diagnose Mundkrebs

Wird der Mundkrebs bzw. ein Mundhöhlekarzinom nicht frühzeitig erkannt, kann dies tödlich sein.

Eine Früherkennung von Mundkrebs ist entscheidend für die erfolgreiche Behandlung, damit ein Mundhöhlenkarzinom nicht tödlich endet. Werden Beschwerden oder sichtbare Veränderungen in der Mundhöhle festgestellt, wird durch den Zahnarzt, Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder durch den Kieferchirurg eine Befragung bzw. Anamnese hinsichtlich der Beschwerde und deren Verlauf sowie mögliche Risikofaktoren und Begleiterkrankungen vorgenommen. Für die Diagnose von Krebs im Mundbereich wird die Mundschleimhaut in der Mundhöhle meist mit einem Spiegelgerät genauer angesehen. Bei Verdacht auf Mundtumor wird die gesamte Mundhöhle sowie die Lymphknoten am Hals abgetastet, um befallene Stellen und Ausdehnung vom Tumor beurteilen zu können. Bei Verdacht auf Mundhöhlen-Krebs werden bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchungen, Computertomografie oder Kernspintomografie eingesetzt die genauere Informationen über die Ausdehnung des Tumors liefern, denn diese geben Hinweise, ob der Tumor im Knochen eingewachsen ist oder bereits Metastasen in anderen Organen gebildet hat, das Tochtergeschwülste sind oder der Tumor in die Lymphknoten abgesiedelt hat.

Behandlung von Mundhöhlenkrebs

Die Behandlung von Mundhöhlenkrebs bzw. Therapie vom Mundhöhlenkarzinom besteht in der operativen Entfernung vom Mundhölentumor wobei der Tumor grossflächig herausgeschnitten wird, damit auch der Defekt durch ein Transplantat verschlossen werden kann.

Bei fortgeschrittenem Tumorstadium streut der Tumor in die benachbarten Lymphknoten sodass alle Lymphknoten einer oder beider Halsseiten entfernt werden müssen. Damit wird nebst dem Lymphknoten auch Muskelgewebe und Nervengewebe im Mundbereich und Gesichtsbereich entfernt, sodass nach der Operation mit teilweiser Bewegungseinschränkung im Kopfbereich und Schulterbereich zu rechnen ist. Die Strahlenbehandlung des umgebenden Gewebes und der Lymphknoten erfolgt im Normalfall im Anschluss an die Operation, um auch das restliche, operativ nicht erfasste Tumorgewebe im Mundbereich zu zerstören. Operationen in der Mundhöhle bergen Risiken wie alle Operationen, die Komplikationen verursachen können, im Besonderen je mehr Gewebe in der Mundhöhle vom Krebs befallen ist. Nach der Entfernung des Tumors kann der Defekt in der Mundhöhle Schwierigkeiten beim Essen, Trinken und Schlucken, oder beim Sprechen verursachen, was seltener ist. Der Mundhöhlenkrebs wird normal operiert und mit einer Strahlentherapie oder auch gleichzeitig mit Chemotherapie behandelt, was wiederum weitere Zahnprobleme bzw. Probleme betreffend Zähne, Zahnersatz, Kieferknochen und Zahnbehandlung haben kann. Die Röntgenbestrahlung verursacht Zellschäden, von denen sich gesunde Zellen rascher erholen, da sie die besseren Reparaturmechanismen besitzen, Tumorzellen die einfacher und anfälliger sind, sterben dagegen ab. Im fortgeschrittenen Tumorstadium kann eine Bestrahlung oder eine kombinierte Strahlen-Chemotherapie mit Zellgiften bzw. Zytostatika fast ohne Operation in Erwägung gezogen werden, wobei die Heilungschancen bei Mundkrebs meist geringer ist.

Operation im Mundhöhlenbereich

Bei den Operationen im Mundhöhlenbereich gibt es Risiken wie bei allen Operationen, so dass es zu Verletzungen von anderen Strukturen wie Nerven und Blutgefässen kommen kann, die Blutungen und Nachblutungeach sich ziehen können.

Infektionen im Besonderen im Bereich der Wunde vom Mundbereich sind bei den Operationen im Bereich der Mundhöhle nicht ausgeschlossen und führen Schlimmstenfalls zu einer Blutvergiftung. Blutgerinnsel bzw. Thrombosen und Embolien sind in der Regel im Bereich Mundhöhle selten. Über die Risiken der Narkose wird man vor der Operation durch einen Narkosearzt der auch als Anästhesist bezeichnet wird aufgeklärt. Der Anästhesist bespricht mit dem Patienten dessen individuelles Risiko, sodass die Narkose dementsprechend angepasst werden kann wie bei der Zahnbehandlung im Dämmerschlaf oder bei der Zahnbehandlung in Vollnarkose (Allgemeinanästhesie).

Nebenwirkungen der Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie wird auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft gezogen, wo die Nebenwirkungen je nach umfang der Bestrahlung im Bereich der Mundhöhle auch nicht ausbleiben, es werden aber grundsätzlich frühe und späte Strahlenschäden unterschieden.

Soferur ein kleiner örtlicher Bereich in der Mundhöhle sowie die umgebenden Lymphknoten bestrahlt werden, ist im Normalfall mit weniger Nebenwirkungen zu rechnen als bei ausgedehnter Strahlentherapie bei grossem Tumorleiden im Mundbereich, doch können im Einzelfall Reaktionen auf die Therapie sehr unterschiedlich sein, denicht alle Mundhöhlen-Patienten vertragen die Bestrahlung gleich gut. Ein frühes Zeichen von Strahlenschäden ist der Strahlenkater, der eine typische Reaktion vom Körper auf die plötzliche Strahlenbelastung ist und sich zeigt durch Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen, im Normalfall verschwinden diese Beschwerden aber wieder. Zu Reizungen der Haut und der Schleimhäute kommt es vor allem durch die starke Strahlenbelastung wo als Folge Entzündungen vom Zahnfleisch, Entzündung der Speiseröhre, Entzündung vom Magen und Entzündung vom Darm sowie der Harnblase erfolgen kann. Strahlenschäden an der Haut bzw. Strahlendermatitis ist ähnlich wie ein Sonnenbrand, doch durch Strahlenschäden können auch Lungenentzündungen entstehen. Zu grossflächigen Gewebezerstörungen und Geschwüren kommt es bei Spätschäden durch die Strahlentherapie.

 

Mundvorhof (Vestibulum)

Der Mundvorhof ist ein Teil von der Mundhöhle bzw. der Raum zur Lippe resp. Wange hin und von den Alveolarfortsätzen bzw. bogenförmigen Knochenteil des Oberkiefers und Unterkiefers begrenzt ist, in dem sich die Zahnfächer (Alveolen) befinden bzw. der oberen und unteren Zahnreihe.

Mundvorhof, Vestibulum, Schleimhaut, Wange

Mundhöhle bzw. Cavum oris ist die Körperhöhle zwischen Mund und Rachen und im engeren Sinne wird der Raum der Mundhöhle zwischen den Zahnreihen vom Oberkiefer und Unterkiefer resp. Raum zwischen Wangen, Lippen und Aussenseite der Zähne der als Mundhöhlenvorhof bzw. Vestibulum oris bezeichnete wird unterschieden.

Der Mundvorhof ist der Raum zwischen den Lippen / Wangen und den Zahnreihen bzw. beim Zahnlosen Kiefer, den in die Mundhöhle ragenden Fortsätzen der Kieferknochen (Alveolarfortsätze).

Der Mundvorhof wird vorne durch die Lippen, seitlich durch die Wange und innen durch die Zahnreihen mit den Alveolarfortsätzen begrenzt. Die auskleidende Schleimhaut ist im Bereich der Zähne fest mit dem Alveolarknochen verwachsen. Diese dem Knochen anhaftende Schleimhaut wird als Gingiva propria oder attached Gingiva bezeichnet. Die Gingiva propia als „Festsitzende Schleimhaut“ geht zum Zahn hin in die freie mariginale Gingiva bzw. bewegliches Zahnfleisch über. Zwischen den Zähnen befinden sich Zahnfleischpapillen. Die blassrosa erscheinende Gingiva propia bildet eine scharfe Grenzlinie zur dunkleren beweglichen Schleimhaut. Diese Grenze wird Mukogingivalgrenze genannt. Die bewegliche Schleimhaut des Alveolarfortsatzes geht im Bereich der Umschlagfalte in die Lippenschleimhaut und Wangenschleimhaut über. In den Mundvorhof münden die Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse und der Lippendrüsen und Wangendrüsen.

Mundboden

Die Grundlage vom Mundboden wird gebildet durch die Mundbodenmuskel bzw. dem Musculus mylohyoideus, der flächig zwischen dem Unterkiefer und dem Zungenbein ausgespannt ist.

Der Mundboden ist die untere Begrenzung der Mundhöhle bzw. der Mundboden ist ein mehrschichtiges Weichteilareal zwischen dem Unterkiefer und dem Zungenbein (Os hyoideum), das die untere Begrenzungsfläche der Mundhöhle bildet. Der flächige, zwischen Unterkiefer und Zungenbein ausgespannte Muskel (Musculus mylohyoideus) bildet dabei die Grundlage des Mundbodens. Im vorderen Bereich vom Mundboden zieht von der Mitte aus eine Schleimhautfalte zum Alveolarfortsatz, die als Zungenbändchen (Frenulum linguae) bezeichnet wird. Im vorderen Mundboden zieht das Zungenbändchen (Frenulum linguae) vom Unterkiefer zur Zunge. Rechts und links davon münden die Ausführungsgänge der unteren Speicheldrüsen. An ihrer Ausmündung unter der Zunge befindet sich jeweils eine kleine Erhebung, die als Caruncla sublingualis bezeichnet wird. Seitlich von dieser Erhebung liegt eine gleichnamige Schleimhautfalte im Mundboden, die Plica sublingualis.

Gaumen (Palatum)

Der Gaumen hat im Bereich der Zähne eine knöcherne Basis, während er im hinteren Anteil von Muskulatur gebildet wird.

Gaumen, harter Gaumen, weicher Gaumen

Der Übergang vom harten zum weichen Gaumen wird in der Regel erst bei Bewegung der Gaumenmuskulatur deutlich sichtbar.

Der Gaumen bildet das Dach der Mundhöhle und damit gleichzeitig die Abgrenzung zur Nasenhöhle.

Der eigentliche Gaumen ist der harte Gaumen, der von den Gaumenplatten gebildet wird, die sich vom Oberkiefer aus in die Tiefe der Mundhöhle erstrecken und aus den waagerechten Teilen beider Oberkiefer und Gaumenbeine, also aus vier durch Nähte miteinander verbundenen Knochenteilen, bestehen. Der Gaumen ist von einer gut durchbluteten drüsenhaltigen Schleimhaut überzogen. Die Gaumenschleimhaut geht vorn und seitlich in das Zahnfleisch über. Die Schleimhaut des Gaumens besitzt Querleisten bzw. Gaumenstaffeln.

Harter Gaumen (Palatum durum)

Die knöcherne Grundlage des harten Gaumens wird zum grössten Teil vom Gaumenfortsatz des Oberkiefers und nur im hinteren Bereich zusätzlich vom Gaumenbein gebildet. Die dem Knochen fest anliegende, straffe Schleimhaut enthält zahlreiche Falten. In der Mitte verläuft eine Längsfalte, die Raphe palati. Hinter den mittleren Schneidezähnen geht diese Längsfalte in einen stärkeren Wulst über, die Papilla incisiva. Zur Seite hin ziehen mehrere leicht geschwundene Querfalten zu den Alveolarfortsätzen hin.

Weicher Gaumen (Palatum molle)

Der weiche Gaumen, auch Gaumensegel genannt, ist beweglich und besteht aus einer mit Schleimhaut überzogenen Muskelschicht, die beim Schlucken für eine Abdichtung der Mundhöhle zur Nasenhöhle sorgt. Am Hinterrand des Gaumensegels befindet sich das Zäpfchen. Rechts und links vom Gaumensegel ziehen beidseits jeweils zwei Gaumenbögen nach unten. Zwischen den Gaumenbögen liegt auf jeder Seite eine Gaumenmandel. Der Übergang vom harten zum weichen Gaumen wird besonders deutlich, wenn man den Mund weit öffnet und Ah sagt. Man bezeichnet diese Grenzlinie zwischen hartem und weichem Gaumen deshalb auch als Ah- Linie. Diese Grenze wird jedoch noch besser sichtbar, wenn man bei geöffnetem Mund und geschlossener Nase versucht, durch die Nase auszuatmen. Man kann dann einen deutlichen Knick am Übergang vom unbeweglichen harten Gaumen zum beweglichen weichen Gaumen erkennen. Der Hinterrand von Oberkiefer- Totalprothesen (Vollprothesen) soll im Bereich der Ah- Line liegen.

Funktion der Mundhöhle

Die Mundhöhle hat eine vielfältige Funktion.
Die Mundhöhle dient als Beginn des Verdauungstraktes (Kopfdarm) und zur Nahrungsaufnahme, denn das Verdauungssystem beginnt mit dem Mund. Die Mundhöhle dient der Nahrungszerkleinerung und Nahrungsverdauung, wobei die Zähne, die einen Bissen festhalten, zerteilen und zermahlen können, in der Mundhöhle eine grosse Bedeutung haben. Die Lippen können mit ihrer feinen Empfindungsfähigkeit, Konsistenz und Temperatur einer Speise zu prüfen. Die Zunge ist nebst Mundschleimhaut, Rachens und des Kehldeckels besonders stark von Geschmacksknospen, den Geschmacksrezeptoren für süss, salzig, sauer und bitter, bedeckt. Die Geschmacksknospen machen zusammen mit dem Geruchssinn unseren Geschmackssinn aus. Ausserdem dient die Mundhöhle der Lautbildung und damit der Sprache. Die sie begrenzenden Wangen mit ihrer Muskulatur spielen eine wichtige Rolle bei der Mimik und damit der Kommunikation.

Mundhöhle

Die Mundhöhle stellt den ersten Abschnitt des Verdauungssystems dar.

Mundhöhle, Funktion, Lippen, Zunge, Wangen

Die Mundhöhle dient zusammen mit dem Speichel der Aufnahme und Vorbereitung der Nahrung für die weitere Verdauung im Magen- Darm- Trakt.

Vorne wird die Mundhöhle von den Lippen, seitlich von den Wangen, unten von Zuge und Mundboden und oben vom Gaumen begrenzt. Nach hinten geht der Mund im Bereich der Gaumenbögen in den mittleren Rachenabschnitt über. Die Mundhöhle ist von einer Schleimhaut (Mukosa) ausgekleidet, die aus einem mehrschichtigen Plattenepithel besteht. Durch Drüsenabsonderungen wird diese Schleimhaut feucht gehalten. An Stellen mit besonders starker mechanischer Beanspruchung, vor allem im Bereich der Gingiva (Zahnfleisch), ist die Schleimhaut verhornt.

Speichel-Funktion

Der Mudspeichel erfüllt mit den vielen verschiedenen Speicheldrüsen viele Aufgaben und hat eine vielfältige Speichel-Multifunktion denn sie hält die Mundschleimhaut feucht, spült die Zähne, löst Geschmackstoffe heraus und schwächt Säuren ab.

Speichel-Funktion, Speichel für Zahnreinigung

Speichel ist für das Gebiss wichtig, denn ohne Speichel würden die Zähne des Menschen innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren.

Erzeugt wird der Mundspeichel in drei grossen sowie mehreren kleinen Speicheldrüsen, denn der Speichel des Menschen befeuchtet die Mundhöhle, was das Schlucken, Sprechen und Schmecken ermöglicht.

Der Speichel im Mund sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und sorgt für ein erleichtertes Schlucken, beeinflusst aber auch das Riechen. Der Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung bzw. Mundhygiene. Physiologische Selbstreinigung ist die antiseptische (desinfizierende) Wirkung des Speichels die Zunge und Zähne reinigt. Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere im Mund gegenüber Krankheitserregern.

Speichel

Speichel kann dank seiner chemischen Inhaltsstoffe vielfältige Aufgaben erfüllen, denn Speichel ist nicht nur Wasser, er enthält auch Mineralsalze, Verdauungshilfsstoffe sowie Bakterien tötende Bestandteile.

Mundspeichel, Speichel neutralisiert Säuren

Der Speichel als Sekret der Speicheldrüsen mit seiner wichtigen Speichelfunktion wird vielfach im alltagssprachlichen Gebrauch vielerorts nur als Spucke bezeichnet.

Speichel wird als Körperflüssigkeit vom menschlichen Organismus im Bereich der Mundhöhle produziert, was als Salivation bzw. Speichelbildung bezeichnet wird und beim Erwachsenen täglich 0,5- 1,5 Liter Speichel ans Tageslicht kommt.

Der Hauptanteil an Speichel wird dabei von den drei grossen, paarig angeordneten Speicheldrüsen, der Ohrspeicheldrüse, der Unterkieferspeicheldrüse und Unterzungenspeicheldrüse abgesondert. Speichel enthält ca. 99% Wasser und Salze, bestehend aus Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphat, Chlorid und Fluorid sowie dem Eiweiss, abgeschilferte Epithelzellen, Blutzellen und Bakterien. Speichel erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben wie das Anfeuchten der Mundhöhle, Spülfunktion der Zähne, Lösen von Geschmackstoffen, Gleitfähig machen der Nahrung, Pufferung von Säuren bzw. die Neutralisation, Remineralisation der Zähne sowie die antibakterielle Wirkung und beginn der Kohlenhydratverdauung. Zunächst feuchtet Speichel mit seinem hohen Wasseranteil die Mundhöhle an. Dabei hat der Speichel eine reinigende, leicht antibakterielle Spülwirkung und kann gleichzeitig auch Geschmacksstoffe aus der Nahrung lösen. Schleimstoffe (Muzine) im Speichel machen die Nahrung gleitfähig für den Schluckvorgang, das Enzym alpha- Amylase (= Ptyalin) leitet die Kohlenhydratverdauung ein.

Speichel für die Zahnreinigung

Der Speichel sorgt im Mund für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und sorgt für das Ausschwemmen von Abfallprodukten das nicht zwischen die Zähne gehört.

Mineralspeicher, Speichel, Zahnreinigung

Für die Zähne hat Speichel betreffend Spülfunktion eine grosse Bedeutung, zwar kann Speichel den Zahnbelag (Plaque) nicht auflösen, aber die Zuckerkonzentration und Säurekonzentration auf der Zahnoberfläche durch Spülwirkung verringern.

Mit zunehmender Dicke des Zahnbelags nimmt die Spülwirkung jedoch ab. Der Speichelfluss wird durch Kauen sowie Reizung der Geschmacksrezeptoren bzw. Sinnesnerven angeregt. Die Speichelflussmenge wird somit durch den Kauvorgang individuell bestimmt.

Speichel kann Säureeutralisieren

Dünnflüssiger Speichel kann im Mund befindliche Säure neutralisieren und so das Kariesrisiko vermindern. Diese Wirkung wird auch als Pufferung von Säuren bezeichnet. Die Säuren können dabei aus der Nahrung stammen oder als Stoffwechselprodukt beim Abbau von Zucker durch Bakterien entstehen. Die Pufferkapazität ist bei den Zahnpatienten unterschiedlich, d.h. bei einigen Patienten kann der Speichel mehr Säure neutralisieren als bei anderen. Diese individuelle Pufferkapazität kann man messen. Dazu erfolgt eine Bestimmung des pH-Wertes, der ein Mass für den Säuregrad ist.

Remineralisation

Die im Zahnschmelz vorhandenen Bestandteile Kalzium, Phosphat und Fluorid können mit dem Speichel in Lösung gehen, was zu einer Entkalkung bzw. Demineralisation der Zahnoberfläche führen kann.

Andererseits können Kalzium, Phosphat und Fluorid aus dem Speichel in den Schmelz eingebaut werden und so eine Remineralisation von Entkalkungen im Anfangsstadium ermöglichen. Die Remineralisation wird dabei durch Fluoridzusatz und sorgfältige Plaqueentfernung deutlich beschleunigt. Zwischen dem Speichel und der Zahnoberfläche findet somit ein ständiger Austausch von Kalzium, Phosphat und Fluorid statt, den man im Rahmen von Prophylaxemassnahmen und Behandlungsmassnahmeutzen kann. Die auf den Zähnen befindliche Plaque kann durch die Speichelbestandteile verkalken, wodurch Zahnstein entsteht. Zahnstein setzt sich dabei im Wesentlichen aus Kalziumphosphat zusammen, das mit Geweberesten und Mikroorganismen vermischt ist. Zahnsteinablagerungen findet man daher vor allem im Bereich der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen an den Lingualflächen der unteren Frontzähnen und Bukkalflächen der oberen Molaren. Speichel hat eine Schutzwirkung vor Zahnkaries, doch die Kariesentstehung bzw. Kariesbildung wird begünstigt durch eine verminderte Speichelmenge, zähen, mukösen bzw. Schleimigen Speichel, Mangel an Kalksalzen im Speichel und verminderter neutralisierender Wirkung des Speichels.

Mundflora

Die Zusammensetzung der Mundflora, also der im Mund vorkommenden Bakterien ist bei jedem Mensch sehr verschieden. Besteht ein hoher Anteil an Kariesbakterien wie Streptococcus mutans und Laktobazillen, so ist das Kariesrisiko erhöht, denn die Bakterien können durch mikrobiologische Speicheltests nachgewiesen werden. Dabei können sowohl Art als auch Anzahl der Bakterien bestimmt werden.

Mundatmung

Die Mundatmung ist häufig Folge einer erschwerten oder behinderten Nasenatmung. Ein unzureichender Lippenschluss, ein offener Mund in den Nachtstunden oder einfach nur eine schlechte Angewohnheit können die Ursache sein. Durch diese Fehlfunktion können Kieferfehlbildungen entstehen. Weiterhin kommt es bei Mundatmung durch den ständigen Luftstrom zu einer andauernden Austrocknung der Mundhöhle, wodurch der Speichel seine Kariesschützende Wirkung nicht mehr entfalten kann.

Mineralienspeicher Speichel

Der Mundspeichel als Mineralspeicher enthält nebst Elektrolyten und Enzymen Immunglobuline bzw. Antikörper.

Speichel, Mund, Mineralienspeicher, Schutzsystem

Im Besonderen das Immunglobulin im Mund-Speichel dient der Abwehr von Krankheitserregern in der Mundhöhle.

Speichel als natürlicher Mineralspeicher

Speichel ist eiatürliches Schutzsystem des menschlichen Körpers und ist für die Gesundheit der Zähne sehr wichtig.

Zahnkaries entsteht, wenn die Zahnoberfläche von den Säuren angegriffen und entmineralisiert wird. Der Speichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zur Härtung und den Erhalt der Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht. Nach der Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den in der Nahrung enthaltenen Zucker zu Säure um. Speichel neutralisiert Säuren, die von Zahnschädigenden Bakterien (Kariesbakterien) gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen. Speichel vernichtet auch einen Teil der Krankheitserreger wie Bakterien und Kleinpilze, die in die Mundhöhle gelangen. Der Speichel enthält unter verschiedenem mineralische Bestandteile natürlicher Art, um diese Säuren zu verdünnen und abzubauen. Speichel fördert zusätzlich in den Zahnschmelz auch den Wiedereinbau (Remineralisation) Zahnhärtender Mineralien und wirkt somit der Entstehung von Karies entgegen.

Kauen stimuliert Speichelfluss

Kaugummis können auch als “Zahnbürstenersatz für Unterwegs” für die Zahnpflege benutzt werden.

Kauen stimuliert Speichelfluss, Kauen Kaugummis

Der Speichelfluss kann durch Kauen von Kaugummis angeregt werden.

Kauen stimuliert den Speichelfluss, das ganz normal während der Nahrungsaufnahme geschieht.

Kauen von speziellen Kaugummis mit dem Zuckeraustauschstoff Xylitol nach den Mahlzeiten produziert mehr Speichel und kann dadurch die Remineralisation des Schmelzes fördern und damit einer Karies vorbeugen. Durch regelmässiges Kauen von zuckerfreiem Kaugummi produziert man mehr Speichel und der Plaque-ph reagiert damit nicht sehr stark auf den Zucker. Die Zahnreinigung wird aber durch den Zahnpflege-Kaugummi nicht ersetzt. Obwohl die Zähne mit dem Zahnschmelz eine grosse Härte aufweisen, reagieren Zähne sehr empfindlich auf Säureeinwirkung vom Magen, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zähne so weicher, sodass Karies durch Magensäure entstehen kann.

Speichelfluss anregen

Der Speichelfluss (Salviation) ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen.

Speichelfluss anregen, Kauen, Kaubewegung

Mit Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen ist Speichelfluss gemeint, denn der Speichel sorgt für die natürliche Mundhygiene und ist für die Gesundheit der Zähne sehr wichtig.

Der Speichelfluss kann durch das Kauen angeregt werden, sodass der Mund nicht austrocknet und Zahnkaries verhindert werden kann.

Durch die angeregte Speichelbildung erfolgt nur ein erster Schritt für die Selbstreinigung der Mundhöhle. Zahnpflege-Kaugummis sind eine wertvolle Ergänzung zur Mundhygiene, besonders wenn man unterwegs keine Gelegenheit zu klassischen Mundhygiene hat. Für die Zahnprophylaxe zwischendurch bieten sich Zahnpflegebonbons und zuckerfreie Kaugummis an. Beim Kauen und Sprechen sowie durch die dem Brechakt vorausgehenden heftigen Bewegungen der Mundmuskeln und Schlundmuskeln wird die Speichelabsonderung vermehrt. Die in 24 Stunden abgesonderte Menge des Speichels wird auf 1,5 kg geschätzt (erwachsenen Menschen).

Mundspeicheldrüsen

Der Speichelfluss ist die Absonderung von Speichel aus den Mundspeicheldrüsen.

Speicheldrüsen, Mund, Speichel, Gaumen, Zunge

Bei den Mundspeicheldrüsen unterscheidet man zwischen den kleinen Lippendrüsen und den paarigen grossen Speicheldrüsen.

Der Speichelfluss ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen.

 

Der Speichel in den Speicheldrüsen und in den Ausführungsgängen ist noch nicht als Mundspeichel enthalten, denn der Speichel entsteht erst aus einer von den Speicheldrüsen gelieferten Muttersubstanz bei Zutritt der Luft. Bei den Mundspeicheldrüsen unterscheidet man zwischen den kleinen Drüsen, den Lippendrüsen, Speicheldrüsen der Wangenschleimhaut, Speicheldrüsen der Zunge, kleine Speicheldrüsen des harten Gaumen und dem weichen Gaumen sowie den paarigen, grossen Speicheldrüsen als Ohrspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse und Unterzungendrüse.

Speichelproduktion

Verantwortlich für die Speichelproduktion sind die kleinen und grossen Mundspeicheldrüsen.

Die grossen Mundspeicheldrüsen als Ohrspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse und Unterzungenspeicheldrüse erzeugen über 90 % vom Speichel. Den Rest an Mundspeichel erzeugen die kleinen Speicheldrüsen, die in der Mundschleimhaut verstreut zu finden sind.

Zu den grossen Speicheldrüsen gehören die Ohrspeicheldrüsen, Unterkieferspeicheldrüsen und Unterzungendrüsen.
Kleinen Lippendrüsen sind die Speicheldrüsen der Wangenschleimhaut, Speicheldrüsen der Zunge und die kleinen Speicheldrüsen des harten und weichen Gaumens.

Speicheldrüsen vom Mund

Die Ohrspeicheldrüsen (Glandula parotis) sind die die grössten Speicheldrüsen die ausserhalb vom Mundraum liegen und ein dünnflüssiges sowie eiweissreiches Sekret produzieren und in den Mundraum abgegeben wird über die Ausführungsgänge.

Die Ohrspeicheldrüsen liegen etwas unterhalb und vor dem Ohr und die Ausführungsgänge von den Ohrspeicheldrüsen enden gegenüber dem zweiten oberen Mahlzahn im Mundhöhlenvorhof. Das Speichelvolumen das beim Menschen täglich gebildet wird beträgt ca. 1-2 Liter bzw. es wird ca. 25`000 Liter Speichel im ganzen Leben produziert. Mund-Speichel besteht zu 99,5 % aus Wasser ist aber eine komplex zusammengesetzte Flüssigkeit mit einem durchschnittlichen pH-Wert von 6,7, abhängig von der Menge bzw. Fliessrate. Im Tagesverlauf kann die Speichelsekretion sehr stark schwanken und erreicht das Maximum während der Nahrungsaufnahme, in der Nacht ist die Speichelproduktion minim und hat meist dann unangenehme Folgen, wenn der Mund die ganze Nachtzeit geöffnet bleibt. Da die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen in der bakterienbesiedelten Mundhöhle enden, hat ein Versiegen vom Speichelfluss vielfach unangenehme Folgen, denn nur ein kontinuierlicher Speichelfluss kann das Eindringen der Keime in die Drüsen verhindern.

Speichel-Multifunktion

Der Speichel erfüllt verschiedene Aufgaben, denn Mundspeichel der auch als Spucke bezeichnet wird und das Sekret der Speicheldrüsen ist, verflüssigt zunächst die von den Zähnen zerkleinerte Nahrung, was den Transport zur Speiseröhre und das Schlucken erleichtert.

Speichelfluss, Kauen, Speicheldrüsen, Funktion

Die Enzyme im Speichel tragen zur Nahrungsverdauung bei.

Der Speichel erfüllt viele Aufgaben und hat eine Speichel-Multifunktion.

 

Der Speichel verflüssigt die von den Zähnen zerkleinerte Nahrung, was den Transport zur Speiseröhre und das Schlucken erleichtert und die im Speichel enthaltenen Enzyme tragen zur Nahrungsverdauung bei. Neben Elektrolyten und Enzymen enthält der Speichel auch Immunglobuline (Antikörper), das zur Abwehr von Krankheitserregern in der Mundhöhle dient. Die Speichelabsonderung erfolgt nur dann, wenn die an die Speicheldrüsen tretenden Fasern vom Nerv direkt oder reflektorisch gereizt werden. Der Speichel ist in den Speicheldrüsen bzw. in deren Ausführungsgängeicht enthalten, denn er entsteht erst aus einer von den Speicheldrüsen gelieferten Substanz bei Zutritt der Luft.

Speichel als natürliches Schutzsystem

Speichel ist eines der wichtigsten natürlichen Schutzsysteme des menschlichen Körpers

Der Speichel ist eiatürliches Schutzsystem des menschlichen Körpers und ist sehr wichtig, denn Speichel ist für die Neutralisation von Säureach dem Essen oder Trinken zuständig und auch für die Remineralisation des Zahnschmelzes durch die enthaltenen Mineralien. Der Speichel enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säure braucht. Durch Kaugummikauen kann der Speichelfluss verstärkt werden. Dieses erhöhte Speichelflussvolumen enthält auch eine besonders hohe Konzentration an Mineralien und verfügt damit über eine noch höhere Neutralisierungskapazität. Medikamente wie Psychopharmaka und bestimmte blutdrucksenkende Mittel hemmen den Speichelfluss. Wenn die Speichelbildung vermindert ist, spricht man von “Xerostomie” und bei vermehrter Speichelbildung von “Ptyalismus”.

Speichel hat eine Multifunktion

Die Speichelabsonderung erfolgt nur, wenn die an die Speicheldrüsen tretenden Fasern des Nervs direkt oder reflektorisch gereizt werden.

Die Speichelsekretion ist unterschiedlich und schwankt stark im Tagesverlauf. Die Speichelsekretion ist am höchsten bei der Nahrungsaufnahme oder beim kauen von Kaugumi. Speichel wird auch in der Nacht produziert, denn ein Versiegen des Speichelflusses hätte unangenehme Folgen. Da die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen in der dicht bakterienbesiedelten Mundhöhle enden, kanur ein kontinuierlicher Speichelfluss das Eindringen der Keime in die Drüsen verhindern. Der Speichel enthält chemisch gelöste Mineralbestandteile der Zahngrundsubstanz und so repariert der Mundspeichel, die Zahnoberfläche dauernd, die durch mechanische und chemische Einflüsse angegriffen wird. Die Regeneration der Zähne ist wichtig, denn ist das Gleichgewicht in der Mundhöhle gestört, kann sich rasch Zahnkaries entwickeln, was kariöse Läsionen auslösst.

Speichel der Mundhöhle hat Reinigungsfunktion

PH-Wert vom Speichel

Der Speichel ist in den Speicheldrüsen oder in deren Ausführungsgängeicht bereits als Mundspeichel enthalten, denn der Speichel entsteht erst aus einer von den Speicheldrüsen gelieferten Muttersubstanz bei Zutritt der Luft.

PH-Wert Mundspeichel, Mund, Säureattacken

Beim Speichel liegt eiormaler pH-Wert bei 7 bis 7,1, was einem neutralen oder leicht basisches Milieu entspricht. Der Speichel kann mit diesem Wert seine wichtigsten Funktionen, die Remineralisierung des Schmelzes nach (ernährungsbedingten) Säureattacken sowie die Verdauung der Kohlenhydrate optimal ausführen. Der Speichel reagiert alkalisch und enthält durchschnittlich 0,5 % feste Bestandteile. Wenn der Speichel zu sauer ist (Übersäuerung), sind diese Funktioneicht immer gewährleistet und hat Auswirkungen auf den Zustand des Zahnfleisches. Entzündungsbereitschaft und Schmerzanfälligkeit sind bei Übersäuerung des Speichels erhöht und die Wundheilungstendenz im Mund wird damit verschlechtert. Häufige Ursachen für eine Übersäuerung sind falsche Ernährungsgewohnheiten oder auch anatomische Fehlanlagen, die Magensäure zu einem Rückfluss vom Magen in die Speiseröhre führen. Saures Aufstossen ist meist die Folge eines ungenügenden Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen.

Speichelsteine

Viele Patienten wurden bis vor wenigen Jahren bei der Diagnose “Speichelstein” operiert, wobei die Speicheldrüse gänzlich entfernt wurde.

Speichelstein, Speichel, Speicheldrüse, Drüsen

Speichelsteine entstehen vielfach in der in der Unterkieferspeicheldrüse wo sich Salze im eingedickten Speichel lagern und sich zu kristallinen Strukturieren und sich vor den Ausführungsgang der Drüse verlegen.

Entstehung der Speichelsteine

Die Speichelsteinbildung im Mund wird als Sialolithiasis bezeichnet, was den Abfluss vom Speichel behindert und eine sekundäre Entzündung begünstigt, so dass eine Speicheldrüsenentzündung entstehen kann.

Ein Speichelstein ist, auch wenn dieser Beschwerden verursacht nicht bösartig, die Symptome werden aber vielfach mit der Gebissarthrose verwechselt, denn die ersten Anzeichen der Gebissarthrose bzw. für eine Arthrose im Kiefergelenk sind Reibegeräusche, Knackgeräusche und Knirschgeräusche im Mund, denn die Kiefergelenkarthrose ist eine Verschleisserkrankung der Kiefergelenke die meist durch eine mechanische Abnutzung der knorpeligen Gelenkflächen hervorgerufen wird und dabei die Beweglichkeit des Kiefers meist eingeschränkt ist.

Speichelsteine, Speichelsteinentfernung, Speichel

Damit im Mund immer genügend Speichel vorhanden ist und der Speichelstein keine Probleme verursachen kann, sollte der Stein entfernt werden.

Grund für die Entstehung von Speichelstein ist eine veränderte Zusammensetzung vom Speichel, der ein Verklumpen der festen Bestandteile und Salze fördert.

Das Vorhandensein von Speichelsteinen in der Mundhöhle muss nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen, denn Betroffene werden meist erst auf die Speichelsteine aufmerksam, wenn diese so gross sind, so dass sie sich tasten lassen oder der Speichelfluss blockiert wird. Die Speichelsteine bestehen aus konzentrischen Anlagerungen, vorwiegend aus Calciumphosphat, so dass die Speichelsteine die Drüsenabgänge verstopfen können und es zu einem Rückstau vom Speichel in die Drüse kommt. Bei der Speichelsteinbildung (Sialolithiasis) zeigen sich aszendierende Entzündungen mit nahrungsabhängiger, vielfach sehr schmerzhafter Schwellung durch die Sekretabflussbehinderung, teilweise eine Entzündung mit Fistelbildung in Mundhöhle oder der Haut. Die betroffene Drüse schwillt an und schmerzt meistens beim Essen, denn durch denn vermehrt produzierten Speichel durch das Kauen, werden die Schmerzen verstärkt, sodass eine Rötung der Haut oder auch Fieber auftreten können. Bis vor wenigen Jahren mussten viele Patienten bei der Diagnose “Speichelstein” operiert werden, wobei die Speicheldrüse ganz entfernt wurde. Das Entfernen der betroffenen Drüse ist mit Risiko verbunden, denn benachbarte Strukturen wie die Gesichtsnerven liegen sehr nahe und können bei der Operation verletzt werden, weshalb die Schonung der Gesichtsnerven und dereebenwirkungsarme höchste Priorität hat.

Speichelsteinentfernung

Die Therapie bzw. Speichelsteinentfernung bei Speichelsteinen wie in den Ohrspeicheldrüsen und Unterkieferdrüsen sowie entsprechenden Gangabschnitten ist die drüsenerhaltende, sonografisch kontrollierte Extrakorporale Stosswellenlithotripsie die beste Wahl.

Normal gelingt die Speichelsteinentfernung durch die vollständige Steindesintegration mit Stosswellenlithotripsie immer, so dass die Speichelsteinbruchstücke als sandartiges Material mit Hilfe medikamentöser Speichelflussanreger über deatürlichen Drüsenausführungsgang ausgeschieden werden. Speicheldrüsen gibt sechs grosse und mehrere kleine auf jeder Seite des Kiefers, dabei sind die Ohrspeicheldrüse und die Unterkieferdrüse die zwei wichtigsten, denn diese Drüsen produzieren gesamthaft über 90 % vom Mundspeichel, demzufolge befinden sich dort auch die meisten Speichelstein-Erkrankungen.

Speichelsteine im Mund sind die häufigste Ursache für die Speicheldrüsenkrankheiten in der Mundhöhle wie die Speicheldrüsenentzündung.

Speichelsteine, Mund, Mundhöhle, Speicheldrüse

 

Die Speichelsteinbildung im Mund wird als Sialolithiasis bezeichnet, was den Abfluss vom Speichel behindert und eine sekundäre Entzündung begünstigt, so dass eine Speicheldrüsenentzündung entstehen kann.

Die Speichelsteine bestehen aus Kalziumphosphat und Kalziumkarbonat und können 2 mm oder auch 2 cm gross sein und können so den Ausfü

hrungsgang einer Speicheldrüse verschliessen.

Speichelsteine sind die häufigste Ursache für eine Speicheldrüsenfunktionsstörung die meist im Alter von 30 bis 50 Jahren bei der drei grossen Kopfspeicheldrüsen vorkommen, Speichelsteinbildungen können aber auch bereits im Kindesalter beobachtet werden. Speichelsteine im Mund sind die häufigsten Ursachen für die Speicheldrüsenentzündung die wegen Speichelstau behandelt werden müssen und treten meist in den grossen paarigen Kopfspeicheldrüsen auf, ca. 10% in der Ohrspeicheldrüse als grösste Kopfspeicheldrüse (Glandula parotis), ca. 83% in der Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) und ca. 7 % in der Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis) sowie in allen Drüsenausführungsgängen auf. Der Fach-Zahnarzt oder HNO-Facharzt untersucht meist den Speichelstein je nach Lage und Ausprägung genauer durch Sichtbefund, Tastbefund und mittels Ultraschall, sodass die genaue Grösse und die Lage vom Speichelstein im Gang oder in der Drüse festgestellt werden kann. Wenn es zu einer Speichelstauung durch einen Stein im Gang kommt, kann sich die Drüse entzünden, sodass eine antibiotische Therapie begonnen werden muss, damit keine Gefahr einer generalisierten Ausbreitung der Entzündung entsteht. Sofern es kleine Speichelsteine sind, kann versucht werden, den Speichelfluss durch Massage, süsssaurem Essen oder Kaugummi kauen zu erhöhen und den Stein auszuschwemmen. Um die Speicheldrüse zu stimulieren können auch Medikamente eingesetzt werden sowie die extrakorporale Stosswellenlithotripsie oder die Sialendoskopie, denn damit kann bei Speichelstein mit Speichelstau eine chirurgische Drüsenentfernung mit dem Risiko von Gesichtsnervverletzung und Narben meist vermieden werden. Extrakorporale Speichelsteinzertrümmerung bzw. Lithotripsie, EWSL als Stosswellenbehandlung ist besser bekannt unter Nierensteinzertrümmerung.

Speichelstein und Stosswellenlithotripsie

Verletzungen der Gesichtsnerven und Operationsrisiken werden mit der Stosswellenlithotripsie vermieden, denn sie ist schonend und relativ schmerzlos, was sehr selten eine örtliche Betäubung erfordert.

Bei grösseren Speichelsteinen der Ohrspeichelkieferdrüsen sowie Unterkieferdrüsen und den Gangabschnitten ist die drüsenerhaltende, sonografisch kontrollierte Extrakorporale Stosswellenlithotripsie eine gute Wahl, denn Verletzungen der Gesichtsnerven bzw. Operationsrisiken werden mit der Stosswellenlithotripsie vermieden. Die Steindesintegration werden die Speichelsteinbruchstücke als sandartiges Material mit Hilfe medikamentöser Speichelflussanreger über deatürlichen Drüsenausführungsgang ausgeschieden. Speichelsteine findet man auch bei den kleinen Drüsen, bevorzugt bei Lippen und Wange.

Mundtrockenheit

Wenn der Mund durch Stress trocken wird, ist das eine vorübergehende Mundtrockenheit.

Mund trocken, trockener Mund, kein Speichel

Vielfach liegt bei Mundtrockenheit die Ursache für die Reduktion des Speichelflusses in Nebenwirkungen von Medikamenten, denn es gibt mehr als 400 hemmende Medikamente auf dem Markt, die den Speichelfluss hemmen oder fast ganz verhindern.

Ein trockener Mund verursacht durch geringen Speichelfluss ist sehr unangenehm, denn durch die Mundtrockenheit entstehen Probleme beim Sprechen.

Die Speichelproduktion bzw. verminderte Speichelsekretion kann auch durch Autoimmunkrankheiten oder Rauchen beeinträchtigt sein.

Zur Störung der Speicheldrüsensekretion und damit zu Mundtrockenheit kommt es unter anderem durch Stoffwechselstörungen, bedingt durch verschiedene Ursachen wie Medikamente, Strahlen-Therapie, Stress und Depressionen, Vitaminmangel, Diabetes und verschiedenen Krankheiten, aber auch das Alter, kann der Grund für Speichelmangel sein.

Munspeichel, Mundtrockenheit, Xerostomie

Xerostomie ist eine häufige Nebenwirkung verschiedener Arzneimittel, wie Anticholinergika, Atropin bzw. Hyoscyamin, Diuretika oder Psychopharmaka.

Problem der Mundtrockenheit im Alter

Mit zunehmendem Alter verschärft sich das Problem der Mundtrockenheit, vielfach aber auch durch vermehrte Einnahme von Medikamenten, was zu vermehrten Erkrankungen wie Zahn-Karies, Kariöse Läsionen und Zahnfleischentzündung führt.

Ungenügende Einnahme von Getränken erzeugt Mundtrockenheit und wird durch die natürliche Alterung der Speicheldrüsen zusätzlich verstärkt, welche weniger Speichel produzieren. Mundtrockenheit durch Nebenwirkung von Medikamenten für Herzkreislauf wie gegen hohen Blutdruck, Betablocker oder Medikamente gegen Depression sowie gegen Parkinson sind im Alter sehr häufig. Auch Medikamente gegen Asthma oder Schlafmittel, Bestrahlungstherapien im Bereich der Speicheldrüsen oder Chirurgische Eingriffe im Bereich der Speicheldrüse können Mundtrockenheit auslösen.

Folgen von Mundtrockenheit

Mundtrockenheit bzw. Trockenheit der Mundhöhle wird als Xerostomie bezeichnet und bedeutet meist eine Störungen der Speicheldrüsensekretion.

Mundtrockenheit, Xerostomie, Alter, Mundhöhle

Als Xerostomie wird die Mundtrockenheit bezeichnet bzw. die mangelhafte Benetzung der Mundschleimhaut als orale Mukosa durch Speichel im Rahmen einer Hyposalivation, was sich vielfach durch starken Mundgeruch bemerkbar macht.

Schlucken oder ein gestörter Geschmacksinn sind vielfach Folgen von der Mundtrockenheit wie auch erschwertes Kauen.

Die Entfernung von Speicheldrüsen wegen Speichelstein, Speicheldrüsenentzündung, eine Strahlentherapie oder fieberhafte Allgemeinerkrankungen können Ursache der Mundtrockenheit bzw. Xerostomie sein. Durch die Mundtrockenheit können verstärkte Blutungsneigung, schmerzhafte Stellen an der Mundschleimhaut, Zungenbrennen und Mundbrennen oder auch eine schlechte Haftung der Zahnprothese (ohne Speichel), verbunden mit Schmerzen entstehen, denn bei Prothesen können Brennen auf der darunter liegenden Schleimhaut stark störend wirken.

Probleme beim tragen der Zahnprothese gibt es meist immer, denn der Prothesenhalt wird durch die Mundtrockenheit durch ungenügende Speichelmenge immer in leidenschaft gezogen, sodass die Prothese schlecht sitzt.

Mundtrockenheit, trockener Mund, Xerostomie

Erkrankungen der Speicheldrüsen wie Sjögren-Syndrom oder Begleiterscheinungen bei bestimmten Krankheiten (Diabetes, Morbus Parkinson, Depression), Schlafen mit geöffnetem Mund, Tumor in der Mundhöhle etc. lassen eine Mundtrockenheit in erscheinung tretten.

Mundtrockenheit / Xerostomie

Mundtrockenheit ist meist eine Begleiterscheinung von Medikamenten und Erkrankungen.

Eine Mundtrockenheit kann als Begleiterscheinung von Erkrankungen auftreten, aber auch durch Medikamente wie blutdrucksenkende Mittel und Psychopharmaka hervorgerufen werden.

Mundtrockenheit, Xerostomie, Schlucken, Mund

Bei Patienten mit Mundtrockenheit bzw. Xerostomie fehlt der klare Flüssigkeitsspiegel am Mundboden, sodass die Mundschleimhaut gerötet und schmerzempfindlich ist.

Wenn zu wenig Speichel bzw. geringer Speichelfluss vorhanden ist, werden durch die Mundtrockeheit aggressive Säuren im Mund nicht neutralisiert, so dass Zahn-Karies bzw. die Kariesbildung rasch zunimmt.

Menschen, die unter Speichelmangel leiden, wenn der Speichelfluss bzw. die Speichelfunktion nicht gewährleistet ist besitzen ein erhöhtes Risiko, an Karies oder Parodontitis zu erkranken, da die Schutzwirkung vom Speichel fehlt. Der fehlende Speichelfluss hemmt damit auch die Selbstreinigung von Zunge und Zähne bzw. die Mundhygiene.

Symptome von Mundtrockenheit:

Durst
Schluckbeschwerden
Schaumige Mundflüssigkeit
Sprechstörungen
Geschmacksstörungen
Zungenbrennen
Schmerzen
Mundgeruch

Die Therapie gegen Xerostomie als Trockenheit vom Mund richtet sich nach der auslösenden Ursache, denn „Zuckerfreie Kaugummis“ regen den Speichelfluss an wie Naturvölker das mit Schicken machen, ist aber nicht immer das Allheilmittel und so können auch Speichelersatzmittel angewendet werden, denn Speichelersatzstoffe wirken lindernd.

Trockener Mund

Der medizinische Ausdruck für Mundtrockenheit (trockener Mund) ist “Xerostomie”.

Zum Schutz vor Karies sollten im Besonderen bei trockenem Mund Fluoridspülungen verwendet werden die zusätzlich mit einer guteotwendigen Mundhygiene unterstützt wird.

Zuckerfreie Kaugummis gegen Mundtrockenheit

Zuckerfreie Kaugummis regen den Speichelfluss an, so dass der Mund nicht ganz trocken gelegt wird und fördern somit die Zahngesundheit und damit auch die Mundhygiene.

Mundtrockenheit bezeichnet die Trockenheit der Mundhöhle, die verschiedene Ursachen haben kann.

Die Mundtrockenheit ist eine häufige Nebenwirkung verschiedener Arzneimittel, wie Anticholinergika, Atropin oder Psychopharmaka. Die Ursachen für den trockenen Mund können auch Krankheitsbilder, wie Sialadenitis, Sjögren-Syndrom oder auch Heerfordt-Syndrom sein. Auch kann die Entfernung von Speicheldrüsen, eine Strahlentherapie oder eine fieberhafte Allgemeinerkrankung Ursache der Mundtrockenheit sein.

Bei trokenem Mund gibt es subjektive Symptome :

Kaubeschwerden beim Verzehr von trockener Nahrung (Kauapparat bzw. Kausystem)
Schluckbeschwerden beim Leer schlucken
Geschmacksstörungen
Sprechstörungen durch Adhäsionskraft der Schleimhaut
schmerzhafte Stellen im Mund und Taubheitsgefühl
Zungenbrennen oder Mundbrennen
Mundgeruch
Zahnfleischbluten oder Zungenbluten
Prothesenunverträglichkeit mit fehlender Haftfähigkeit und Druckstellen

Trockener Mund durch Mundatmung

Die Behandlung von Mundtrockenheit bzw. Xerostomie ist oft schwierig, denn häufig liegt die Ursache vom trockenen Mund in einer Mundatmung, welche durch verengte oder verstopfte Nasenwege verursacht wird.

Eine Unterfunktion der Speicheldrüsen kann verschiedene Ursachen haben, denn der Patient hat neben dem unangenehmen trockenen Gefühl im Mund unter Umständen auch erhebliche Beschwerden an der Mundschleimhaut und der Zunge, was sich wiederum auch auf das Sprechverhalten auswirken kann, denebst den Zähnen ist die Zunge als Muskelkörper ein wichtiger Bestandteil der Sprachbildung. Gleichzeitig können Prothesenempfindlichkeit (Prothesenunverträglichkeit) und eine erhöhte Kariesaktivität die Folge einer zu geringen Speichelsekretion sein. Unter der Prothesenunverträglichkeit versteht man Prothesenstomatitis bzw. Unverträglichkeitserscheinungen in Form von Mundschleimhautentzündungen und subjektiven, symptomatischen Beschwerden nach der Eingliederung von herausnehmbarem Zahnersatz. Tatsächlich kann eine Mundtrockenheit der Indikator einer ernsten systemischen Erkrankung oder exokrinen Drüsendysfunktion sein.

Die Mundtrockenheit ist ein häufiges Beschwerdebild bei der älteren Bevölkerung, die unter einer Erkrankung des rheumatischen Formenkreises leiden.

Häufigste extraorale Symptome bei trockenem Mund:

Trockenheit der Nasenschleimhaut mit Schorfbildung und Nasenbluten
Geruchsstörungen
Augentrockenheit mit Augenbrennen
Trockenheitsgefühl im Hals mit Heiserkeit und chronischem Husten Hauttrockenheit
Verdauungsstörungen mit Sodbrennen, Verstopfungen, Appetitlosigkeit, Brechreiz und Durchfall
Miktionsbeschwerden mit verstärktem Harndrang

Trockener Mund

Geringen Speichelfluss lösst trockener Mund, bzw. eine Mundtrockenheit aus.

Ein trockener Mund, verursacht durch geringen Speichelfluss, ist sehr unangenehm und Mundtrockenheit (Xerostomie) erhöht das Risiko von Karies bzw. Zahnfäule, Erosionen resp. Abtragungen von Zahnschmelz und Zahnbein sowie Schleimhauterkrankungen wie Entzündung Mundschleimhaut, Mundschleimhauttumore etc.

Durch die Mundtrockenheit entstehen Probleme beim Sprechen sowie Schlucken mit trokenem Mund oder ein gestörter Geschmacksinn sind mögliche Folgen wie auch erschwertes Kauen. Durch den trockenen Mund über längere Zeit bzw. durch die Mundtrockenheit können verstärkte Blutungsneigung, schmerzhafte Stellen an der Mundschleimhaut, Mundbrennen und Zungenbrennen sowie eine schlechte Haftung der Prothese, verbunden mit Schmerzen entstehen.

Ein trockener Mund resp. die Mundtrockenheit verhindert eine Selbstreinigung der Mundhöhle bzw. die natürliche Mundhygiene von Mundhöhle mit Zunge, Zahnfleisch und Zähnen, denn Zähne haben viele Aufgaben.

 

Mundtrockenheit kann auch Risse an Lippen und Mundschleimhaut entstehen lassen.

Trockener Mund, vermindertem Speichelfluss im Alter

Bei Vollprothesen kann der Speichel plötzlich wegbleiben und ohne Mundspeichel kann die Prothese nicht halten sodass Brennen auf der darunter liegenden Schleimhaut entstehen kann, was auch das Wohlbefinden stark stören kann.

Der Prothesenhalt kann bei trockenem Mund stark in Leidenschaft gezogen werden, denn dadurch entsteht eine auch eine “Schlechtsitzende Zahnprothese” wie wenn keine Prothesenpflege erfolgt. Ungenügende Flüssigkeitszufuhr erzeugt Mundtrockenheit und wird durch die natürliche Alterung der Speicheldrüsen zusätzlich verstärkt, welche weniger Mund-Speichel produzieren, denn verschiedene Ursachen führen im Alter zu vermindertem Speichelfluss, so Nebenwirkung von Medikamenten für Herz- und Kreislauf bzw. hoher Blutdruck, Betablocker, Medikamente gegen Depression oder gegen Parkinson. Auch Medikamente gegen Asthma oder Schlafmittel können Mundtrockenheit auslösen. Bestrahlungstherapien im Bereich der Speicheldrüsen oder Chirurgische Eingriffe im Bereich der Speicheldrüse führen zu Mundtrockenheit. Erkrankungen der Speicheldrüsen, z.B. Sjögren-Syndrom oder Begleiterscheinungen bei bestimmten Krankheiten wie Diabetes, Morbus Parkinson, Depression, Schlafen mit geöffnetem Mund bzw. nachts die Mundatmung oder Tumor in der Mundhöhle lassen eine Mundtrockenheit in Erscheinung treten.

 

   

 Spezielle Zahnprobleme der Stubentiger
Neue Therapie bei FORL

Dr. Gerhard Biberauer
(Member of EVDS – European Veterinary Dental Society)

Mehr als 50 % aller Katzen haben Zahnprobleme. Das hören Tierbesitzer beinahe täglich in der Fernsehwerbung. Und tatsächlich, Katzen sind von speziellen Zahnproblemen betroffen: Es treteeben den bekannteren Zahnkrankheiten wie Plaque, Zahnstein, Zahnfleischentzündung, Parodontitis, Frakturen und Fehlstellungeoch zwei spezifische und sehr schmerzhafte Erkrankungen auf.

Bei den Zahn-Resorptionsläsionen (FORL- Feline Odontoclastic Resorptive Lesion) handelt es sich um eine sehr häufig auftretende Erkrankung (zwischen 30 – 70 % der Katzen je nach untersuchter Katzenpopulation in verschiedenen Studien). Diese Läsionen, die sichtbar vor allem die Zahnhälse auflösen, sind meist sehr schmerzhaft und führen ohne Behandlung oft zum Abbrechen der Zähne. Dabei könneatürlich Wurzelreste im Kiefer bleiben, die wiederum häufig neue Probleme verursachen.

Die Ursache der Zahnhalsresorption ist weitgehend unbekannt. Erwiesen ist nur die Förderung dieser Erkrankung durch dieselben Bakterien die Zahnstein, Gingivitis und Parodontitis auslösen. Die Vermutung, dass diese Erkrankung durch die Haltung in Wohnungen oder durch die „neueren“ Futtermittel (sowohl Feucht- als auch Trockenfutter) vermehrt vorkommt, konnte nicht belegt werden. Im Gegenteil die Erkrankung wurde bereits um 1920 in wissenschaftlichen Untersuchungen beschrieben und neuerdings an Katzenskeletten aus dem Mittelalter nachgewiesen.

Wichtig ist bei FORL jedenfalls eine genaue Diagnose durch intraorale Zahnröntgen. Denn Dental-Röntgen eröffnet eine neue Therapie bei FORL. 67% der Katzen leiden unter röntgenologisch verifizierbaren FORL. Nur 12,6 % der FORL sind klinisch sichtbar. Das Dentalröntgen eröffnet aber auch eine neue therapeutische Möglichkeit. Viele beginnende Wurzelresorptionen unter dem Zahnhals und sogenannte “ghost roots” werden ohne Röntgen übersehen.

 

Zahnröntgen unverzichtbare Voraussetzung

Ein Zahnröntgen ist absolute Voraussetzung für diese Therapie, da kein Zusammenhang zwischen Gingival- oder Parodontalerkrankung und Wurzelresorption besteht, im Gegenteil:
Bei einer schweren Parodontalerkrankung kommt es seltener zu Ab- und Umbau der Zahnwurzeln von mit FORL befallenen Zähnen. Bei chronischer Mundhöhlenentzündung (Gingivitis-Stomatitis oder “Plasmazellgingivitis”) und bei schwerer Parodontitis ist diese Methode nicht indiziert, da hier meist Wurzeln vom Typ 1 vorliegen und diese vollständig entfernt werden müssen.

Die chronische Mundhöhlenentzündung (FC-GS Feline Chronic Gingivitis-Stomatitis, oder Plasmazellgingivitis) ist die zweite spezielle Katzenkrankheit.

Diese noch schmerzhaftere chronische Entzündung der gesamten Mundhöhle ist eine Erkrankung bei der die Katzen wegen der Schmerzen tatsächlich zu fressen aufhören. Diese eher selten vorkommende Erkrankung (0,5 – 1,5%) wird ebenfalls durch Bakterien und Viren gefördert. Weitere Ursachen sind geschwächte Immunität oder eine falsche Immunantwort der Katze. Die genaue Entstehung der Krankheit ist aber ebenfalls noch unklar. Festgestellt wurde lediglich eine vermehrte Infiltration mit sogenannten Plasmazellen, deswegen auch der Name Plasmazellgingivitis.

Meist ist auch hier die einzig wirksame Behandlung die Entfernung aller Zähne in der hinteren Mundhöhle. Zur Heilung auf Dauer muß die Katze bei dieser Erkrankung oft zusätzlich mit Antibiotika und Immunsuppressiva behandelt werden.

Es gibt auch noch andere seltenere Krankheiten des Immunsystems, wie „Eosinophiles Granulom“, bei dem an Schleimhautübergängen und in der Mundhöhle meist umschriebene knotige Veränderungen auftreten. Ist die Diagnose gesichert können sie chirurgisch, mit Immunsuppressiva oder mit Homöopathie behandelt werden.
Natürlich gibt es auch in der Mundhöhle Tumoren, die entweder vom zahnbildendem Gewebe oder von den übrigen Geweben ihren Ursprung nehmen. Generell gilt, dass Tumoren, wenn sie frühzeitig erkannt werden, oft noch behandelt werden können.

Auch bei Katzen gilt Vorbeugung ist besser als Heilen:
Für die beiden spezifischen Zahnerkrankungen der Katze sowie zur Verhinderung aller anderen Zahnerkrankungen der Katze hilft regelmäßige Mundhygiene – sprich Zähneputzen. Dies ist oft schwierig. Deshalb gibt es auch spezielle Gels oder Kauröllchen, die zur Vorbeugung verwendet werden. Die wiederholte Zahnreinigung beim Tierarzt oder die Umstellung auf spezielles Trockenfutter tragen ebenfalls zur Zahngesundheit der Stubentiger bei.

Die häufigste Ursache dieser Tumoren sind mechanische Irritationen (z. B. scharfe Zahnkanten oder schlecht sitzende Prothesen, die an der Zunge oder Wangenschleimhaut scheuern), ein schlechter Ernährungsstatus, schlechte Mundhygiene sowie chronische Einwirkung karzinogener Substanzen wie Tabakrauch in Verbindung mit Alkohol.

Epidemiologie

Die Karzinome der Mundhöhle treteach der 5. Lebensdekade auf und haben einen Gipfel zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Die Mortalität des Mundhöhlenkarzimoms weist geographische Unterschiede auf, in Frankreich ist sie z. B. viermal so hoch wie in Deutschland. Das Mundhöhlenkarzinom liegt mit 6 % aller Krebserkrankungen weltweit an 6. Stelle.

Pathologie

Entstehung

Das Entstehen eines Mundhöhlenkarzinoms vollzieht sich in den seltensten Fällen ohne Präkanzerosen, welche – abhängig von der Wahrscheinlichkeit einer Entartung – in fakultative (geringe Wahrscheinlichkeit) und obligate (Wahrscheinlichkeit ≥ 30 %) Präkanzerosen unterteilt werden. Eine fakultative Präkanzerose des Mundhöhlenkarzinoms ist die Leukoplakie und findet sich am häufigsten auf der Wangenschleimhaut und im Mundwinkel. Die obligaten Präkanzerosen sind insgesamt seltener als Leukoplakien und häufig schon zum Zeitpunkt der Diagnose bösartig (maligne) entartet. Hierzu gehört z. B. der Morbus Bowen (bzw. Erythroplasie Queyrat), sie sind oft an der Gingiva oder der Zungenunterseite lokalisiert.

Lokalisation

Exulcerierendes Carcinom des hinteren Zungendrittels

Plattenepithelkarzinom bei 40-jährigem Raucher

Nach einer Studie des DÖSAK (Deutsch-Österreichisch-Schweizerischer Arbeitskreis für Tumoren im Kiefer- und Gesichtsbereich) sind etwa 45 % aller Mundhöhlenkarzinome am Mundboden lokalisiert. Die Tumoren an der Zunge (Zungenkrebs) folgen mit ca. 20 %. Weitere Lokalisationen, jedoch deutlich seltener, sind in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit Gingiva, Oberlippe und Wangenschleimhaut. Der Mundhöhlenkrebs entsteht oft multifokal, was die hohe Rezidivquote erklärt.

Morphologie

Die beiden Formen des Wachstums des Mundhöhlenkarzinoms unterscheiden sich prognostisch voneinander:

  • Ulzeröse Form: Diese nach innen (endophytisch) wachsende Form besitzt in der Regel einen Zerfallskrater, die Prognose ist abhängig von der Lokalisation, so ist sie besser an der Lippe als z. B. am Mundboden oder an der Zunge. Die ulzeröse Form macht etwa 99 % aus. Histologisch handelt es sich hier um ein geringgradig differenziertes Plattenepithelkarzinom.

  • Verruköse Form: Diese nach außen (exophytisch) wachsende Form macht etwa 1 % aus. Der Tumor wächst langsam und metastasiert später. In der Histologie handelt es sich um hochdifferenzierte Plattenepithelkarzinome.

Metastasen

Die Tumoren der Mundhöhle und der vorderen zwei Drittel der Zunge metastasieren primär fast nie über das Blut (hämatogen), sondern über die Lymphe in die submandibulären, seltener in die submentalen oder tiefer am Hals gelegenen Lymphknoten. Die Häufigkeit der lymphogenen Metastasierung steigt mit dem Tumorstadium. Sie beträgt bei Diagnosestellung des Tumors ca. 30 bis 40 % (T1-Stadium ca. 10 bis 15 % im Stadium T4 mit 55 bis 75 %).

Tumoren der Gingiva und der Wangenschleimhaut weisen bei Diagnosestellung in einem größeren Prozentsatz bereits Metastasen in den regionären Lymphknoten auf. Bei Gingivatumoren können Lymphknoten des Rachens, bei Wangenschleimhauttumoren auch parotideale Lymphknoten befallen sein.

Symptome und Diagnostik

Die Beschwerden sind anfangs unspezifisch. Initialsymptome können Schmerzen, Mundgeruch und Sprechbehinderung sein.

In allen Verdachtsfällen sollte eine Probeexzision erfolgen. Weiter sollte bei bestehendem Verdacht eine Computertomographie oder eine Kernspintomographie des Primärtumors und der lokoregionären Lymphbahnen durchgeführt werden. Vorteil der Kernspintomographie ist bei Tumoren der Zunge und des Mundbodens der gute Weichgewebskontrast. Soll die Infiltration des Knochens geklärt werden, ist die Kernspintomographie weniger hilfreich, hier bietet sich die Skelettszintigraphie oder die Computertomographie im speziellen Knochenfenster an. Bei fortgeschrittener Tumorerkrankungen (ab Tumorstadium T3 bzw. nachgewiesenen Lymphknotenmetastasen) sollte eine hämatogene Metastasierung von Lunge, Leber und Nebennieren kontrolliert werden.

Therapie

Chirurgische Therapie

Je nach Stadium und Ausdehnung des Tumors kann eine Resektion mit entsprechend großem Sicherheitsabstand (ca. 1 cm) ausreichen. Bei ausgedehnten Befunden kann eine Teilresektion des Unterkiefers notwendig sein. Bei Überschreiten mehrerer Regionen der Mundhöhle sollte dann eine kombinierte Resektion von z. B. Zunge, Mundboden und Gaumen durchgeführt werden. Bei Lymphknotenmetastasen kann je nach Stadium eine selektive bis radikale Neck-Dissection notwendig sein.

Radiologische Therapie

Bei kleinen Tumoren der Zunge und des harten Gaumens kann die alleinige Strahlentherapie zu einer sinnvollen Tumorkontrolle führen. Bei größeren Tumoren bietet sich ein aggressiveres Vorgehen in Form einer Kombination von chirurgischer und radiologischer Therapie an.

Was ist Mundhöhlenkrebs?

Artikel vorlesen

 

Bösartige Neubildungen in der Mundhöhle bezeichnet man als Mundhöhlenkrebs (Mundhöhlenkarzinom). Betrachtet man das bösartige Gewebe der Mundschleimhaut unter dem Mikroskop, handelt es sich meist um Plattenepithel-Zellen, weshalb Mediziner auch von einem Plattenepithelkarzinom sprechen.

In Deutschland erkranken jährlich rund 8.000 Männer und 3.000 Fraueeu an Krebserkrankungen der Mundhöhle oder des Rachens. Waren früher vor allem Menschen jenseits des fünften Lebensjahrzehnts betroffen, so nehmen heutzutage die Erkrankungen auch bei jüngeren Menschen zu.

 

Rund 90 Prozent der Betroffenen sind langjährige Raucher. Auch ein übermäßiger Alkoholgenuss fällt bei vielen Menschen auf, die an einem Mundhöhlenkarzinom erkrankt sind. Alkohol- und Nikotinmissbrauch zählen somit zu den wichtigsten Risikofaktoren von Mundhöhlenkrebs.

 

Schlechte Mundhygiene, ein zu geringer Verzehr von Obst und Gemüse sowie mechanische Irritationen, etwa durch schlecht sitzenden Zahnersatz sind weitere Risikofaktoren. Auch Papillomaviren (Warzenviren) können Krebserkrankungen im Mund auslösen.

 

Wie macht sich Mundhöhlenkrebs bemerkbar?

In frühen Stadien ruft Mundhöhlenkrebs bei vielen Betroffenen keinerlei Beschwerden hervor, was dazu führt, dass die Krankheit oft erst entdeckt wird, wenn sie weiter fortgeschritten ist. Ob und welche Symptome auftreten, hängt davon ab, wo sich der Tumor befindet und wie weit er sich ausgedehnt hat.

 

Im fortgeschrittenen Wachstum verursacht der Tumor häufig Schmerzen beim Essen und beim Schlucken. Der Speichel ist gelegentlich blutig gefärbt. Einige Betroffene fallen durch einen starken, durch den Zerfall von Tumorteilen ausgelösten Mundgeruch auf (Mundfäule).

 

Eine rasche Gewichtsabnahme oder ein plötzlicher Leistungsknick mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schwäche sind allgemeine Zeichen, die bei einem fortgeschrittenen Krebsleiden vorkommen.

 

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Die genannten Beschwerden oder eine sichtbare Veränderung in der Mundhöhle, die zum Beispiel beim Zähneputzen aufgefallen ist, führen den Betroffenen häufig zum Arzt oder Zahnarzt. Dieser nimmt zunächst eine ausführliche Befragung (Anamnese Glossar-Symbol) hinsichtlich der aktuellen Beschwerden, deren Verlauf, möglichen Risikofaktoren (beispielsweise starkes Rauchen) und Begleiterkrankungen vor.

 

Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg schaut sich dann die Mundschleimhaut genau an. In der Regel tut er dies mit einem Spiegelgerät, das es ihm erlaubt, die Mundhöhle besser einzusehen. Um die Ausdehnung des Tumors beurteilen zu können, tastet er die gesamte Mundhöhle sowie die Lymphknoten am Hals ab, da auch diese möglicherweise befallen sind.

 

Bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchungen, eine Computer- oder Kernspintomografie liefern weitere Informationen über die Ausdehnung des Tumors. Sie geben Hinweise, ob der Tumor in den Knochen eingewachsen ist oder möglicherweise schon Metastasen (Tochtergeschwülste) in andere Organe oder in die Lymphknoten abgesiedelt hat.

 

Häufig entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe (Biopsie Glossar-Symbol) aus dem verdächtigen Bereich. Durch eine Untersuchung dieser Gewebeprobe unter dem Mikroskop kann der Pathologe eine sichere Diagnose stellen.

 

Eine gründliche körperliche Untersuchung durch den Arzt sowie Blutuntersuchungen geben zusätzliche Informationen über den Allgemeinzustand des Patienten.

Mundhöhlenkrebs

(HNO-Krebserkrankungen, HNO-Karzinom, Krebs der Mundhöhle, des Rachens und des Kehlkopfs)

  •  

Für die Behandlung stehen Operation, Bestrahlung sowie die Chemotherapie und die Kombination aller drei Methoden zur Verfügung.

Die Wahl der Behandlung ist abhängig von der Lage, Grösse und der lymphatischen Ausbreitung des Tumors sowie vom Alter und der Operationsfähigkeit des Patienten. Die beste Behandlung ist diejenige, die mit grösster Wahrscheinlichkeit eine Heilung verspricht bei bestmöglichen kosmetischen und funktionellen Ergebnissen, worunter die Erhaltung der drei Hauptfunktionen Atmung, Schluckakt und Sprache verstanden wird. Ein Team aus Ärzten verschiedener Fachgebiete berät die optimale Behandlung. Der Patient und seine Familie werden vor der Operation über den Therapieplan, mögliche Alternativen sowie deren Vor- und Nachteile aufgeklärt.

Die Behandlung erstreckt sich gleichzeitig auf den Primärtumor (ursprüngliches Krebsgewebe) sowie auf die beiden Lymphabflusswege des Halses. Bei kleineren Tumoren wählt man zwischen Operation und Bestrahlung, wobei beide Behandlungsformen qualitativ dieselben Ergebnisse bringen. Tumoren im fortgeschrittenen Stadium benötigen ein kombiniertes Vorgehen: entweder eine Operation mit Nachbestrahlung oder eine Kombination von Bestrahlung und gleichzeitiger Chemotherapie, die bei ausbleibendem Erfolg durch eine Operation ergänzt werden kann.

Der chirurgische Eingriff zielt darauf ab, den gesamten Tumor mit einem Sicherheitsabstand zu entfernen. Wenn immer möglich, wird ein Teil des betroffenen Organs erhalten (partielle Operation). Oft bleibt aber nur die Radikaloperation mit Verlust des Organs.

Nachsorge und bleibende Folgen

Der kehlkopflose Patient atmet durch sein Tracheostoma (Mündung der Luftröhre in der vorderen Halshaut), das einer sorgfältigen Pflege bedarf. Die totale Kehlkopfentfernung hat den vollständigen Verlust der normalen Stimme zur Folge, was von den Patienten am Anfang als Verstümmelung empfunden wird. Der sprachlichen Wiedereingliederung kommt deshalb grosse Bedeutung zu. Etwa 70 Prozent der Radikaloperierten erlernen unter Anleitung entweder die Ösophagussprache, wobei Luft in die Speiseröhre geschluckt und kontrolliert ausgestossen wird, die Bedienung einer elektronischen Sprechhilfe oder die Tonerzeugung mit Hilfe einer in die Stomaöffnung eingesetzten Sprechprothese. Kontakte mit Kehlkopflosen einer regionalen Selbsthilfegruppe, die der Union Schweizerischer Kehlkopflosen-Vereinigungen angehört, sind von grossem Vorteil. (Adressen und Telefonnummern sind bei der Krebsliga erhältlich, ebenso die Patientenbroschüre «Kehlkopflos – was nun?»).

Nach einer partiellen Operation der Zunge, des Rachens oder des Kehlkopfes dauert die Nachsorge etwas länger (vorübergehender Luftröhrenschnitt, Sondenernährung) und erfordert eventuell – unter Anleitung von Fachleuten – ein Neuerlernen des Schluckaktes und der Stimmbildung. Zwar spürt die Mehrzahl der Patienteur kleine Unannehmlichkeiten, aber einige klageach der Operation über eine rauhe oder veränderte Stimme, Kauschwierigkeiten, Schluckstörungen oder eine Bewegungseinschränkung der Schulter. Nach der Bestrahlungstherapie kann sich eine Trockenheit der Schleimhäute durch Speichelmangel einstellen.

Nach Abschluss der Behandlung dienen regelmässige Kontrollen dazu, ein Wiederauftreten des Tumors oder eieues Karzinom im HNO-Bereich, an der Speiseröhre oder in den Bronchien möglichst frühzeitig zu entdecken.

Heilungschancen

Frühzeitig entdeckte Tumoren haben in der Regel eine gute Prognose. Die Heilungschancen hängen aber auch von der Tumorlokalisation ab. Sie sind relativ günstig bei oberflächlichen Schleimhautkarzinomen, kleinen Stimmbandkarzinomen sowie bei den auf das Kehlkopfinnere beschränkten Tumoren und verschlechtern sich, wenn der Tumor bereits benachbarte Gewebsregionen infiltriert und/oder beidseitig die Halslymphknoten befallen hat (Metastasen).

Jede siebte erkrankte Person entwickelt im Laufe ihres Lebens noch ein weiteres HNO-Karzinom. Patienten, die ihre exzessiven Rauch- und Trinkgewohnheiten auch nach der Behandlung beibehalten, gehen ein deutlich höheres Risiko ein, an einem multiplen HNO-Karzinom, das an mehreren Orten gleichzeitig auftritt, zu erkranken. Der Verzicht auf Alkohol- und Tabakkonsum verbessern die Überlebenschancen.Heutige Forschungsschwerpunkte. Die Forschung unternimmt grosse Anstrengungen, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, fördert Techniken zur Früherkennung, endoskopische Operationsmethoden (Lasertherapie bei kleinen Tumoren), Bestrahlungstechniken und chemotherapeutische Massnahmen (neue Medikamente, allein oder in Kombination mit Bestrahlung) zur Vermeidung des multiplen Karzinoms.

Mundhöhle

Die Mundhöhle wird begrenzt durch den Gaumen, den Mundboden, die Wangen und die Lippen sowie durch das Zäpfchen (Uvula) und die seitlich vom Zäpfchen verlaufenden Gaumenbögen. Das Innere der Mundhöhle wird durch die Zahnreihen des Ober- bzw. des Unterkiefers eingeteilt: Als eigentliche Mundhöhle (Cavum oris) bezeichnet man den vorne und seitlich von den Zähnen umschlossenen Raum, der zum größten Teil von der Zunge eingenommen wird. Den Raum zwischen den Zahnreihen und den Lippen bzw. den Wangeennt man Mundvorhof (Vestibulum oris). Entsprechend den lateinischen Begriffen lauten die Richtungsbezeichnungen „zur Mundhöhle“ oral und „zum Mundvorhof“ vestibulär.

Die gesamte Mundhöhle wird von Mundschleimhaut (Mucosa) ausgekleidet und durch den von den Speicheldrüsen produzierten Speichel feucht gehalten. Die Mundschleimhaut enthält Sinnesrezeptoren für das Temperatur- und Tastempfinden. In der Schleimhaut der Zungenoberfläche befinden sich außerdem die Rezeptoren für den Geschmackssinn.

Der Übergang von der beweglichen Schleimhaut der Lippen bzw. Wangen in die bewegliche Schleimhaut des Alveolarfortsatzes wird auch als Umschlagfalte bezeichnet. Im Bereich der Wangen ziehen vereinzelte Schleimhautfalten zum Alveolarfortsatz, die als Wangenbändchen (Frenulum buccale) bezeichnet werden. Außerdem strahlt, jeweils von der Schleimhaut der Ober- und Unterlippe ausgehend, ein Lippenbändchen (Frenulum labii) in die Schleimhaut des  Alveolarfortsatzes ein.

Im Bereich der Zahnreihen geht die bewegliche Mundschleimhaut in das an den Kieferknochen befestigte Zahnfleisch (Gingiva) über.

Zahnheilkunde Übersicht

Zwei Grundsätze haben alle MEDECO-Praxen: „Vorbeugen statt Behandeln“ und „Erhalten statt Ersetzen“. Deshalb sind zwei Kernbereiche der Zahnheilkunde die Prophylaxe und die Zahnerhaltung. Parodontitis und Karies sind die Haupt-Infektionskrankheiten. Das Ziel moderner Behandlungskonzepte ist nicht primär deren Therapie, sondern die Vermeidung dieser Erkrankungen durch Vorsorgemaßnahmen. Hierzu gehören die Entfernung von Zahnstein, die professionelle Zahnreinigung, die Fissurenversiegelung, die Fluoridierung, die Behandlung sensibler Zahnhälse und weitere präventive Behandlunsmaßnahmen zur Verringerung des Karies-  und Parodontitisrisiko sowie vor allem eine gesunde Ernährung.

Selbstverständlich deckt das Spektrum der Medeco Zahnheilkunde aber auch sämtliche Bereiche der konservierenden Zahnmedizin (Füllungen und Inlays), des festsitzenden Zahnersatz (Kronen, Brücken, Implantatzahnersatz) und des herausnehmbaren Zahnersatz (Prothesen, Teleskopzahnersatz) ab. Den Spezialgebieten der Parodontologie (die Gesunderhaltung des Befestigungssystem der Zähne), der Endodontie (Wurzelkanalbehandlungen) sowie der Kinderzahnheilkunde und der Zahnarztangst werden besondere Bedeutung zugemessen.

Das Spektrum der Zahn- Mund- und Kieferheilkunde umfasst auch zahn- und oralchirugische Eingriffe, kieferchirurgische Operationen bei Kieferbrüchen, Tumorerkrankungen bis hin zu plastisch-ästhetischer Gesichtschirurgie. Dabei sind sämtliche Maßnahmen Teil eines medizinischen Gesamtkonzepts, das zu einer dauerhaften Gesamtsanierung und Heilung im Mund-Kiefer Gesichtsbereich führen soll.

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie – Spezialisten für Operationen im Gesichtsbereich

Der Bereich Kieferchirurgie (genauer: Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie oder MKG-Chirurgie) umfasst alle chirurgischen Eingriffe im Kiefer und Gesichtsbereich.

Eine Operation im Gesicht ist für Patienten eine besonders heikle Angelegenheit. Das Gesicht ist besonders sensibel, die Muskulatur äußerst komplex und die Folgen können besonders gravierend sein – nicht zuletzt, da unser Gesicht und somit unsere Ausstrahlung wie eine Visitenkarte gegenüber unseren Mitmenschen fungieren. Deshalb ist es gut zu wissen, dass Patienten bei speziell ausgebildeten Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen (MKG-Chirurgen) in besten Händen sind. Denn MKG-Chirurgen sind nicht nur Zahnärzte, sondern haben zudem eine langjährige und umfassende Weiterbildung absolviert. Somit ist kein Facharzt für die komplexen Operationen im Gesichtsbereich besser geeignet.

Leistungsübersicht der MKG-Chirurgie

Das Therapiespektrum der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ist sehr umfassend und geht weit über reine zahnmedizinische Behandlungen hinaus. Neben Unfallbehandlungen werden Fehlstellungen und Missbildungen wie etwa Lippen-Gaumen-Kiefer-Spalten behandelt und Tumoren im Gesichtbereich oder Erkrankungen im Kiefergelenk operativ therapiert. Auch Leistungen der plastisch–ästhetischen Gesichtschirurgie, wie Nasenkorrekturen, Maßnahmen zur Gesichtsverjüngung oder die Korrektur von Segelohren gehören zum Aufgabengebiet des MKG-Chirurgen.
Hier ist eine Übersicht der therapeutischen Maßnahmen der MKG-Chirurgie:

Implantologie

Implatate sind künstliche Zahnwurzeln, die passgenau in den Kiefer eingesetzt werden und dort einwachsen. Oftmals muss zuvor ein Knochenaufbau oder eine Knochentransplantation erfolgen, um ein optimales und haltbares Resultat zu erzielen. Hier arbeiten MKG-Chirurgen eng mit den Zahnärzten zusammen.

Unfallchirurgie (Traumatologie)

Die MKG-Chirurgie hilft bei Verletzungen infolge eines Unfalls, bei denen Zähne abhanden gekommen oder Ober- bzw. Unterkiefer gebrochen sind sowie bei Brüchen der Nase, des Jochbeins, Verletzungen der Weichteile am Kopf und vielem mehr.

Kieferfehlstellungen (Dysgnathien)

Schlechtes Kauverhalten ist oftmals eine Folge eines schiefen bzw. versetzten Bisses. Eine Fehlstellung im Ober- oder Unterkiefer, ein stark asymmetrisches Gesicht oder ein offener Biss kann chirurgisch korrigiert werden.

Korrektur von Gesichtsspalten

Es gibt unterschiedliche angeborene Spaltenarten wie Lippen-Gaumen-Kiefer-Spalten, Velumspalten, Lippenspalten oder Gaumenspalten. Diese lassen sich schon in frühen Jahren chirurgisch korrigieren. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, wird fachübergreifend eng mit Kieferorthopäden und HNO-Ärzten zusammen gearbeitet.

Behandlung von Tumoren

Sofern ein Tumor nur im Gesichtsbereich auftritt und keine weiterreichenden Metastasen gebildet hat, fällt die chirurgische oder konservative Behandlung von gut- und bösartigen Geschwulsten ebenfalls in das Gebiet der MKG-Chirurgie.

Erkrankungen des Kieferkamms

Bei altersbedingtem Knochenabbau in Ober- oder Unterkiefer kann der MKG-Chirurg den Knochen wieder aufbauen. Dies geschieht durch Knochentransplantation oder durch eine GTR (geführte Knochenregeneration).

Erkrankungen des Kiefergelenks (Arthopathien)

Bei Störungen im Kiefergelenk oder Kiefergelenkarthrose, die allein das Gelenk betreffen, kann ein chirurgischer Eingriff sinnvoll sein, sofern die klassischen therapeutischen Maßnahmen ergebnislos bleiben.

Behandlung von Entzündungen

Besonders chronische, aber auch akute Entzündungen der Nebenhöhlen, der Kieferhöhlen sowie der Schleimhäute, Zähne oder der Gesichtshaut können konservativ oder chirurgisch behandelt werden.

Mundgeruch – schlechter Atem muss nicht sein!

Schlechter Atem (oder medizinisch Halitosis) ist ein weit verbreitetes Leiden. Knapp ein Viertel aller Menschen hierzulande leiden zeitweise unter Mundgeruch, jeder 20. sogar dauerhaft. In einigen Fällen führt dies dazu, dass die Betroffenen sich kaum noch trauen, den Mund aufzumachen und sich sozial isolieren. Entgegen der weitläufigen Meinung, dass schlechter Atem aus dem Verdauungstrakt kommt, zeigt die Erfahrung, dass die Ursache in der Regel im Mundbereich liegt. Unsere Zahnärzte sind deshalb kompetente Ansprechpartner bei Problemen mit unangenehmem Mundgeruch. Oftmals lassen sich die Ursachen schnell erkennen und beseitigen.

Die Ursachen für Mundgeruch

Die möglichen Gründe für schlechten Atem sind vielfältig und liegen oftmals im Mundbereich, teilweise sind aber auch externe Faktoren relevant. Hier die wichtigsten Ursachen:

Studien haben ergeben, dass etwa 80 Prozent aller Ursachen für dauerhaften Mundgeruch im Mundraum liegen. Mit einem Anteil von einem Drittel ist Zungenbelag hauptverantwortlich, also sichtbare Ablagerungen auf der Zunge. Diese entstehen meist durch mangelnde Mundhygiene, sind jedoch auch Begleiterscheinung von anderen Krankheiten, Folge von Medikamenteneinnahme oder mangelnder Flüssigkeitsaufnahme. Weitere Ursachen im Mund- und Rachenbereich sind Ablagerungen in den Zahnzwischenräumen oder an unzureichend gereinigten Prothesen sowie Parodontitis oder Gingivitis. Seltener liegen die Ursachen im Hals-Nasen-Bereich. Hier können aber Mandelentzündungen, sowie Entzündungen der Nebenhöhlen oder im Rachenraum der Grund für einen unangenehmen Geruch darstellen. Nur in sehr seltenen Fällen liegt die Ursache bei anderen Erkrankungen.


Ein weiterer wesentlicher Auslöser ist verminderter Speichelfluss oder eine zähe Speichelkonsistenz, denn Spucke übernimmt eine natürliche Reinigungsfunktion im Mundraum. Dies kann durch mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Diäten, unregelmäßige Ernährung oder auch durch Stress ausgelöst werden.

Ihr Zahnarzt kann helfen!

Als kompetenter Experte für den Mund- und Rachenraum ist der Zahnarzt der beste Ansprechpartner bei Mundgeruch und kann bei Beschwerden meist direkt helfen. Oftmals wird versucht, den üblen Geruch zunächst mit Kaugummis, Pastillen oder Ähnlichem zu überdecken. Das hilft nur kurzfristig und beseitigt nicht die eigentlichen Ursachen. Auch regelmäßige Zahnpflege und anschließendes Gurgeln helfen allenfalls bei morgendlichem Mundgeruch.
Am wichtigsten ist, dass Patienten sich trauen, mit ihrem Zahnarzt über das Problem zu reden, denn häufig erzielen schon kleine Maßnahme eine große Wirkung:

Zungenreinigung: Die regelmäßige Reinigung der Zungenoberfläche behebt bei vielen Patienten den Mundgeruch. Denn die Zunge ist häufig mit einem Biofilm aus Speichel, Bakterien, Speiseresten und Resten der Mundschleimhaut belegt, die besonders bei mangelndem Speichelfluss einen üblen Geruch verbreiten kann. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einem speziellen Zungenreiniger die Mundhygiene unterstützen können.


Professionelle Zahnreinigung
: Wenn sich Beläge in den Zahnzwischenräumen oder Zahnfleischtaschen bilden, können Sie nicht nur Karies und Parodontitis hervorrufen, sondern auch starken Mundgeruch auslösen. Bei der professionellen Zahnreinigung werden alle Zahnbeläge wirkungsvoll entfernt, die Zähne poliert und versiegelt, sodass sich Plaque schwerer ansiedeln kann.
Häusliche Mundhygiene: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Zähne richtig putzen und die heimische Mundhygiene mit
Zahnbürste und Zahnseide durchführen. Am besten direkt nach jeder Mahlzeit.


Trinken und Spülen:
Die Aufnahme von viel Flüssigkeit unterstützt die Speichelproduktion und somit die natürliche Mundreinigung. Zudem hilft das Gurgeln mit einige Mittel, etwa Salbeitee oder speziellen Mundspülungen.

Wurzelkanalbehandlung – Hilfe bei schmerzhaften Wurzelentzündungen

Die Haupterkrankung im Bereich der Endodontie (Behandlung des Zahninneren) ist die Wurzelkanalentzündung (Pulpits). Denn das Zahninnere besteht aus Zahnmark und den Zahnnerven, die in den Wurzelkanälen verlaufen. In der Regel haben Frontzähne zwei Wurzelkanäle, Backenzähne oftmals vier bis fünf. Wenn die Pulpa (also das vitale Gewebe im Zahninneren) etwa durch einen Unfall abstirbt, können die Kanäle beschädigt werden und die Zahnnerven sich entzünden. Auch tiefe Karies kann die Kanäle erreichen, so dass Keime und Bakterien bis zu den Nerven vordringen und dort eine Entzündung auslösen – mit starken Schmerzen als Folge, die für den Patienten einen Notfall darstellen. Die Rettung verspricht die Wurzelbehandlung.

Die Vorteile der Wurzelkanalbehandlung

Wenn der Patient mit einem entzündeten Nerv zum Zahnarzt kommt, hat er zumeist starke Schmerzen und Schwellungen. Ziel der Wurzelbehandlung ist die schnelle Linderung und Beseitigung der Schmerzen sowie die Rettung der Zahnsubstanz. Dank moderner Verfahren ist das Ergebnis einer sorgfältig durchgeführten Behandlung sehr lange haltbar und erspart somit den Zahnersatz.

Ablauf einer Wurzelbehandlung

Zunächst erfolgt eine ausführliche Untersuchung, um festzustellen, ob eine Behandlung überhaupt sinnvoll und der Zahn zu retten ist. Danach werden die Wurzelkanäle und ihr Verlauf vermessen. Dazu werden eine oder bei Bedarf auch mehrere Röntgenaufnahmen des Zahnes inklusive des gesamten Wurzelsystems angefertigt. Zusätzlich kann ein Operationsmikroskop mit 25facher Vergrößerung helfen, sämtliche Kanäle zu lokalisieren. Denn wenn auch nur ein kleiner Seitenkanal nicht berücksichtigt wird, kann der Erfolg der ganzen Behandlung gefährdet sein. Nach der Lokalisierung der Nervenkanäle werden die entzündeten Stellen und tote Nerven sorgfältig beseitigt, die Kanäle gereinigt und sterilisiert. Um die gesäuberten Wurzelkanäle nachhaltig zu verschließen, werden sie nun mit Guttapercha, einem kautschukähnlichem Material, gefüllt und mit einer speziellen Paste versiegelt. Um den Zahn dauerhaft zu erhalten, ist zudem die Versorgung mit einem Inlay oder eine Überkronung sinnvoll, da Zahnschmelz und Dentinstruktur spröde werden können und es sonst langfristig zu einem Bruch der Zahnkronen kommen kann.

Die Kosten für eine Wurzelbehandlung

Die Preise für diese aufwändige und intensive Therapie hängen von Arbeitszeit und Ausgangssituation ab. Obwohl die Wurzelbehandlung den Vorteil bietet, den Zahn oftmals zu retten und somit Zahnersatz zu sparen, übernehmen die gesetzlichen Krankenkasseicht sämtliche Kosten. Auch der Einsatz des Operationsmikroskops wird trotz der besseren Resultate in der Regel nicht übernommen. Dennoch zahlt sich die eigene Zuzahlung angesichts der hohen Erfolgsrate und der langfristigen Einsparung am Zahnersatz immer aus und ist eine gute Investition in den Erhalt der eigenen Zähne.

Der Zahnarzt als Spezialist

Zahnärzten und Fachzahnärzten ist es erst seit einigen Jahren gestattet zusätzliche Spezialisierungen und Tätigkeitsschwerpunkte auf Praxisschildern und auch in den Medien zu  bewerben. Patienten soll damit die Möglichkeit einer besseren Information über Zahnärzte mit speziellen und zusätzlichen Fachkenntnissen gegeben werden.

Die Voraussetzungen zur Nennung von Spezialisierungen und Tätigkeitsschwerpunkten als Zahnarzt sind aber nicht einheitlich geregelt worden. Teilweise begnügen sich Landeszahnärztekammern mit Selbsteinschätzungen der Zahnärzte bei der Ausweisung von weit über  200 möglichen Tätiigkeitsschwerpunkten. Oft dürfen auch mehrere Tätigkeitsschwerpunkte genannt werden.

Spezialisierungen und Fachkenntnisse sollten jedoch auf überprüfbarer Qualifikation von Zahnärzten beruhen. Masterstudiengänge oder Postgraduale Studiengänge für berufstätige Zahnärzte mit einer mehrjährigen Weiterbildungsdauer an Universitäten und anerkannten Fortbildungsinstituten sind in Deutschland aber neu oder erst im Aufbau.

Für Patienten ist es daher leider häufig nicht möglich, die Wertigkeit und Verlässlichkeit von Tätigkeitsschwerpunkten und sonstigen ausgewiesenen Qualifikationen zu überprüfen und einzuschätzen.

Es sei aber hervorgehoben, dass eiicht unerheblicher Anteil von Allgemein-Zahnärzten aufgrund jahrelanger oft jahrzehntelanger beruflicher Erfahrung und freiwilliger Fortbildung ähnliche oder sogar gleichwertige Qualifikationsstandards im Vergleich zu einem spezialisierten Zahnarzt erreicht haben kann.

Nachstehend sind die Fachgebiete, Spezialisierungen und Tätigkeitsschwerpunkte für Zahnärzte genannt, die auf überprüfbaren Qualifikationen beruhen, die qualifizierenden Einrichtungen werden genannt.

Zahnärzte mit Fachgebietsbezeichnungen

Durch eine mehrjährige und hauptberufliche Weiterbildung an Universitäten, Krankenhäusern oder zugelassenen Weiterbildungsstätten mit abschließender Prüfung können die nachstehenden Gebietsbezeichnungen erworben werden:


Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (teilweise mit der Zusatzbezeichnung “Plastische Operationen”) müssen vor ihrer Weiterbildungzeit  zum Facharzt ein ärztliches und zahnärztliches Studium absolviert haben.

Zahnärzte als Spezialisten oder mit zertifizierten Tätigkeitsschwerpunkten

Eine  mehrjährige Weiterbildung zum Spezialisten oder zertifizierten Zahnarzt erfolgt durch vorbereitende Curricula und postgraduale Studiengänge an Universitäten oder anerkannten Fortbildungsinstituten. Die zertifizierenden Fortbildungsstätten sind in Klammern genannt.

Natürliche Schönheit und Ästhetik

Schöne und gesunde Zähne macheur einen Teil der natürlichen Ausstrahlung aus. Ebenso tragen Augen, Nase, Ohren und Mimik maßgeblich zum äußeren Erscheinungsbild bei, denn das Gesicht ist unsere Visitenkarte und maßgeblich für den ersten Eindruck verantwortlich, den wir bei unseren Mitmenschen hinterlassen. Nicht immer entspricht das Gesicht den eigenen Wünschen und Vorstellungen, oftmals können bereits minimale Eingriffe große Wirkung erzielen. Wichtig ist jedoch, dass diese Chirurgischen Maßnahmen im sensiblen Gesichtsbereich nur von einem Spezialisten durchgeführt werden.

Deshalb ist es gut zu wissen, dass Patienten beim Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen (MKG-Chirurgen) in besten Händen sind. Durch ihre erstklassige Ausbildung und Qualifikation in der Zahnmedizin und der Allgemeinmedizin, kennen sich MKG-Chirurgen am besten mit allen Feinheiten der anspruchsvollen Gesichtschirurgie aus. Sie sind kompetente Ansprechpartner bei allen Fragen um die Gesichtsverjüngung, Nasen- und Ohrenkorrekturen, dem Lidlifting oder dem Facelift.

Spezialisierung ist Ihr Vorteil

Speziell ausgebildete Fachkräfte, modernste Technik und ein harmonisches Umfeld gewährleisten erfolgreiche Behandlungen – ganz gleich, ob es sich um eine kleine ambulante Maßnahmen oder eine umfangreiche Operation handelt. Eigens entwickelte und innovative Operationstechniken sorgen zudem für eine bessere und schnellere Wundheilung, weniger Schwellungen und Hämatome und eine schnellere Rekonvaleszenz.

Angebotsübersicht der plastisch-ästhetischen Gesichtschirurgie

Das Leistungsspektrum umfasst zahlreiche ästhetische Maßnahmen im Bereich des Gesichts. Dazu zählen:

Gesichtsverjüngung – neue Frische und jugendliche Haut

Zur Gesichtsverjüngung zählen Eingriffe, die ein Gesicht jugendlicher, straffer und frischer wirken lassen. Dies kann per Injektion mit Botox oder einem Filler (meist Hyaluronsäure) geschehen oder als chirurgischer Eingriff durchgeführt werden, dem Lifting. Beim Lifting werden einzelne Problemzonen gestrafft und korrigiert (z.B. Schlupflider, Tränensäcke oder die Stirn) oder – wie beim Facelift – das ganze Gesicht geglättet.

Nasenkorrekturen – Schönheit mitten im Gesicht

Die Nase als zentrales Organ im Gesicht steht im wahrsten Sinne des Wortes im Mittelpunkt der ästhetischen Gesichtschirurgie. Sei es aus rein ästhetischen Gründen, um etwa Nasenhöcker oder schiefe Nasen zu korrigieren oder um nach einem Unfall die Originalform wiederherzustellen – nahezu jede Nase kanach Wunsch korrigiert werden. Auch funktionelle Beeinträchtigungen, wie etwa eine schiefe Nasenscheidewand, die die Atmung beeinträchtigt oder Schnarchen hervorruft, können durch den MKG-Chirurgen behoben werden.

Ohrenkorrekturen – Hilfe bei Segelohren

Hilfe bei Segelohren ist der wohl häufigste Eingriff der sogenannten Otoplastik, da stark abstehende Ohren oftmals zu großer psychischer Belastung und einer Minderung des Selbstwertgefühls führen können. Das Anlegen der Ohren ist ein relativ kleiner Eingriff, bei dem der Chirurg die Knorpelform des Ohres verändert und somit den Abstand zum Kopf verringert.

Lippenkorrekturen – für schöne und volle Lippen

Sinnliche, volle Lippen. Wer hätte die nicht gerne? Leider haben nur die wenigsten den perfekten Kussmund. Gerade bei den Lippen erzielen oftmals bereits minimale Korrekturen erstaunliche Resultate. Das Leistungsspektrum umfasst die Angleichung der Proportionen von Ober- und Unterlippe, die Lippenvergrößerung oder auch die ästhetische Rekonstruktion nach Lippenkrebs. Die Behandlung kann entweder als chirurgischer Eingriff oder teilweise auch per Unterspritzung mit einem Filler erfolgen.

Kinnkorrekturen

Ob das Kinn zu groß oder zu klein empfunden wird, zu spitz oder zu kantig – auch das Kinn kann durch einen chirurgischen Eingriff angepasst werden, um den optischen Gesamteindruck des Gesichts zu verbessern. Bei Doppelkinn oder einem zu großen Kinn kann häufig auch eine einfache Fettabsaugung schon gute Resultate erzielen. Ein zu kleines Kinn kann mit einem Implantat aus Fremdmaterial oder körpereigenem Knochen vergrößert werden.

Konservierende Zahnheilkunde

Kariesfolgen

Voraussetzungen für Kariesentstehung

Die am meisten verbreitete und bei fast jedem Menschen vorkommende Erkrankung der Zähne ist der Verlust von Zahnhartsubstanz bis zur vollständigen Zerstörung des Zahnes.

Karies entsteht nur dann, wenn die vier Faktoren Zähne, Mikroorganismen, Nahrung für die Mikroorganismen (Substrat) und Zeit zusammen vorliegen.

Karies ist ein bakteriell-chemischer Prozess, an dessen Anfang der Zahn zunächst Mineralstoffe verliert. Die Bakterien in den weichen Zahnbelägen (Plaque) bilden als Stoffwechselendprodukt Säure, durch die Calciumphosphat aus dem Zahnschmelz herausgelöst wird. Im weiteren Verlauf bröckelt der geschwächte Zahnschmelz und es entsteht der erste kleinere Defekt. Die Karies verursachenden und Säure bildenden Bakterien könneun tiefer liegende Anteile der Zahnhartsubstanzen entmineralisieren. Die Karies dringt auf diese Weise vom Zahnschmelz bis ins Dentin vor. Die Säure und die Giftstoffe (Toxine) der Bakterien können dann bei einer tiefen Dentinkaries zu einer Entzündung der Pulpa (Pulpitis) führen.

Chronische apikale Parodontitis (apikales Granulom, apikale Ostitis)

Apikale Granulome an den Wurzelspitzen 46

Foramen mentale über den Wurzelspitzen 45 und 35

Spongiosalakune täuscht ein apikales Granulom vor

Infektion über den Wurzelkanal eines pulpentoten Zahnes, der nach Karies und Pulpitis oder nach Trauma devitalisiert wurde.

Chronische Entzündung in der Umgebung der Wurzelspitze.

Symptomatik:
Keine Schmerzen, Devitalität des betroffenen Zahnes.
Im Röntgenbild apikale Aufhellung oder Parodontalspaltverbreiterung.

Differenzialdiagnose:
Radikuläre Zyste, Tumor, Überlagerung durch das Foramen mentale oder eine Spongiosalakune.

Therapie:

  • Extraktion bei nicht erhaltungswürdigem Zahn mit Kürettage des Granuloms.

  • Wurzelspitzenresektion bei erhaltungswürdigem Zahn.
  • Konservative Wurzelbehandlung mit anschließender Wurzelfüllung wird ebenfalls empfohlen. Die Erfolgsaussichten sind allerdings geringer.

 

Sklerosierende apikale Parodontitis

Sklerosierende apikale Parodontitis 46, 47

Knochensklerose am Tuber maxillare

Periphere Knochenbildung.

Symptomatik:
Keine Schmerzen, Devitalität des betroffenen Zahnes.

Im Röntgenbild periphere oder vollständige apikale Verschattung durch Knochenneubildung.

Therapie:
Versuch einer konservativen Wurzelbehandlung mit Wurzelfüllung.

Bei Misserfolg:
Extraktion des Zahnes und Kürettage oder Wurzelspitzenresektion.

 

 

 

Chronische laterale Parodontitis

Laterales Granulom 43

Chronische Entzündung im lateralen Parodontium, die ihren Ausgang von einem Seitenkanal genommen hat. In der Regel kommt es durch Resorption der Alveolenwand zu einem lateralen Granulom.

Symptomatik:
Keine Schmerzen, Devitalität des betroffenen Zahnes.

Im Röntgenbild rundliche Aufhellung im lateralen Parodontium.

Differenzialdiagnose:
Marginale Parodontitis, laterale radikuläre Zyste, laterale parodontale Zyste bei vitalem Zahn.

Therapie:

  • Extraktion des Zahnes
  • Kürettage des Granuloms

Akute apikale Parodontitis

Akute Entzündung in der Umgebung der Wurzelspitze.

Primär-akute apikale Parodontitis:

Auftreten im Zusammenhang mit einer Pulpitis. Hochvirulente  Erreger dringen hier über die Wurzelkanalöffnungen in das noch gesunde Parodontium ein und verursachen eine akute entzündliche Reaktion.

Auslösung auch bei Ausräumung und Aufbereitung eines infizierten Wurzelkanals, wenn infektiöses Material mit Kanalinstrumenten über das Foramen apicale hinaus in die Wurzelhaut gestoßen wird.

Sekundär-akute apikale Parodontitis:

Akute Exazerbation einer primär-chronischen apikalen Parodontitis.

Auslösende Ursachen: Minderung der Abwehrlage des Organismus durch interkurrente Erkrankungen sowie Operations-, Extraktions- und Unfalltraumen. Entstehung aber auch ohne erkennbare Ursachen.

Symptomatik:
Dauerschmerz in der Umgebung des Zahnes.
Der Patient hat das Gefühl, der Zahn sei länger geworden.
Perkussionsschmerz: Beim Zusammenbiss oder bei der Perkussion des Zahnes mit einem Instrument verstärkt sich der Schmerz.
Im Röntgenbild bietet die primär-akute apikale Parodontitis zunächst keine Veränderungen. Nach einigen Tagen wird der durch die Entzündung ausgelöste Knochenabbau als diffuse Aufhellung in der Umgebung der Wurzelspitze erkennbar.

Bei der sekundär-akutenapikalen Parodontitis erkennt man röntgenologisch zunächst noch das meistens scharf begrenzte apikale Granulom. Bei fortgeschrittenen Fällen zeigt die Umgebung eine diffuse Aufhellung, wobei die Grenzen des Granuloms unscharf werden.

Differenzialdiagnose:
Pulpitis, Osteomyelitis.

Therapie:
Trepanation des Zahnes zum Sekretabfluss, der erwartet werden kann, wenn der Wurzelkanal genügend weit und die Entzündung auf den periapikalen Bereich beschränkt ist.

Die Schrödersche Lüftung ist eine Knochentrepanation, die einen sicheren Sekretabfluss gewährleistet. Nach Aufklappung der Gingiva wird der vestibuläre Knochen mit einem Bohrer bis zur Wurzelspitze des betroffenen Zahnes trepaniert. Die Weichteilwunde im Vestibulum wird durch Streifeneinlage offen gehalten.

Nach erfolgreicher Trepanation des Zahnes oder des Knochens geht die akute Entzündung rasch in ein chronisches Stadium über. Der betroffene Zahn kann dann problemlos extrahiert oder durch eine Wurzelspitzenresektion versorgt werden.

Die Extraktion des Zahnes im akuten Stadium ist nur in besonderen Fällen angezeigt. Es ist dann eine perioperative Antibiotikaprophylaxe erforderlich, weil der Entzündungsprozess durch das Extraktionstrauma aktiviert werden kann.

Sagittalschnitt durch die Kieferhöhle mit Darstellung der Zahnwurzeln

Ursachen:

  • Rhinogene Sinusitis: Durch Eindringen von Bakterien aus der Nase.

  • Hämatogene Sinusitis: Bei Allgemeininfektionen (Typhus, Scharlach).

  • Odontogene Sinusitis: Etwa ein Drittel aller Kieferhöhlenentzündungen. Folgende Ursachen kommen in Frage:
  • Apikales Granulom: 1. Molar 42 %, 2. Prämolar 20 %, 2. Molar 17 %, 1. Prämolar 10 %, Eckzahn und 3. Molar 11 %.
  • Radikuläre Zyste.
  • Infizierte follikuläre Zyste.
  • Eröffnung der Kieferhöhle bei der Zahnextraktion: Einwandern von Mundkeimen in die Kieferhöhle über die Perforation.

  • Marginale Parodontitis: Nur ausnahmsweise Ausgangspunkt für eine Sinusitis.

  • Intraossäre Implantate.
  • Fremdkörper, insbesondere Wurzelreste, die bei einer Zahnextraktion in die Kieferhöhle versenkt wurden.

  • Oberkiefer- und Jochbeinfrakturen: Infektion des in der Kieferhöhle bei diesen Frakturen stets vorhandenen Hämatoms.

  • Oberkieferosteomyelitis.

Akute Sinusitis maxillaris

Akute eitrige Pansinusitis mit Orbitaabszess

Symptomatik:

Schwellung im Wangenbereich über der Fossa canina mit Ödem des Unterlides. Druckschmerzhafte Schwellung im Vestibulum. Starke Schmerzen, die neuralgieartig in die ganze Gesichtsseite ausstrahlen. Parodontitische Schmerzeicht nur an dem die Infektion auslösenden Zahn, sondern auch an gesunden Zähnen, deren apikales Parodontium im den Entzündungsprozess einbezogen wurde. Einseitiger Schnupfen mit Verstopfung der betroffenen Seite. Schwellung und Rötung der seitlichen Nasenwand und der Muscheln mit schleimigem oder eitrigem Sekret im mittleren Nasengang. Fieber.

Das Röntgenbild zeigt eine totale Verschattung der betroffenen Kieferhöhle.

Ein Antrumempyem kann entstehen, wenn der natürliche Ausführungsgang durch Schleimhautschwellung verlegt ist. Die Abflussbehinderung des Eiters führt zu einer Drucksteigerung in der Kieferhöhle, die heftige Schmerzen und eine Temperaturerhöhung nach sich zieht.

In einer beim sitzenden Patienten aufgenommenen  Nasennebenhöhlenröntgenaufnahme findet man eine Spiegelbildung: Der untere Teil der Kieferhöhle ist dicht verschattet und gegen den weniger verschatteten oberen Teil durch eine scharfe horizontale Linie (Flüssigkeitsspiegel) abgegrenzt.

Komplikationen:

Ausbreitung der Entzündung auf die Siebbeinzellen und die Stirnhöhle (Pansinusitis). Orbitaabszess (siehe Ausbreitung in die weitere Umgebung).

Differenzialdiagnose:

Abszesse und Osteomyelitis des Oberkiefers.

Therapie:

Bei hohem Fieber stationäre Behandlung:

  • Breitbandantibiotikum in hoher Dosierung als Blindtherapie.

  • Über vestibulären Zugang operative Eröffnung der Kieferhöhle im Bereich der Fossa canina oberhalb der Zahnwurzeln.

  • Alternative: Endoskopischer Zugang über die Fossa canina mit Einlage eines Silikonschlauches in die Kieferhöhle zum Sekretabfluss und zur Spültherapie.

  • Eiterentnahme für Antibiogramm.
  • Spülung der Kieferhöhle mit einem desinfizierenden Spülmittel.

  • Nach operativer Eröffnung der Kieferhöhle lockere Tamponade mit einem Salbenstreifen.

  • Nach Vorliegen des Antibiogramms gezielte Antibiotikatherapie.

  • Täglich oder alle zwei Tage Tamponwechsel und Spülung über die vestibuläre Perforation oder über den eingelegten Silikonschlauch.

  • Nach Abklingen der akuten Entzündung Weiterbehandlung wie bei der chronischen Sinusitis mit plastischem Verschluss der vestibulären Perforation (s. unten).

Bei fehlendem Fieber:

  • Abschwellende Nasentropfen.
  • Nasale Kieferhöhlenspülungen mit Instillation eines Lokal-Antibiotikums.

  • Nach Abklingen der akuten Entzündung Weiterbehandlung wie bei der chronischen Sinusitis (s. unten).

Chronische Sinusitis maxillaris

Polypöse Sinusitis maxillaris mit Verschattung der rechten Kieferhöhle

Partielle Verschattung der rechten Kieferhöhle bei chronischer Sinusitis

Randverschattung der linken Kieferhöhle bei chronischer Sinusitis

Symptomatik:

Nicht selten fehlen Beschwerden. Gelegentlich dumpfes Druckgefühl und uncharakteristische Kopfschmerzen sowie verstopfte Nase. Im mittleren Nasengang kann aus dem Ostium maxillare polypöse Schleimhaut herauswachsen. Liegt eine während einer früheren Zahnextraktion entstandene Mund-Antrum-Verbindung vor, so können polypöse Wucherungen auch auf diesem Wege vordringen und in die Mundhöhle einwachsen, so dass in der Alveole ein pilzartiger Granulationspfropf sichtbar wird.

Nicht selten wird eine chronische Sinusitis erst anlässlich einer Zahnextraktion durch das Auftreten einer Mund-Antrum-Verbindung entdeckt.

Diagnostik:

  • Röntgendiagnostik:

    – Die Nasennebenhöhlenaufnahme zeigt bei polypöser Sinusitis eine totale Verschattung der Kieferhöhle.

    – Bei entzündlichen odontogenen Prozessen am Boden der Kieferhöhle ist eine partielle Verschattung im unteren Bereich der Kieferhöhle erkennbar.

    – Die Schleimhautschwellung manifestiert sich als eine Randverschattung der Kieferhöhle.

    – Sind gleichzeitig die Siebbeinzellen befallen, so sind auch diese im Röntgenbild verschattet.

    – Die Kieferhöhlen können auch in einer Panoramaschichtaufnahme dargestellt werden. Zur Sinusaufnahme wird der Kopf so eingestellt, dass Oberkiefer- und Orbitaregion aufgenommen werden. Die Aussagekraft der Nasennebenhöhlenaufnahme ist jedoch besser.

  • Endoskopie der Kieferhöhle (Sinuskopie, Antroskopie): Mit Objektiven, die transoral von der Fossa canina oder transnasal über den unteren Nasengang in die Kieferhöhle eingeführt werden, kann die Beschaffenheit der Kieferhöhlenschleimhaut direkt betrachtet werden:

    – Die normale Kieferhöhlenschleimhaut ist zart und blass-rosa mit gelblichem Unterton.

    – Bei akuter Sinusitis findet man eine ödematöse Schwellung und Rötung.

Die chronische Sinusitis ist durch polsterartige Verdickungen oder polypöse Wülste und Wucherungen gekennzeichnet.

Sinusitis der linken Kieferhöhle, ausgehend von 26

Vollständige Ausheilung fünf Wocheach Extraktion 26 mit Spontanverschluss der bei der Extraktion entstandenen Mund-Antrum-Verbindung

Differenzialdiagnose:

Kieferhöhlenkarzinom u.a. Tumoren, Zysten.

Wichtiges Kriterium ist die Beschaffenheit der seitlichen Kieferhöhlenwand. Diese ist bei einer Sinusitis stets erhalten. Fehlt sie, so liegt entweder eine Zyste oder ein Tumor vor.

Therapie:

Beseitigung der Ursache bei apikalem Granulom, kleiner radikulärer Zyste, infiziertem intraossärem Implantat oder marginaler Parodontitis.

  • Extraktion des Zahnes oder des Implantats und Kürettage des Granulationsgewebes oder der Zyste. Dabei entsteht in der Regel eine Mund-Antrum-Verbindung (MAV).

  • Einmalige – bei Eiterentleerung auch mehrmalige – Kieferhöhlenspülung mit einer desinfizierenden Lösung durch die MAV. Danach ohne weitere Maßnahmen 3 bis 4 Wochen abwarten, ob eine Spontanheilung eintritt.

  • Wenn die MAV nach 3 bis 4 Wocheicht mehr sondierbar ist und die Kieferhöhle in einer neu anzufertigenden Röntgenaufnahme der Nasennebenhöhlen eine normale Transparenz aufweist, kann davon ausgegangen werden, dass die Sinusitis abgeheilt ist. Eine weitere Therapie ist danicht mehr notwendig.
  • Ist die MAV weiterhin sondierbar, so ist eine Kieferhöhlenoperation mit plastischem Verschluss der MAV erforderlich (s. später).

  • Bei apikalem Granulom kommt alternativ zur Extraktion des Zahnes auch eine Wurzelspitzenresektion in Frage. Danach kann allerdings kaum mit einer spontanen Abheilung der Sinusitis gerechnet werden, weil der Sekretabfluss über die MAV fehlt. Die Wurzelspitzenresektion sollte in solchen Fällen zusammen mit einer Kieferhöhlenoperation vorgenommen werden.

Funktionelle Operation der Kieferhöhle:

  • Die früher übliche Radikaloperatioach Caldwell-Luc, bei der die gesamte Kieferhöhlenschleimhaut entfernt wurde, wird heute nicht mehr so radikal vorgenommen. Die wandständige Schleimhaut wird belassen; entfernt werdeur die polypösen zentralen Anteile.

  • Der Eingriff kann in Lokalanästhesie oder in Narkose durchgeführt werden.

  • Zugang über die Fossa canina.

  • Vor der Crista zygomatico-alveolaris wird weitab von den Zahnwurzeln und dem Foramen infraorbitale ein kleines Knochenfenster ausgeschnitten.

  • Alternative: Aussägen eines Knochendeckels, der am Ende der Operation als freies Transplantat reponiert und mit resorbierbaren Nähten fixiert wird.

  • Über das Knochenfenster in der Fossa canina Entfernung der polypösen Schleimhautanteile unter Belassung der wandständigen Kieferhöhlenschleimhaut.

  • Anlegen eines Nasenfensters im unteren Nasengang durch Resektion der Knochenlamelle und der dazugehörigen Nasenschleimhaut über das Fenster in der Fossa canina.

  • Lockere Tamponade der Kieferhöhle durch einen mit Salbe imprägnierten Gazestreifen, der zum Nasenfenster herausgeführt und nach drei Tagen entfernt wird.

  • Eine vorhandene MAV muss im Zuge der Kieferhöhlenoperation durch einen Schleimhaut-Periost-Lappen verschlossen werden (s. später).

  • Postoperativ gegebenenfalls Spülungen der Kieferhöhle über das Nasenfenster.

Alternatives konservatives Verfahren:

  • Kieferhöhlenspülungen bis zum Abklingen der entzündlichen Erscheinungen.

  • Plastischer Verschluss der Mund-Antrum-Verbindung.

  • Transnasale Fensterung zur Verbesserung der Belüftung unter Verzicht auf Anlage eines fazialen Fensters in der Fossa canina.

Komplikationen:

Postoperative Neuralgien des N. infraorbitalis durch narbige Verziehung des Nerves bei der Vernarbung des Knochendefekts in der Fossa canina.

Diese Komplikation wird vermieden durch Einhaltung eines genügenden Abstandes des Knochenfensters vom Foramen infraorbitale und durch Replantation des Knochendeckels am Ende der Operation.

Desensibilität der Seitenzähne vom Eckzahn bis zum 1. Molaren. Die betroffenen Zähne reagiereicht bei der Vitalitätsprüfung, sie sind aber vital, weil die Gefäßversorgung intakt ist. Die Nervenfasern liegen bei dünnem, knöchernem Kieferhöhlenboden direkt unter der Kieferhöhlenschleimhaut. Sie können bei der Kürettage eines apikalen Granuloms oder einer Zyste abgerissen werden. Eine funktionelle Unterbrechung bei erhaltener anatomischer Struktur kommt durch entzündliche Vorgänge bei der Wundheilung zustande. In solchen Fällen stellt sich die Sensibilität nach einiger Zeit wieder ein.

Chirurgische Zahnheilkunde

Indikation zur Zahnentfernung

Nicht erhaltungswürdiger Zahn

Mit den modernen Therapiemöglichkeiten lassen sich heute viele Zähne erhalten. Dennoch gibt es Situationen, in denen ein Zahur noch entfernt werden kann, Indikationen sind:

  • bis tief unter die Gingiva oder in die Wurzel reichende Karies

  • Starke Lockerung durch Parodontitis
  • Platzmangel
  • kieferorthopädischer Platzmangel
  • Zahnlängsfrakturen
  • Wurzelkanalaufbereitung bei via falsa (Wurzelwand wurde versehentlich durchbohrt)

  • Verlagerte oder überzählige Zähne
  • starke Kippung von Zähnen

Horizontal verlagerter Weisheitszahn

Überzähliger Zahn (Mesiodens)

 

Lockerer Zahn – die Linie zeigt den ursprünglichen Gingivaverlauf

Parodontologie

Zahnhalteapparat

Bestandteile des Zahnhalteapparates



Zum Zahnhalteapparat (Parodontium) gehören alle Anteile, die zur Verankerung der Zähne beitragen. Außerdem bewirkt der Aufbau des Zahnhalteapparates die Dämpfung der auf die Zähne einwirkenden Kräfte, die beim festen Zubeißen einem Gewicht von bis zu 80 kg entsprechen können. Die Zahnwurzeln befinden sich in den Zahnfächern, den Alveolen. Der Anteil des Oberkiefer- bzw. des Unterkieferknochens, der die Zahnfächer enthält, wird als Alveolarfortsatz bezeichnet. Die Gewebeanteile, die die Zähne in den Alveolen befestigen und den Zahnhalteapparat bilden, sind:

  • Alveolarfortsatz (Processus alveolaris),
  • Wurzelzement (Zementum),
  • Wurzelhaut (Desmodont oder Periodontium),
  • Zahnfleisch (Gingiva).

Das Wurzelzement bedeckt die Zahnwurzel vom Zahnhals bis zur Wurzelspitze. Am Wurzelzement sind die Fasern der Wurzelhaut, die zum Alveolarknochen ziehen, verwachsen. Es dient somit in erster Linie dazu, den Zahn in der Alveole zu verankern.

Bindegewebsfasern sind der Hauptbestandteil der Wurzelhaut. Sie verbinden den Alveolarknochen der Zahnfächer mit dem Wurzelzement des Zahnes. Die Fasern strahlen in die kompakte Knochenschicht der Alveolenwandung ein. Die einzelnen Zähne sind also nicht mit dem Alveolarknochen verwachsen, sondern durch Bindegewebsfasern in der Alveole hängend befestigt. Dadurch wird beim Beißen und Kauen der Druck der Belastung in Zugbelastung umgeformt.

Neben den Bindegewebsfasern enthält die Wurzelhaut ein dichtes Blutgefäßnetz, was zum einen die Zellen des Wurzelzements und die Bindegewebszellen der Wurzelhaut ernährt, zum anderen dämpfen die Blutgefäße den Kaudruck. Außerdem befinden sich in der Wurzelhaut Nervenfasern, die das Druck- und Berührungsgefühl der Zähne vermitteln.
Die Knochenfächer (Alveolen) für die Zähne befinden sich in den Alveolarfortsätzen der Kiefer. Der Knochen beginnt bei einem gesunden Zahnhalteapparat etwa 1 bis 2 mm unterhalb der Grenze zwischen Wurzelzement und Schmelz.

Aufbau von Gingiva und Mundschleimhaut (Mukosa)

Das Zahnfleisch (Gingiva) bedeckt zum einen den Bereich des Zahnhalses sowie den oberen Teil des Alveolarfortsatzes, zum anderen bildet es im Bereich zwischen den Zähnen als interdentale Gingiva jeweils eine Interdentalpapille. Die freie oder marginale Gingiva verläuft als schmaler, gleichmäßig breiter Saum wellenförmig parallel zu den Zahnhälsen. Die Breite beträgt etwa 1,5 bis 2,5 mm. Innerhalb der marginalen Gingiva ziehen Bindegewebsfasern unter anderem zum Zahnzement und zum Alveolarknochen. Im Bereich des Zahnhalses haftet die marginale Gingiva mithilfe eines speziellen Saumepithels.

Befestigung der Gingiva am Alveolarknochen und Wurzelzement

Zwischen der Zahnoberfläche und der marginalen Gingiva besteht eine 1 bis 2 mm tiefe Zahnfleischfurche, die als Sulcus gingivae bezeichnet wird. Er wird durch Flüssigkeit aus dem Gewebe und Speichel durchspült. Wird mit einer Parodontalsonde eine Sulkustiefe von 3 mm und mehr gemessen, liegt eine Zahnfleischtasche vor, die zur Erhaltung des Zahnes behandelt werden muss. Das Saumepithel liegt ringförmig um den Zahnhals. Es bildet den Boden der Zahnfleischfurche bzw. der parodontalen Tasche und haftet am Zahn. Es dichtet so den Knochen vor den äußeren Einflüssen der Mundhöhle ab.

Im Gegensatz zur marginalen Gingiva ist die 1 bis 9 mm breite befestigte Gingiva (attached Gingiva oder Gingiva propria) unverschieblich auf dem Alveolarknochen befestigt. Sie ist blassrosa und besitzt eine matte, getüpfelte Oberfläche. Diese Tüpfelchen (Stippling) werden durch den Zug der bindegewebigen Faserbündel an der Unterseite erzeugt, die die Befestigung an der Knochenhaut des Alveolarfortsatzes und am Wurzelzement gewährleisten. Die Befestigung ist stark genug, um die Krafteinwirkungen beim Kauen und Beißen zu widerstehen. An der mukogingivalen Grenze geht die befestigte Gingiva in die verschiebliche Schleimhaut des Alveolarfortsatzes über.

Konservierende Zahnheilkunde

Karies

Initiale Karies (White-Spot-Läsion)

Karies ist ein bakteriell-chemischer Prozess, an dessen Anfang der Zahn Mineralstoffe verliert. Die Bakterien in den weichen Zahnbelägen (Plaque) bilden als Stoffwechselendprodukt Säure, durch die Calciumphosphat aus dem Zahnschmelz herausgelöst wird. Im weiteren Verlauf bröckelt der geschwächte Zahnschmelz und es entsteht der erste kleinere Defekt. Die Karies verursachenden und Säure bildenden Bakterien könneun tiefer liegende Anteile der Zahnhartsubstanzen entmineralisieren. Die Karies dringt auf diese Weise vom Zahnschmelz bis ins Dentin vor. Die Säure und die Giftstoffe (Toxine) der Bakterien können dann bei einer tiefen Dentinkaries zu einer Entzündung der Pulpa (Pulpitis) führen.

Die Unterteilung der Karies ist nach dem Ausmaß des kariösen Schadens möglich. Eine Caries initialis bzw. Caries superficialis liegt vor, wenn sich die Karies innerhalb des Zahnschmelzes befindet. Bei einem Kariesbefall des Dentins handelt es sich entsprechend der Tiefe der Dentinkaries um eine Caries media oder Caries profunda.

Caries initialis

Die Initialkaries ist noch reversibel. Der Mineralverlust im Zahnschmelz zeigt sich als weißlicher Fleck. Sie kann durch erneute Einlagerung von Mineralstoffen wieder behoben werden. Die betroffenen Stellen werden mit einem Fluoridgel oder einer Fluoridlösung behandelt. Hierdurch soll die Wiedereinlagerung von Mineralstoffen (Remineralisation) gefördert werden.

Caries superficialis

Die superfizielle (oberflächliche) Karies ist nicht mehr umkehrbar. Aus dem unter einer intakten Zahnoberfläche liegenden Mineralverlust ist ein erstes Loch entstanden. Solche Defekte stellen ideale Schlupfwinkel für Bakterien dar. Plaque ist in diesen Defekten ständig vorhanden. Die von den Bakterien gebildete Säure kann durch Speichel nicht neutralisiert werden und führt kontinuierlich zu weiterem Mineralverlust. Die Caries superficialis ist in ihrer Ausdehnung noch auf den Zahnschmelz begrenzt und bereitet keine Schmerzen.

Caries media

Zahnhalskaries

Unterminierende Karies

Gebisszerstörung durch Karies

Erreicht der kariöse Prozess das Dentin, spricht man von Caries media. Durch die Dentinkanälchen innerhalb des Dentins können die Bakterien jetzt schneller vorankommen. Die Karies breitet sich damit ebenfalls schneller aus. Die Dentinkaries kann auch unter einer fast intakten Schmelzoberfläche eine erhebliche Ausdehnung annehmen.
Bei größerer Caries media bleibt die Sonde im erweichten Dentin stecken. Je größer der Defekt ist, umso mehr finden Fäulnisprozesse (bakterielle Zersetzung von Speiseresten) statt.

Caries profunda

Erreicht die Dentinkaries Pulpanähe, spricht man von einer Caries profunda. Der kariöse Defekt mit erweichtem Dentin hat große Teile des Zahnes erfasst. Ohne Therapie wird der Zahn durch die Karies zerstört und es entwickelt sich als Folge der bakteriellen Schädigung der Pulpa eine Pulpitis (Entzündung des Zahnmarks).

Das Geschlecht der Substantive. Рід іменників

До чоловічого роду належать:

1. Слова, що означають:
1) Осіб чоловічої статі — der Mann (чоловік), der Junge (юнак)
2) Тварин чоловічої статі — der Bär (ведмідь), der Löwe (лев)
але: die Gans (гусак), das Pferd (кінь), das Schaf (вівця), das Schwein (свиня)
2. Назви:
1) Пір року — der Winter (зима), der Sommer (літо)
2) Місяців — der Januar (січень), der Mai (травень)
3) Днів тижня — der Montag (понеділок), der Dienstag (вівторок)
4) Частин доби — der Tag (день), der Abend (вечір).
але: die Nacht (ніч)
3. Назви небесних світил: der Mond (Місяць), der Mars (Марс)
але: die Venus (Венера)
4. Назви сторін світу: der Norden (північ), der Süden (південь)
5. Назви більшої частини гір: der Harz (Гарц), der Olymp (Олімп)
Примітка. Назви деяких гірських масивів уживаються тільки в множині: die Alpen (Альпи), die Karpaten (Карпати)
6. Назви опадів: der Schnee (сніг), der Hagel (град)
7. Назви грошових одиниць: 
der Euro (євро), der Dollar (долар) 
8. Назви машин: der Mercedec (мерседес), der VW (Фольксваген), der Fiat (Фіат)

1. Більша частина іменників, утворених від дієслівних основ:
1) Найчастіше зі зміною кореневого голосного — der Gang (gehen) (хід), der Schritt (schreiten) (крок)
2) Без зміни кореневого голосного — der Beginn (beginnen) (початок), der Lauf (laufen) (біг)
2. Іменники із суфіксами:
-er (der Lehrer — учитель)
-el (der Flügel — крило)
-ner (der Redner — промовець)
-ler (der Sportler — спортсмен)
-ling (der Lehrling — учень (на фабриці)
-ig (der König — король)
3. Запозичені іменники із суфіксами:
-at (der Soldat — солдат)
-et (der Athlet — атлет)
-ant (der Aspirant — аспірант)
-ent (der Student — студент)
-är (der Sekretär — секретар)
-eur (der Ingenieur — інженер)
-ier (der Offizier — офіцер)
-ist (der Sozialist — соціаліст)
-ismus (der Demokratismus — демократизм)
-or (der Professor — професор)
-log(e) (der Psyhologe — психолог)
-soph (der Philosoph — філософ)

9. Назви напоїв: der Wein (вино), der Sekt (шампанське),
але: das Bier (пиво)

 


До середнього роду належать:

за значенням

за формою

1. Назва дітей і молодих тварин: das Kind (дитина), das Kalb (теля)
2. Назви більшості країн: (das) Deutschland (Німеччина), (das) Russland (Росія), das Österreich (Австрія)
але: die Ukraine (Україна), die Schweiz (Швейцарія), die Türkei (Туреччина), die Arktis (Арктика), die Antarktis (Антарктика), der Sudan (Судан), der Iran (Іран), der Irak (Ірак)
3. Назви міст: (das) Kyjiw (Київ), (das) Berlin (Берлін)
але: der Haag (Гаага)
4. Назви металів та інших хімічних елементів:
das Gold (золото), das Jod (йод), 
але: der Stahl (сталь)
5. Назви готелів: das “Kosmos” («Космос»), das “Metropol” («Метрополь»)
6. Назви літер і звуків, прийменників: das “A” (а), das Für (за)

1. Іменники, утворені від дієслів у Infinitiv: das Gehen (ходьба), das Treffen (зустріч)
2. Іменники з префіксом Ge-: das Gebäude (будівля), das Gebirge (гори)
3. Із суфіксами:
-chen (das Mädchen —
дівчина),
-lein (das Tischlein —
столик)
-tel (das Drittel —
третина)
4.
Із запозиченими суфіксами:
-um (das Studium —
навчання)
-ment (das Dokument —
документ)
та суфіксами:
-sal (das Schicksal —
доля)
-sel (das Rätsel —
загадка)
-nis (das Ereignis —
подія)
але: die Kenntnis (знання), die Erlaubnis (дозвіл), die Finsternis (морок)
-tum (das Altertum —
давність, старовина)
але: der Irrtum (помилка)


До жіночого роду належать:

за значенням

за формою

1. Слова, що означають:
1) Осіб жіночої статі — die Frau (жінка), die Mutter (мати)
але: das Mädchen (дівчина)
2) Тварин жіночої статі — die Kuh (корова), die Katze (кішка)
але: das Huhn (курка), das Schaf (вівця)
2. Назви більшості дерев і квітів: die Linde (липа), die Birke (береза), die Rose (троянда)
але: der Ahorn (клен)
3. Назви багатьох плодів і ягід:
die Birne (груша), die Nuss (горіх)
але: der Apfel (яблуко), der Pfirsich (персик)

1. Іменники із суфіксами:
-in (die Lehrerin —учителька)
-ung (die Bildung —освіта)
-heit (die Freiheit —свобода)
-keit (die Tapferkeit — хоробрість)
-schaft (die Gesellschaft —суспільство)
-ei (die Bäckerei —булочна)
-t (die Fahrt —поїздка)
2. Запозичені суфікси:
-ie (die Poesie —поезія)
-ik (die Politik —політика)
-ion (die Union —спілка)

4. Назви літаків, пароплавів:
die TU (ТУ), die Nautilus (Наутілус)
5. Назвинімецькихрік:
die Elbe (Ельба), die Oder (Одер)
але: der Main (Майн), der Rhein (Рейн)

-tion (die Organisation —організація)
-tät (die Universität — 
університет)
-ur (die Zensur —
оцінка)

Der artikel. Артикль

Allgemeines (Загальні відомості)

У німецькій мові іменник вживається зі службовим словом, яке називається артиклем. Артикль буває двох видів: означений (der bestimmte Artikel) і неозначений (der unbestimmte Artikel).

Особа

Означений артикль

Неозначений артикль

Singular (однина)

der — ч. рід.
die —
ж. рід
das —
с. рід.

ein — ч. рід.
eine —
ж. рідein — с. рід.

Plural (множина)

die

множини немає


Артиклі означений і неозначений відмінюються так:

Вживання означеного артикля

Означений артикль вживається в таких випадках:
1. Якщо іменник означає не окремий предмет, а всю категорію таких предметів.
Das Flugzeug ist das schnellste Verkehrsmittel des 20. Jahrhunderts. (Літак — найшвидший засіб сполучення 20 століття.)
2.
Якщо іменник був названий раніше.
Wir lesen ein Buch. Das Buch ist interessant.
(Ми читаємо книжку. Книжка цікава.)
3. Коли говорять про єдині у своєму роді предмети.
Die Sonne scheint. (Світить сонце.)
Die Venus ist ein Planet. (
Венерапланета.)
Berlin liegt an der Spree. (
Берлін розташований на Шпреє.)
Im Herbst beginnt das Schuljahr. (
Восени починається шкільний рік.)
Viele Touristen besuchen die Karpaten. (
Багато туристів відвідують Карпати.)
4.
Якщо перед іменником стоїть прикметник у найвищому ступені.
die beste Schülerin (
краща учениця)
der längste Fluss (
найдовша ріка)
5.
Якщо перед іменником стоїть порядковий числівник.
der achte Tag (
восьмий день)
die erste Schülerin (
перша учениця)
6.
Якщо іменник вживається з означенням у формі іменника в родовому відмінку. 
Das ist das Buch meines Freundes. (Це книга мого друга.)
7. Якщо іменник вживається з прийменником, що означає місце й час.
Die Bücher aus unserer Bibliothek. (Книги з нашої бібліотеки.)
Die heutige Zeitung.
(Сьогоднішня газета.)
8. Якщо співрозмовнику й слухачу відомо, про який предмет ідеться.
Der Kopf tut mir weh. (У мене болить голова.)
Öffne dir Tür!
(Відчини двері!)
9. Якщо при запереченні іменника з означеним артиклем і прикметником вживається nicht.
Das ist die heutige Zeitung. (Це сьогоднішня газета.)
Das ist nicht die heutige Zeitung.
(Це не сьогоднішня газета.)

Вживання неозначеного артикля

Неозначений артикль вживається у таких випадках:
1. Після дієслова haben і виразу es gibt.
Ich habe einen Bruder. (У мене є брат.)
Hier gibt es einen Tiergarten. (
Тут є зоопарк.)
2.
В іменному присудку.
Kyjiw ist eine Großstadt. (
Київвелике місто.)
3.
Якщо іменник згадується вперше.
Auf dem Tisch liegt eine Zeitung.
(На столі лежить газета.)
Wir brauchen ein Wörterbuch. (Нам потрібен словник.)
4. Перед іменником, який стоїть у порівнянні.
Er schwimmt wie ein Fisch. (Він плаває як риба.)

Відсутність артикля

Артикль не ставиться в таких випадках:
1. Якщо перед іменником стоїть займенник або кількісний числівник:
meine Tasche (моя сумка); zwei Hefte (два зошити); dieses Buch (ця книга).
2. У множині, якщо в однині іменник вживається з неозначеним артиклем.
Hier steht ein Tisch. Hier stehen Tische. (Тут стоїть стіл. Тут стоять столи.)
3. У зверненнях.
Kinder, hört zu! (Діти, слухайте!)
4. Якщо перед іменником стоїть означення в родовому відмінку (Genitiv).
Annas Heft liegt auf dem Tisch. (Книга Анни лежить на столі.)
5. Перед назвами міст і країн середнього роду.
Kyjiw ist die Hauptstadt der Ukraine. (Київстолиця України.)
Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands.
(Берлін — столиця Німеччини.)
6. Перед професіями, національностями та приналежністю до партії в іменному складному присудку. 
Sie ist Programmiererin. (Вонапрограміст.)
Er ist Deutsche. (
Віннімець.)
Але: якщо перед іменником стоїть прикметник, вживається неозначений артикль.
Sie ist eine gute Lehrerin. (
Вонагарна вчителька.)
7.
Перед власними іменами.
Johann Wolfgang Goethe ist ein großer deutscher Dichter.
(Йоган Вольфґанґ Ґете — великий німецький поет.)
8. Перед іменниками, що означають речовини, та абстрактними іменниками.
Ich trinke gern Tee. (Я люблю пити чай.)
Überall herrscht Stille. (
Скрізь панувала тиша.)
9.
У заголовках, оголошеннях.
Diktat (
Диктант)
Post (
Пошта)
Sportwaren (
Спортивні товари)
10.
У словосполученнях, прислівях, приказках.
zu Hause (
вдома)
nach Hause (
додому)
auf Schritt und Tritt (
на кожному кроці)
Wissen ist Macht. (
Знаннясила.)
Meine Schwester spielt Klavier. (
Моя сестра грає на піаніно.) 

Deklination der substantive. Відмінювання іменників

У німецькій мові, як і в українській, іменник змінюється за відмінками, однак у більшості з них закінчення відсутні. На відмінок іменника вказують головним чином артиклі та займенники, що його супроводжують. Типи відмінків визначаються за одниною, оскільки у множині всі іменники відмінюються за одним типом.
В однині розрізняють сильну, слабку та жіночу відміну (die starke Deklination, die schwache Deklination, die weibliche Deklination).

Сильна відміна

1. До сильної відміни належить більша частина іменників чоловічого роду і всі іменники середнього роду (крім das Herz — серце).
2. Ознака сильної відміни — закінчення -s або -es у родовому відмінку однини (Genitiv). 
3. При відмінюванні іменників середнього роду називний відмінок співпадає зі знахідним:
Nom.— das Glas, das Kind; 
Akk.— das Glas, das Kind.
4. Відмінки іменників відповідають на такі запитання: 

Kasus (Відмінок)

Fragen (Запитання відмінків)

Nominativ (називний)

wer? was? (хто? що?)

Genitiv (родовий)

wessen? (чий? чия? чиє?)

Dativ (давальний)

wem? wo? (кому?/чому? де?)

Akkusativ (знахідний)

wen? was? wohin? (кого? що? куди?)


5.
Закінчення -s мають у Genitiv багатоскладові іменники:
des Lehrers (
вчителя), des Fensters (вікна).
6.
Закінчення -es мають у Genitiv:
а) односкладові іменники:
des Volkes (
народу), 
des Mannes (
чоловіка);
б) іменники на -s, -ß, -x, -z, -tz, -ck, -pf, -st, -sch: 
das Glas — des Glases (
стаканстакана); 
das Gesetz — des Gesetzes (
законзакону), 
der Stock — des Stockes (
палкапалки).
7.
Іменники на -us, -ismus, -os не мають закінчення в Genitiv: 
der Kosmos (
космос), 
der Globus (
глобус), 
der Humanismus (
гуманізм).

Kasus (Відмінок)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

 

maskulin

neutral

Nom.

der Lehrer, ein Lehrer

das Kind, ein Kind

Gen.

des Lehrers, eines Lehrers

des Kindes, eines Kindes

Dat.

dem Lehrer, einem Lehrer

dem Kind, einem Kind

Akk.

den Lehrer, einen Lehrer

das Kind, ein Kind

 

Слабка відміна

Ознака слабкої відміни іменників — закінчення -(e)n у всіх відмінках, крім називного.
До слабкої відміни належать іменники тільки чоловічого роду. Вони майже завжди означають істоти (осіб або тварин).
1. Іменники, що закінчуються на -е:
der Junge (юнак), der Löwe (лев), der Hase (заєць), der Kollege (колега).
2. Односкладові іменники, що мають у множині суфікс -en:
der Held — die Helden (герой — герої), der Mensch — die Menschen (людина — люди), der Herr — die Herren (чоловік — чоловіки).
3. Слова іншомовного походження із суфіксами -ist, -ent, -at, -ant, -and, -nom, -ot, -loge, -graf, -ik, -arch:
der Polizist (поліцейський), der Student (студент), der Aspirant (аспірант), der Agronom (агроном), der Pilot (пілот), der Fotograf (фотограф), der Biologe (біолог), der Monarch (монарх), der Katholik (католик).
4. Деякі іменники, що означають неістот: der Automat (автомат), der Planet (планета), der Komet (комета), der Paragraf (параграф).
5. Деякі іменники, що утворюють Genitiv однини з додатковою літерою -s:
der Buchstabe (літера), der Gedanke (думка), der Frieden (мир), der Name (ім’я), der Same (насіння), der Funk (радіо), der Haufen (куча), der Wille (воля), der Glaube (віра) та іменник das Herz (серце).

Kasus (Відмінок)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Nom.

der Kollege, ein Kollege

der Nachbar, ein Nachbar

Gen.

des Kollegen, eines Kollegen

des Nachbarn, eines Nachbarn

Dat.

dem Kollegen, einem Kollegen

dem Nachbarn, einem Nachbarn

Akk.

den Kollegen, einen Kollegen

den Nachbarn, einen Nachbarn

 

Kasus (Відмінок)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Nom.

der Buchstabe

das Herz

Gen.

des Buchstabens

des Herzens

Dat.

dem Buchstaben

dem Herzen

Akk.

den Buchstaben

das Herz

 

Жіноча відміна

Ознака жіночої відміни — відсутність закінчення, відмінок іменника можна визначати тільки за артиклем.
До жіночої відміни належать всі іменники жіночого роду.
У жіночій відміні називний відмінок співпадає зі знахідним (Nom. — die Lehrerin, Akk. — die Lehrerin), родовий — з давальним (Gen. — der Lehrerin, Dat. — der Lehrerin).

Kasus (Відмінок)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Nom.

die Lehrerin

die Universität, die Prüfung

Gen.

der Lehrerin

der Universität, der Prüfung

Dat.

der Lehrerin

der Universität, der Prüfung

Akk.

die Lehrerin

die Universität, die Prüfung

 

Відмінювання іменників у множині

У множині іменники відмінюються однаково. Вони приймають закінчення -(e)n тільки у давальному відмінку (Dativ):
Якщо суфікс множини -s, то в Dativ немає закінчення -(e)n.
Якщо суфікс іменника в множині -en, у давальному відмінку він не має ніякого закінчення: 
Nom. — die Frauen, Dat. — den Frauen.

Kasus (Відмінок)

Plural
(Множина)

Nom.

die Freunde, die Lehrer, die Kinder, die Bücher, die Frauen, die Kinos

Gen.

der Freunde, der Lehrer, der Kinder, der Bücher, der Frauen, der Kinos

Dat.

den Freunden, den Lehrern, den Kindern, den Büchern, den Frauen, den Kinos

Akk.

die Freunde, die Lehrer, die Kinder, die Bücher, die Frauen, die Kinos

 Die Pluralbildung der Substantive. Множина іменників

У німецькій мові є п’ять типів утворення множини залежно від суфіксів множини.

Тип

Суфікси

Суфікси

Суфікси

Типовий для роду

Приклади

Приклади

 

ч. р.

ж. р.

с. р.

 

однина

множина

I

(¨-)-e

¨-e

-e

більшість іменників ч. р.; декілька — ж. р.

der Berg 
die Stadt
das Jahr

die Berge
die Städte
die Jahre

II

-(e)n

-(e)n

-(e)n

більшість іменників ж. р.; усі — ч. р. слабкої відміни; декілька — с. р.

der Junge
die Tür
das Ende

die Jungen
die Türen
die Enden

III

¨-er

 

¨-er

більшість іменників с. р.; декілька — ч. р.

der Wald
das Dorf

die Wälder
die Dörfer

IV

(¨-)

¨-

 

іменники ч. р. та с. р. на -er, el, -en та с. р. на -chen, -lein; 2 ім. ж. р.

der Vater
das Fenster
die Mutter
die Tochter

die Väter
die Fenster
die Mütter
die Töchter

V

-s

 

-s

запозичені ч. р. і с. р.

der Chef
das Hotel

die Chefs
die Hotels

 

Die Deklination der Adjektive. Відмінювання прикметників

Відмінювання прикметників залежить від того, чи є перед іменником артикль або займенник. Якщо супровідне слово ясно визначає відмінок, рід або число, то прикметник приймає закінчення -е або -en:
Der letzte Roman dieses berühmten Schriftstellers hatte einen großen Erfolg. (Останній роман цього видатного письменника мав великий успіх.)
Якщо супровідного слова немає чи воно не досить чітко визначає відмінок, рід або число, то сам прикметник приймає закінчення, які вказують на відмінок, рід і число визначеного ним іменника:
Wir besuchen dieses Museum mit großem Vergnügen. (Ми відвідуємо музей з великим задоволенням.)
Розрізняють три види відміни: слабка, сильна та відміна з неозначеним артиклем, присвійними і заперечним займенником kein в однині.

Слабка відміна прикметників

Прикметник відмінюється за слабкою відміною, якщо перед ним стоїть:
1. Означений
артикль: der, die, das, die.
2.
Займенники: dieser, jeder, jener, welcher, mancher, solcher, derselbe, derjenige.
3.
Займенники: alle, sämtliche, beide, keine.
4.
Присвійні займенники: meine, deine у множині.

Сильна відміна прикметників

Прикметники відмінюються за сильною відміною, якщо перед ними:
1. Не стоїть супровідне слово (займенник, артикль).
2. Стоять неозначені займенники: viele, einige, mehrere, wenige, після слів folgende, verschiedene у множині.
3. Стоять неозначені числівники: etwas, genug, mehr, viel, wenig, nichts. Після etwas та nichts прикметники пишуться з великої літери:
Ich habe etwas Neues erfahren.
(Я взнав щось нове.)
4.
Стоять кількісні числівники (zwei, drei).
Zwei neue Röcke habe ich mir in der vorigen Woche gekauft.
(Минулого тижня я купила дві нові спідниці.)

Kasus
(Відмінок)

Singular 
(Однина)

Singular 
(Однина

Singular 
(Однина

Plural
(Множина)

 

maskulin
(ч. р.)

neutral
(с. р.)

feminin
(ж. р.)

 

Nom.

großer Erfolg
(великий успіх)

blaues Heft
(синій зошит)

schöne Blume
(гарна квітка)

große Ereignisse
(великі події)

Gen.

großen Erfolges

blauen Heftes

schöner Blume

großer Ereignisse

Dat.

großem Erfolg

blauem Heft

schöner Blume

großen Ereignissen

Akk.

großen Erfolg

blaues Heft

schöne Blume

große Ereignisse


Der Teller ist aus reinem Gold. (
Тарілка з чистого золота.)
Heute trinkt man häufiger schwarzen Tee. (
Тепер частіше пють чорний чай.)
Frische Milch trinkt man gern.
(Люблять пити свіже молоко.)

Відмінювання прикметників із неозначеним артиклем, заперечним займенником kein та присвійними займенниками в однині

Прикметники у сполученні з іменниками чоловічого, жіночого та середнього родів, що відмінюються з неозначеним артиклем, заперечним займенником kein і присвійними займенниками, мають такі закінчення: 


Ich habe mir eieues Fahrrad gekauft. (Я купив собі новий велосипед.)
Ich brachte meinen kranken Hund in die Tierklinik. (
Я привіз свого хворого собаку у ветеринарну клініку.)
Du sollst kein trockenes Brot essen.
(Ти не повинен їсти сухий хліб.)

Відмінювання субстантивованих прикметників

Прикметники можна вживати як іменники. Субстантивовані прикметники вживаются з артиклями der, die, ein, eine. Якщо субстантивований іменник позначає особу, то він може бути чоловічого чи жіночого роду. Субстантивовані прикметники середнього роду здебільшого абстрактні (das Äußere — зовнішність, das Neue —нове). 

Kasus
(Відмінок)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Plural
(Множина)

 

maskulin
(ч. р.)

neutral
(с. р.)

feminin
(ж. р.)

 

Nom.

der Alte

dein Äußeres

die Alte

die Kranke

Gen.

des Alten

deines Äußeren

der Alten

der Kranker

Dat.

dem Alten

deinem Äußeren

der Alten

den Kranken

Akk.

den Alten

dein Äußeres

die Alte

die Kranke


Прикметники, які вживаються у значенні іменників, відмінюються, як прикметники, за тими самими типами відміни:
In unserem Klub sind einige Jugendliche.
(У нашому клубі кілька підлітків.)
Die jungen Leute diskutieren mit den Reisenden. (
Молоді люди сперечаються з пасажирами.)
Ein alter Beamter gab dem alten Mann einen Brief. (
Старий службовець дав старому чоловікові листа.) 

Die Komparationsstufen der Adjektive. Cтупені порівняння прикметників

У німецьких прикметниках є дві форми — повна та коротка. Прикметники в повній формі в реченні є означенням, відмінюються за родами й часами. Вони стоять перед іменником, який визначають, і узгоджуються з ним у роді, числі та відмінку:
Dieser Schüler hat große Erfolge. (У цього учня великі успіхи.)
Прикметники у короткій формі часто бувають іменною частиною присудка. Вони
не відмінюються:
Der Berg ist hoch. (
Гора висока.)
Das Gebäude ist modern. (
Будинок сучасний.)
Якщо як означення прикметник стоїть перед іншими прикметниками, він не змінюється.
Mein bunt karriertes Kleid. (
Строката у клітинку сукня.)
Деякі прикметники, що означають колір і виступають як означення, не отримують закінчень:
lila (
ліловий)
rosa (
рожевий)
beige [be:6] (
бежевий)
ein rosa Kleid, ein beige Rock (
рожева сукня, бежева спідниця).

Разом з основною формою (Positiv), якісні прикметники мають два ступені порівняння: вищий (der Komparativ) і найвищий (der Superlativ).
Якщо після прикметника в основній формі йде порівняння, то вживається сполучник wie:
Dieses Modell ist ebenso interessant wie das andere. (
Ця модель така ж цікава, як і інша.)

Вищий ступінь

Komparativ утворюється за допомогою суфікса -er, при цьому кореневі голосні в односкладових прикметниках a, o, u приймають умлаут: kalt — kälter (холоднийхолодніший); warm — wärmer (теплийтепліший); kurz — kürzer (короткийкоротший) 

Найвищий ступінь

Superlativ утворюється за допомогою суфіксу -st, при цьому після приголосних d, t, s, z, sch додається -e (-est): kurz — der/die/das kürzeste (найкоротший/а/е); warm — der/die/das wärmste (найтепліший/а/е); kalt — der/die/das kälteste (найхолодніший/а/е)
Є ще одна форма Superlativ — з am. Вона є в реченні частиною прикметника або членом речення:
Dieser Weg ist am kürzesten. (Ця дорога найкоротша.)
Am schnellsten mache ich die Matheaufgabe. (Швидше за все я роблю завдання з математики.)


Винятком є такі прикметники та прислівники:

gut (добрий)

besser (кращий)

der/die/das beste (найкращий)

am besten (кращий за всіх)

hoch (високий)

höher (вищий)

der/die/das höchste
(
найвищий
)

am höchsten (вищий за всіх)

nah (близький)

näher (ближчий)

der/die/das nächste (найближчий)

am nächsten (ближчий за всіх)

gern (охоче)

lieber
(охочіше)

der/die/das liebste (найохочіший)

am liebsten (охочіше за все)

viel (багато)

mehr (більше)

die meisten (найбільше)

am meisten (більше за все)

bald (скоро)

eher (скоріше)

der/die/das eheste (якнайскоріше)

am ehesten (скоріше за все)



Das pronomen. Займенник

Arten von Pronomen. Типи займенників

Особові займенники
ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie, Sie (
я, ти, він, вона, воно, ми, ви, вони, Ви)

Присвійні займенники
mein, dein, sein, ihr, unser, euch, sein, Ihr (
мій, твій, його, її, наш, ваш, їх, Ваш)

Зворотний займенник sich (-ся)

Безособовий займенник es (не перекладається)

Вказівні займенники
dieser, diese, dieses; jener, jene, jenes (цей, ця, це; той, та, те)

Неозначені (man (не перекладається), jemand — хтось) й заперечні займенники kein (ніякий), niemand (ніхто) та ін.

Відносні займенники 
der, die, das (який, яка, яке)

Питальні займенники
wer? was? (хто? що?) та ін.

 

 Personalpronomen. Особові займенники

Відмінювання особових займенників

Possessivpronomen. Присвійні займенники

До присвійних займенників належать:

Mein Vater ist Arzt und meine Mutter ist Lehrerin. (Мій батько лікар, а моя мати вчителька.)
Ihr Heft ist immer sauber. (Її зошит завжди чистий.)

Відмінювання присвійних займенників

Присвійні займенники відмінюються в однині як неозначений артикль, а в множині — як означений.

Kasus
(Відмінок)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Plural
(Множина)

Nom.

mein Malkasten

dein Buch

seine Tasche

unsere Hefte

Gen.

meines Malkastens

deines Buches

seiner Tasche

unserer Hefte

Dat.

meinem Malkasten

deinem Buch

seiner Tasche

unseren Heften

Akk.

meinen Malkasten

dein Buch

seine Tasche

unsere Hefte


Ich nehme mein Vokabelheft. (
Я беру свій словник.)
Er schreibt mit seinem Kuli. (
Він пише своєю ручкою.)
Die Mutter ruft ihre Tochter. (
Мати кличе свою доньку.)
У німецькій мові присвійні займенники вживаються частіше, ніж в українській.
Die Frau kämmt sich ihre Haare und zieht ihre Jacke an. (Жінка причісує волосся та одягає куртку.)

Вказівні займенники

Вказівні займенники вказують на певну особу або певний предмет:
dieser, dieses, diese (
цей, це, ця)
jener, jenes, jene (
той, те, та)
solcher, solches, solche (
такий, таке, така)
das (
те, це)
es (
те, це)
Dieser, jener, solcher
відмінюються, як означений артикль; вживаються як прикметник.

Kasus
(Відмінок)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина

Singular
(Однина

Plural
(Множина)

 

maskulin
(ч. р.)

neutral
(с. р.)

feminin
(ж. р.)

 

Nom.

dieser Tag

jenes Buch

solche Stadt

diese Hefte

Gen.

dieses Tages

jenes Buches

solcher Stadt

dieser Hefte

Dat.

diesem Tag

jenem Buch

solcher Stadt

diesen Heften

Akk.

diesen Tag

jenes Buch

solche Stadt

diese Hefte


Займенник solcher, solches, solchе (Singular), solche (Plural) — такий, таке, така, такі, вживається зазвичай в однині з неозначеним артиклем і відмінюється, як прикметник, після неозначеного артикля:
In diesem Winter herrschte eine solche Kälte, dass viele Obstbäume erfroren. (Цієї зими був такий холод, що багато плодових дерев замерзло.)
Solch eine Kälte, bei solch einer Kälte — не відмінюється.
У займенниках derselbe, dieselbe, dasselbe (Singular), dieselben (Plural) — той самий, та сама, те саме, відмінюються обидві частини: артикль (der, die, das) та прикметник.
Ich studiere an derselben Uni wie mein Freund. (Я навчаюсь у тому самому університеті, що й мій друг.)
У займенниках derjenige, diejenige, dasjenige (Singular), diejenigen (Plural) (той, та, те; те) відмінюються обидві частини: der, die, das, die та прикметник:
Man hat denjenigen Schüler ausgewählt, der Deutsch gut spricht. (Вибрали того учня, що добре розмовляє німецькою.)

Kasus
(Відмінок)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Plural
(Множина)

 

maskulin
(ч. р.)

neutral
(с. р.)

feminin
(ж. р.)

 

Nom.

derselbe

dasselbe

dieselbe

dieselben

Gen.

desselben

desselben

derselben

derselben

Dat.

demselben

demselben

derselben

denselben

Akk.

denselben

dasselbe

dieselbe

dieselben


У мові часто вживаються вказівні займенники das, es.
Wer ist das? Das ist Direktorin. (Хто це? Це наша директор.)
Was ist das? Das ist das Schewtschenko-Denkmal. (
Що це? Це памятник Шевченку.)
Ich besuchte Deutschland. Weißt du das? — Ja, ich weiß es.
(Я відвідав Німеччину. Ти знаєш це? — Так, я це знаю.) 

Fragepronomen. Питальні займенники

До питальних займенників належать:
wer?
(хто?), was? (що?), welcher? welches? welche? (який? яке? яка?), was für ein? was für eine? (який? яка?)

Відмінювання питальних займенників хто?, що?


Wer antwortet? (
Хто відповідає?) Der Schüler antwortet. (Учень відповідає.) Was steht an der Ecke? (Що стоїть у кутку?) Der Fernseher steht da. (Там стоїть телевізор.) Was ist deine Mutter von Beruf? (Хто твоя мати за професією?) Sie ist Programmiererin. (Вона програміст.) Wessen Buch ist das? (Чия це книга?) Wem gehört das Heft? (Кому належить зошит?)
Питальний займенник welcher? welches? welche? вживають, якщо вибирають один предмет із кількох. 
Welchen Bleistift nehmen Sie, den roten oder den blauen? (Який олівець Ви берете, червоний чи синій?) Welcher Wagen gehört Ihnen? — Der schwarze. (Яка машина належить Вам? — Чорна.)
Займенник was für ein? (що за..?) вживається, якщо хочуть довідатися про характеристику предмета, його якості. Відмінюється тільки ein, як неозначений артикль. У множині залишається тільки was für?
Was für ein Mensch ist er? — Ein sehr schwieriger. (Що він за людина? — Дуже важка.) Was für eine Kamera haben Sie? — Eine ganz einfache. (Яка у Вас камера? — Дуже проста.) 

Relativpronomen. Відносні займенники

Відносними займенниками є:



Відносні займенники виконують роль сполучного слова, вони вводять підрядні означальні речення (Attributsätze, Relativsätze) і водночас є членами речення.
Відносний займенник узгоджується з іменником, до якого належить, у роді та числі. Він приймає ознаку відмінка, відповідного функції цього іменника.
Відносний займенник welcher, welches, welche вживається тільки для того, щоб уникнути повторення одних і тих самих займенників.
Erika ist das die, welche wir letzte Woche getroffen haben. (Ерікаце та, яку ми зустріли минулого тижня.)



Der letzte Roman von Theodor Fontane, den ich vor kurzem gelesen habe, gefällt mir sehr.
(Останній роман Теодора Фонтане, який я нещодавно читав, мені дуже подобається.)

Indefinitpronomen und Negationspronomen. Неозначені й заперечні займенники

Неозначені займенники вказують на те, що особи або предмети не визначені, невідомі або малознайомі: man (не перекладається); jemand (хтось, хто-небудь); jeder, -s, -e (кожний, всякий; кожне, всяке; кожна, всяка); sämtliche, alle (всі). einige (деякі); viele (багато хто); mancher, manche, manches, manche (інші, інша, інше, багато хто); beide (обидва, обидві); wenige (мало хто); etwas (щось, що-небудь).
До заперечних займенників належать: kein, keine (ніякий, ніяке, ніяка); niemand (ніхто); nichts (ніщо).
Займенник man не відмінюється. Він є завжди підметом неозначено-особового речення:
1. Man вживається тільки в називному відмінку, в інших відмінках вживається займенник einer. Man означає багато незнайомих осіб або невизначену спільність.
Man spielt.
(Грають.) In der Zeitung kann man viele Artikel lesen. (У газеті можна прочитати багато статей.) Diese Fernsehsendung kann einem gefallen. (Ця телепередача може комусь сподобатися.)
2.
Займенники jemand (хтось) та niemand (ніхто) означають у позитивному та негативному реченні одну особу або групу незнайомих осіб, що вживаються тільки в однині та не мають закінчень у давальному і знахідному відмінках:
Haben Sie jemand gesehen? (
Ви бачили когонебудь?) Ich habe mit niemand gesprochen. (Я ні з ким не розмовляла.)
3.
Займенник jeder змінюється, як означений артикль.
Jedes Kind muss mit sechs Jahren zur Schule gehen. (
Кожна дитина в шість років повинна відвідувати школу.)
Jeder
не має множини, у множині замість нього вживається займенник alle.
Alle Kinder müssen mit sechs Jahren zur Schule gehen. (
Усі діти повинні з шести років відвідувати школу.)
4.
Займенники alle, einige, viele, beide, wenige вживаються тільки у множині і відмінюються, як означений артикль.


5. Займенник etwas вказує не на неозначену особу, а на неозначений предмет. Він не змінюється.
Ich habe dich etwas gefragt! (Я в тебе щось запитав.)
6. Займенники kein, keine заперечують тільки іменник і стоять перед ним, змінюються, як неозначений артикль, в однині і, як означений, у множині.
Ich habe keinen Kuli. (У мене немає ручки.)
7.
Займенник nichts не змінюється.
Sie hat nichts geantwortet. (
Вона нічого не відповіла.)
8.
Займенник irgend указує на щось неозначене: irgendwelcher (якийсь), irgendwer (хтось), irgendwann (колись), irgendjemand (дехто).
Irgendwer hat mir das gesagt. (
Хтось мені це казав.)
9.
Займенник mancher, manches, manche у множині означає особу або групу осіб, а також один або декілька предметів.
Wir haben schon manches erlebt. (
Ми уже дещо пережили.)
Manche (Menschen) gehen oft ins Theater.
(Деякі (багато хто) (люди) часто ходять у театр.) 

Das unpersönliche Pronomen es. Безособовий займенник es

Безособовий займенник es вживається як підмет у безособових реченнях. Він не змінюється.
Es ist kühl. (
Прохолодно.)
Es regnet/donnert/blitzt.
(Іде дощ/гримить/блискає блискавка.) 

Die präposition. Прийменник

Präpositionen mit dem Dativ und dem Akkusativ. Прийменники з давальним і знахідним відмінками

Прийменники, які керують Dativ та Akkusativ (відповідають на запитання wo?), вимагають давального відмінка (на запитання wohin? — знахідного): an — на, в, до, за, біля; auf — на, до, в; hinter — за, позаду; neben — біля, поруч, близько, поряд; in — в, через (якийсь час), на; über — над, про, через, більш, понад; unter — під, серед, між; vor — перед, до, від; zwischen — між
Die Frau stellt die Vase (wohin?) auf den Tisch.
(Жінка ставить вазу (куди?) на стіл.)
Meine Freundin studiert (wo?) an der Universität. (
Моя подруга навчається (де?) в університеті.)
Die Vase steht (wo?) auf dem Tisch. (
Ваза стоїть (де?) на столі.)
Das Bild hängt (wo?) über dem Tisch. (
Картина висить (де?) над столом.)
Деякі прийменники, що вимагають давального і знахідного відмінків, можуть зливатися з означеним артиклем:
am
an + dem (am Gebäude — біля будівлі)
im
in + dem (im Zimmer — у кімнаті)
ans
an + das (ans Gebäude — до будівлі)
ins
in + das (ins Zimmer — у кімнату)
aufs auf + das (aufs Feld — у поле) 

Präpositionen mit dem Akkusativ. Прийменники зі знахідним відмінком

Знахідного відмінка вимагають такі прийменники:
durch —
через, по, за допомогою; für — для, за; ohne — без; um — навколо, в, на; entlang — уздовж; gegen — проти, біля; wider — проти; bis — до.
Wir gingen durch den Wald. (
Ми йшли через ліс.)
Ich brauche einen Rucksack für die Wanderung. (
Для мандрівки мені потрібен рюкзак.)
Ich übersetze den Text ohne Wörterbuch.
(Я перекладаю текст без словника.)
Ich stehe um 7 Uhr auf.
(Я встаю о сьомій годині.)
Sie protestieren gegen den Bau dieses Gebäudes. (
Вони протестують проти зведення цієї будівлі.) 

Präpositionen mit dem Dativ. Прийменники з давальним відмінком

Давального відмінка вимагають такі прийменники: mit — з, на; nach — після, по, через, в, на; aus — з; zu — для, до; von — від, з, про; bei — у, при; seit — з (часу); entgegen — проти, всупереч, назустріч; außer — крім; gegenüber — напроти, проти.
Mit dem Lehrer gehen wir ins Museum. (
З учителем ми йдемо в музей.)
Nach der Stunde haben wir Pause. (
Після уроку у нас перерва.)
Aus der Schule gehe ich nach Hause. (
Зі школи я йду додому.)
Ich gehe heute zum Arzt. (
Я йду сьогодні до лікаря.)
Meine Oma wohnt nicht weit von der Bushaltestelle. (
Моя бабуся живе неподалік від автобусної зупинки.)
In Deutschland wohnte ich bei meinem Freund. (
У Німеччині я жив у мого друга.)
Seit einem Monat besuche ich den Sprachkurs. (
Уже місяць я відвідую мовні курси.)
Außer diesem Schüler kann ihm niemand helfen. (
Крім цього учня йому ніхто не може допомогти.)
Прийменники zu, von, bei можуть зливатися з означеним артиклем.

zu + dem = zum
zum Bruder
zum Haus

zu + der = zur
zur Schwester

von + dem = vom
vom Vater
vom Kind

bei + dem = beim
beim Arzt
beim Essen


Прийменники nach та gegenüber можуть стояти як перед іменником, так і після нього.
Nach der Schule treibt er Sport. (
Після школи він займається спортом.)
Meiner Meinung nach müssen wir unsere Natur schützen. (
На мою думку, ми повинні захищати природу.)
Dem Haus gegenüber befindet sich der Markt. (
Напроти будинку знаходиться базар.)
Gegenüber der Post befindet sich das Reisebüro. (
Напроти пошти знаходиться туристичне бюро.)
Прийменник entgegen також стоїть після іменника.
Das Kind läuft der Mutter entgegen.
(Дитина біжить назустріч матері.)

Прийменники з родовим відмінком

Прийменники, що вимагають родового відмінка: statt (anstatt) — замість; infolge — внаслідок, через; während — протягом, під час; unweit — недалеко від; wegen — через, із-за; längs — уздовж; laut — згідно, відповідно; trotz — незважаючи на.
Statt des Buches nahm der Schüler ein Heft mit. (Замість книги учень узяв зошит.)
Während der Stunde muss man dem Lehrer zuhören. (
Протягом уроку слід слухати вчителя.)
Прийменник wegen стоїть як перед іменником, так і після нього.
Wegen des schlechten Wetters kam ich in die Schule nicht. Або: Des schlechten Wetters wegen kam ich in die Schule nicht. (Через погану погоду я не прийшов до школи.)
Längs des Baches wachsen Tannen.
(Уздовж струмка ростуть ялини.)
Unweit des Dorfes lag ein tiefer See. (
Недалеко від села знаходилося глибоке озеро.)
Infolge seines Rechenfehlers hat er eine Drei in Mathematik bekommen.
(Через свої помилки в розрахунках він отримав трійку з математики.)
Прийменники trotz та laut вживаються як з родовим, так і з давальним відмінками. 
Trotz seines hohen Alters ging er schneller als ich. (Незважаючи на свій похилий вік він ішов швидше за мене.)
Laut Gesetz hat jeder Bürger der Ukraine das Recht auf Bildung. (Згідно із законом кожен громадянин України має право на освіту.) 

Das zahlwort. Числівник

Allgemeines. Загальні відомості

У німецькій мові є такі групи числівників:
1.
Grundzahlwörter (кількісні): ein, zwei, drei — zwei Schüler (два учні), drei Tage (три дні).
2. Ordnungszahlwörter (
порядкові), що відповідають на запитання welche? (які?):
der 23. August (
двадцять третє серпня).
3. Bruchzahlen (дробові):
1/3 (ein Drittel (третина), 1/20 (ein Zwanzigstel (одна двадцята).


Grundzahlwörter. Кількісні числівники

1. Кількісні числівники від 1 до 12 за своїм словотвором прості:
1 (eins), 2 (zwei), 3 (drei), 4 (vier), 5 (fünf), 6 (sechs), 7 (sieben), 8 (acht), 9 (neun), 10 (zehn), 11 (elf), 12 (zwölf).
Числівник «один» має форму “eins”, якщо за ним не йде іменник.
Ich komme morgen um eins. (Я прийду завтра о першій.)
Якщо після числівника «один» стоїть іменник, то вживається форма ein, eine, ein і він відмінюється, як неозначений артикль.
Er hat nur ein Buch und eine Zeitschrift genommen. (
Він узяв тільки одну книжку і один журнал.)
2.
Числівники від 13 до 19 утворюються шляхом додавання до назв одиниць числівника zehn: 
13 (dreizehn), 15 (fünfzehn), 16 (sechzehn,
корінь втрачає -s), 17 (siebzehn, корінь втрачає -en).
3.
Числівники від 20 до 90 утворюються шляхом додавання до назви одиниць суфікса -zig: 
20 (zwanzig (
змінюється корінь)), 30 (dreißig (змінюється суфікс)), 40 (vierzig), 60 (sechzig (корінь втрачає -s)), 70 (siebzig (корінь втрачає -en)).
4.
Назви сотень утворюються шляхом додавання до назв одиниць числівника hundert: 
100 ((ein)hundert), 200 (zweihundert).
5.
Назви тисяч утворюються шляхом додавання до назв одиниць числівника tausend: 
1000 (eintausend), 2000 (zweitausend), 6000 (sechstausend).
6.
Числівники від 21 до 99 утворюються так: спочатку називаються одиниці, потім вживається сполучник und, потімдесятки: 
25 (fünfundzwanzig), 68 (achtundsechzig).
7.
Числівники від 101 до 200 і далі читаються так: 
101 (hunderteins), 350 (dreihundertfünfzig), 2561 (zweitausendfünfhunderteinundsechzig).
8.
Дати читаються так: 1991 (neunzehnhunderteinundneunzig), 2005 (zweitausendfünf); im Jahr 33 vor Chr. — dreiunddreißig vor Christus (у тридцять третьому році до Різдва Христового).
Числівники пишуться як одне слово. Окрема назва мільйонів і мільярдів — з великої літери. 

Ordnungszahlwörter. Порядкові числівники

Порядкові числівники утворюються від кількісних таким чином:

Від 2 до 19:
кількісний числівник + суфікс -te

Від 20:
кількісний числівник + суфікс -st

Винятки

der zweite
der vierte
der sechste
der siebente
der sechzehnte
der siebzehnte

der zwanzigste
der hundertste
der tausendste
der achthundertzweiundneunzigste

der erste
der dritte
der siebte
der achte


Порядкові числівники вживаються з означеним артиклем і відмінюються, як прикметники.
Der 24. August ist der Tag der Unabhängigkeit der Ukraine. (24 серпняДень незалежності України.)
Зазвичай порядкові числівники при зазначенні дат позначаються на письмі цифрами. У цьому випадку після цифри ставиться крапка, яка замінює суфікс і закінчення відмінку: der 28. Juni (двадцять восьме червня).
У листах дата пишеться так: Charkiw, den 24. Mai 2005 (den vierundzwanzigsten Mai zweitausendfünf) (Харків, 24 травня 2005 року).
У римських числах, наприклад при зазначенні королів, порядковий числівник також відмінюється. 
Ludwig II. — Ludwig der Zweite (Людовік Другий)
Unter Karl V. (unter Karl dem Fünften) waren Deutschland und Spanien vereint. (
При королі Карлі Пятому Німеччина та Іспанія були обєднані.) 

Der Satz. Речення

Der einfache satz. Просте речення

Allgemeines. Загальні відомості

Для німецького речення типові три властивості:
1. Двочленність (підмет і присудок):
 (Іде сніг.)
Man singt. (Співають.)
 erst gegen Abend. (Я прийду тільки під вечір.)
2. Вербальний характер (присудок завжди має у своєму складі дієслово):
Er 
 Schüler. (Він учень.)
Sein Vater 
 Arzt. (Його тато лікар.)
3. Постійне місце присудка (друге місце у розповідному, та перше — у питальному й наказовому):
Wir 
 gerne ins Freie. (Ми охоче їдемо на природу.) (Aussagesatz.)
 du im Sommer in die Karpaten? (Чи їдеш ти влітку в Карпати?) (Fragesatz.)
 lauter! (Читай голосніше!) (Aufforderungssatz.)

Розповідне речення 

1. При прямому порядку слів підмет стоїть перед присудком:

Ich helfe immer meinen Freunden.
(Я завжди допомагаю своїм друзям.)
У розповідному реченні може бути прямий чи зворотний порядок слів.
2. При зворотному порядку слів підмет стоїть після присудка:

Im Sommer verbringen viele Kinder ihre Sommerferien im Ferienlager. (Улітку багато дітей проводять літні канікули в літньому таборі.)

Питальне речення

Існують кілька видів питальних речень.
1. Загальне питальне речення: 

Schreibt ihr heute einen Aufsatz? (
Ви пишете сьогодні твір?)
2.
Спеціальне питальне речення:

Welche Sehenswürdigkeiten der Stadt Kyjiw kennst du? (
Які визначні місця міста Києва ти знаєш?)
3.
Альтернативне питальне речення:

Gehst du in den Park oder bleibst du zu Hause?
(Ти йдеш у парк чи залишаєшься вдома?) 

Die satzreihe. Складносурядне речення

Речення, що входять до складу складносурядного речення, зєднуються за допомогою сполучників: und (і, а), aber (але, а), oder (або), sondern (а, але), denn (тому що, бо), doch (всетаки, все ж), trotzdem (незважаючи на), dann (потім), deshalb (тому), darum (тому), deswegen (тому, з цієї причини). Парні сполучники: entweder … oder (абоабо), sowohl … als auch (яктак і), nicht nur … sondern auch (не тількиале й), bald … bald (тото), teils … teils (частковочастково), weder … noch (аніані).

Порядок слів у складносурядному реченні

Сполучники und, aber, oder, denn, entweder … oder, sowohl … als auch, sondern; nicht nur … sondern auch не впливають на порядок слів:

Heute bin ich sehr beschäftigt, denn morgen reise ich ab. (
Сьогодні я дуже зайнятий, тому що завтра їду.)

Heute bin ich sehr beschäftigt, denn ich reise morgen ab. (
Сьогодні я дуже зайнятий, тому що завтра їду.)

Після сполучників deshalb, darum, deswegen, dann, trotzdem, teils … teils, bald … bald, weder … noch вживається зворотний порядок слів.
Bald regnet es, bald scheint die Sonne. (
То дощить, то світить сонце.)

Das Buch ist interessant, darum will ich es lesen. (
Книга цікава, тому я хочу її прочитати.)

Er hatte sich sehr beeilt, trotzdem kam er zu spät. (
Він дуже поспішав, незважаючи на це він запізнився.)
Bald ist die Patientin optimistisch, bald ist sie verzweifelt. (
Пацієнтка то оптимістична, то у відчаї.)
Er war weder zu Hause, noch konnten wir ihn in seinem Büro erreichen.
(Його не було ані вдома, ані в бюро ми його не могли застати.) 

Das satzgefüge. Складнопідрядне речення

Складнопідрядне речення — це складне речення, яке складається з головного та підрядного (підрядних, залежних від головного) речень. Підрядне речення може вживатися як після, так і перед головним.

Побудова складнопідрядного речення



Wir gehen heute in den Wald nicht, weil das Wetter schlecht ist. (
Ми сьогодні не підемо в ліс, оскільки погода погана.)

Wenn ich Zeit habe, treibe ich Sport.
(Якщо у мене є час, я займатимуся спортом.)

Objektsätze (Додаткові підрядні речення)

Додаткові підрядні речення виконують у складнопідрядному реченні функцію об’єкта і вводяться сполучниками dass, ob, wer, was, wie, wann, wofür, woher, wohin тощо.
Ich weiß, dass wir morgen eine Kontrollarbeit schreiben. (Я знаю, що ми завтра пишемо контрольну роботу.) Ich möchte wissen, wofür du dich interessierst. (Я хотів би знати, чим ти цікавишся.) Sage, was du in den Ferien gelesen hast. (Скажи, що ти прочитав на канікулах.) Kannst du mir sagen, wann du zu mir kommst? (Чи можеш ти мені сказати, коли ти до мене прийдеш?)

Підрядні речення причини

Підрядні речення причини відповідають на питання warum? aus welchem Grunde? (чому? з якої причини?) і вводяться сполучниками weil, da, denn.
Побудова
речення



Ich habe du Jacke mitgenommen, weil es abends kühl wird.
(Я взяв із собою куртку, тому що ввечері стає прохолодно.)

Da (weil) das Geschäft renowiert wird, bleibt es geschlossen. (Оскільки магазин ремонтується, він залишається зачиненим.)

Ich komme später, denn ich habe noch etwas zu erledigen.
(Я прийду пізніше, тому що мені потрібно дещо зробити.)

Підрядні речення часу

Підрядні речення часу відповідають на питання wann? (коли?), seit wann? (з якого часу?), wie lange? (як довго?);
als, wenn (
коли), nachdem (після того як), während (у той час, коли), sobald (як тільки), seitdem (відтоді як), bis (доти, доки не), bevor (перш ніж), ehe (перш ніж), golange (доки).

Вживання сполучників als та wenn:

 

Vergangenheit (минулий час)

Gegenwart (теперішній час)

Zukunft
(майбутній час)

einmalige Handlung
(одноразова дія)

als

wenn

wenn

mehrmalige Handlung
(багаторазова дія)

wenn

wenn

wenn


Сполучник als виражає завжди одноразову дію в минулому.
Als ich voriges Jahr in Weimar war, war das Goethe-Haus geschlossen. (Коли я був минулого року у Веймарі, будинок Ґете був зачинений.)
Сполучник wenn виражає повторювану дію як у минулому, так і в майбутньому, а також одноразову в теперішньому.
Wenn ich in diesem Jahr wieder nach Hause komme, besuche ich unbedingt das Goethe-Haus. (Коли я цього року знову приїду додому, я обов’язково відвідаю будинок Ґете.)
Wenn ich nach Weimar fahre, besuche ich (jedesmal, meistens) auch das Goethe-Haus. (Коли я їду у Веймар, я відвідую (щоразу, найчастіше) також будинок Ґете.)
Сполучник während означає одночасність дій в головному та підрядному реченнях.
Während die Mutter das Essen zubereitete, spielte ihr Kind im Hof. (У той час, коли мати готувала їжу, її дитина гралася у дворі.)
Сполучник solange показує часові рамки, в яких відбуваються обидві події.
Solange es regnete, bleiben wir zu Hause. (Доки йшов дощ, ми залишалися вдома.)
Сполучник bis показує, що дія в головному реченні триває до початку дії в підрядному реченні.
Bis der erste Schnee fiel, musste das Haus fertig sein. (Доки не випав перший сніг, дім повинен бути готовим.)
Сполучник bevor показує, що дія в підрядному реченні відбудеться тільки після дії в головному.
Bevor er den Text übersetzen konnte, musste er neue Wörter lernen. (Перш ніж перекласти текст, він повинен був вивчити нові слова.)
Сполучник sobald виражає кінець події, що відбувається в підрядному реченні.
Sobald wir das Haus verließen, begann es zu regnen. (Тількино ми вийшли з будинку, почався дощ.)
Сполучник seitdem означає початок дії та її наявність у той момент, коли відбувається дія в головному реченні.
Seitdem ich im Gymnasium lerne, lerne ich Deutsch. (Відтоді як я навчаюся в гімназії, я вчу німецьку.)
Сполучник nachdem вказує на те, що подія в головному реченні відбудеться тільки після події в підрядному. 
Nachdem ich mich ausgeruht hatte, machte ich mich wieder an die Arbeit. (Після того як я відпочив, я знову став до роботи.)
Nachdem ich die Prüfungen abgelegt habe, fahre ich ans Meer. (Після того як я складу іспити, я поїду до моря.)
Сполучник вказує на те, що подія в підрядному реченні відбулася раніше, ніж подія в головному реченні. Тому дії слід виражати відповідно такими часовими формами:

Підрядні речення мети

Підрядні речення мети відповідають на запитання wozu? (для чого?) zu welchem Zweck? (з якою метою?).
Der Lehrer schreibt die Regeln an die Tafel, damit die Scüler sie abschreiben. (
Учитель пише правила на дошці, щоб учні їх списали.)
Якщо підмети в двох частинах складнопідрядного речення співпадають, то підрядні речення замінюються інфінітивною конструкцією um + zu +

Infinitiv.


Означальні підрядні речення

Означальні підрядні речення відповідають на запитання welcher? (який?), was für ein? (щоза?).
Роль сполучного слова виконують відносні займенники der, die, das, die (множина).

Відмінювання відносних займенників

Kasus
(Відмінок)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Singular
(Однина)

Plural
(Множина)

 

maskulin
(ч. р.)

neutral
(с. р.)

feminin
(ж. р.)

 

Nom.

der

das

die

die

Gen.

dessen

dessen

deren

deren

Dat.

dem

dem

der

denen

Akk.

den

das

die

die


Das Buch, das auf dem Tisch liegt, habe ich geschenkt bekommen. (
Книжку, яка лежить на столі, я одержав у подарунок.)
Wie alt ist dein Mitschüler geworden, dessen Geburtstag ihr gestern gefeiert habt?
(Скільки років виповнилось твоєму однокласнику, день народження якого ви святкували вчора?)
Die Feiren, auf die ich mich freue, werde ich am Meer verbringen. (Канікули, яким я радію, я проведу біля моря.)

Підрядні умовні речення

Підрядні умовні речення відповідають на запитання unter welcher Bedingung? (за якої умови?). Підрядні умовні речення вводяться сполучниками wenn або falls.
Wenn du ein Lehrbuch brauchst, leihe es in der Schulbibliothek aus. (Якщо тобі потрібен підручник, візьми його в шкільній бібліотеці.)
Falls man sich das Bein verletzt, wendet man sich an den Arzt. (
Якщо пошкодиш ногу, звертаєшся до лікаря.)
Якщо умова виконання дії нереальна, то вживається Konjunktiv II. 
Wenn ich morgen Zeit hätte, würde ich zu dir kommen.
(Якщо б у мене завтра був час, я прийшла б до тебе.)
Wenn das Wetter gestern besser gewesen wäre, wären wir in den Park gegangen. (Якщо б погода була вчора кращою, ми пішли б у парк.)

Допустові підрядні речення

Підрядне речення відповідає на запитання: незважаючи на що? Сполучник — obwohl.
Obwohl das Wetter schlecht ist, gehen wir sowieso spazieren.
(Не дивлячись на те, що погода погана, ми все одно йдемо гуляти.)

Порівняльні підрядні речення

Порівняльні підрядні речення вводяться сполучниками je … desto.
Je mehr der Sportler trainiert, desto besser sind seine Sportleistungen. (Чим більше спортсмен тренується, тим кращі його спортивні досягнення.)

 

Literatur

A. Die Materiale des Lehrstuhls.

B. Ergänzungen:

1. Бушина Л. М., Елисеева Л. Н., Яцковская В. Я. Пособие по обучению на немецкомязыке для медицинскихвузов. – М., Высшая школа. – 1990.

2. Бушина Л. М., Елисеева Л. Н., Яцковская В. Я. Учебник неметкого язика для медицинских вузов. – М., Высшая школа. – 1990.

3. Криворук Т. Б., Шамрай Н. С., Гутнікевич Ю. В.</span> Deuthsch-Німецька мова: Підручник для медичних ВНЗ І—ІІІ рівнів акредитації. – Київ: Медицина, 2012. – 400 с.

4. Зернова В.К. Deutscher Lehrkomplex. – Полтава. Дивосвіт. – 2003.

5. Петров В.И., Чупятова В.С., Цветова М.В. Русско-немецкий словарь-разговорник медицинских терминов и словосочетаний. – М., Русский язык. – 2002.

6. OMR Dr. Med. Dolf Kunzel Der menschliche Organismus gesund und krank. – VEB Verlag Vlk uns Gesundheit. – Berlin. – 1986.

7. Prof. Dr. Klaus – Ulrich Benner Der Körper des Menschen. – Weltbildverlag GmbH. – Augsburg – 1990.

8. Helbig H., Buscha J. Deutsche Grammatik. – Leipzig. – 1992.

9. Stalb H. Deutsch für Studenten. Text und Übungsbuch. Neubearbeitung. – München, 1991.

10. http://www.gesundheit.de/lexika/medizinlexikon

11. http://medizingeschichte.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc01/medizingeschichte/kopfbilder/TerminologieSkriptinklUebungenAufl10.pdf

12. http://www.rsf.unigreifswald.de/fileadmin/mediapool/lehrstuehle/flessa/Terminologie_I_-_Einf_hrung_Grundlagen_Krankheit_slehre.pdf

 

 

 

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Приєднуйся до нас!
Підписатись на новини:
Наші соц мережі